Magick
Klassische Rituale
Die mittlere Säule
Die mittlere Säule
Das Ritual des mittleren Pfeilers gehört neben den Pentagramm- und Hexagramm- Ritualen mit zu den grundlegenden praktischen kabbalistischen Arbeiten. Es dient dazu die Kraft der Aura zu beleben und zu stärken. Um wirkliche Ergebnisse statt nur ein paar flüchtigen Kontakten zu erzielen ist entsprechende Übung notwendig.
Legen Sie oder setzen Sie sich entspannt hin, dabei sollten die Hände ineinander liegen und die Füße sich berühren, um den "Kreislauf" zu schließen. Nun schließen Sie die Augen und stellen Sie sich eine funkelnde, strahlende Sphäre um Ihren Kopf herum vor. Sprechen Sie den Namen Ehejeh rhythmisch aus, wiederholen Sie ihn und lassen ihn durch Sie hindurch vibrieren. Stellen Sie sich vor, wie die strahlende Sphäre im Rhythmus der Kraft pulsiert. Stellen Sie sich das Innere dieser Sphäre als das Universum selbst vor, wie es pulsiert in der Schwingung des Namens und behalten Sie die Qualitäten Kethers in Ihrem Bewußtsein. Denken Sie daran, es ist keine Sphäre aus Glas, es ist Leben, voller Energie, voller Energie quirlendes Leben.
Wandern Sie die Wirbelsäule abwärts. Von Kether schießt der Energiestrahl nun hinab und entflammt Daaht. Imaginieren Sie jetzt im Bereich des Kehlkopfes eine graue pulsierende Sphäre und vibrieren Sie den Namen Jehova Elohim auf die gleiche Art und Weise wie Sie es schon bei Kether getan haben. Je mehr Sie sich der Qualitäten dieser Ebene bewußt sind desto größer ist die Wirkung.
Wandern Sie weiter die Wirbelsäule hinab bis in den Bereich des Solarplexus, hier beginnen Sie wieder damit den entsprechenden Gottesnamen zu vibrieren. Der Name Jehova Eloha va Daath pulsiert hier in einer Sphäre gelben Lichts. Verdeutlichen Sie sich auch hier wieder die Qualitäten der Sephira, in diesem Fall Tiphareth.
Jetzt schießt der Strahl in die Genitalregion, wo Sie sich im Bereich Jesods befinden. Gehen Sie hier wieder genauso vor wie bei den anderen Sphären indem Sie den Namen Shaddai el Chai in violettem Licht vibrieren.
Von Jesod schießt der Strahl nun herunter zu Malkuth, wo Sie im Bereich der Füße eine hellblaue Sphäre und den Namen Adonai ha Aretz imaginieren sollten. Die traditionelle Farbzuordnung für die Sphäre von Malkluth ist Olivgrün, rotbraun und Schwarz, für das Ritual des mittleren Pfeilers ist aber die modernere Zuordnung hellblau besser geeignet.
Nachdem die Chakras aktiviert sind, kann man sich der Aufgabe zuwenden, die Energie in der Aura zirkulieren zu lassen.
Stellen Sie sich jetzt eine Eiförmige Aura um Ihren Körper herum vor. Beim langsam und stetigen Ausatmen sehen Sie jetzt eine strahlende Kraft, die langsam von der linken Spitze des Eis zum Boden wandert. Wenn Sie wieder einatmen, sehen Sie eine fließende Kraft die vom Boden des Eis auf der rechten Seite zur Spitze emporsteigt. Dieser Vorgang sollte mehre Male wiederholt werden. Das ganze Bild sollte ein fließendes Band von Energie ergeben, das im Rhythmus des Atems zirkuliert und von einer Seite zur anderen wechselt. Wiederholen Sie den Vorgang nur das diesmal die Kraft beim Ausatmen die Vorderseite der Aura hinabfließt und beim Einatmen die Rückseite wieder hochströmt. Das Ausatmen läßt die Energie vom Kopf zu den Füßen fließen, das Einatmen zieht sie von den Füßen wieder hoch bis zum Kopf.
Diese Übung kann durch die sogenannte "Springbrunnen -Technik" ergänzt werden. Nachdem man die beschriebenen Schritte ausgeführt hat, atme man abrupt aus, stelle sich einen Lichtstrahl vor, der von den Füßen über die Wirbelsäule bis zum Scheitel des Kopfes schießt. Wenn der Lichtstrahl durch die Schädeldecke bricht sprüht er wie ein Springbrunnen. Beim Einatmen fließt die Energie an der Aussenhülle der Aura entlang wieder zu den Füßen.



