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Die Planeten
Saturn - der Planet
Saturn - der Planet

Saturn in Kult und Kosmos - Daten, Fakten Informationen über den "Cosmic Timekeeper".
Der riesige Gasplanet, der die Eigenschaften einer Sonne besitzt, wird oft auch als die "schwarze Sonne" bezeichnet. Er besitzt mindestens 56 Monde, von denen Titan, der größte Saturnmond, doppelt so groß ist wie Pluto. Da Saturn mit bloßem Auge erkennbar ist, war der Planet schon im Altertum bekannt. Die Griechen nannten ihn Kronos.
Saturn war bei den Römern vor allem der Gott des Ackerbaus und galt als Symbol des mythischen Goldenen Zeitalters, der Saturnia regna. Diese Ära endete nach seiner Entmachtung durch seinen Sohn Jupiter, als er zusammen mit seiner Frau Ops (sie entspricht der griechischen Rhea), der römischen Göttin des Erntesegens und der Fruchtbarkeit, nach Latium floh, wo er von Ianus aufgenommen wurde. Als Dank lehrte er die Einwohner Latiums die Kunst des Ackerbaus. Zusammen mit Saturn wurde die weithin vergessene Göttin Lua (die von den Römern ursprünglich als seine Frau angesehen wurde) geehrt, die mit Verderben in Verbindung gebracht wird.
Sein Hauptfest, die Saturnalien, fand alljährlich vom 17. Dezember an durch mehrere Tage statt. Es war die populärste und fröhlichste Feierlichkeit im antiken Rom (man beschenkte einander und bewirtete die Sklaven am eigenen Tisch). Ihm ist der sechste der Planeten zugeordnet (im Altertum der äußerste).
Der englische Tagesname „Saturday" bezieht sich auf diesen Planeten. In der mittelalterlichen Astrologie stand Saturn - der traditionell mit einer Sichel oder Sense dargestellt wird - für Unglück: Sorgen, Melancholie, Krankheiten und harte Arbeit, jedoch auch für Ordnung und Maß.
Anfang des 20. Jahrhunderts bildete sich ein Saturnkult in Deutschland, der von dem Berliner Eugen Grosche maßgeblich beeinflußt wurde. Unter dem Namen Gregor A. Gregorius leitete Grosche die von ihm gegründete "Fraternitas Saturni" von der Gründung 1928 bis zu seinem Tod 1964. Später geriet die FS in Vergessenheit und wurde durch Zerwürfnisse schwer erschüttert, es kam zu Abspaltungen ("Ordo Saturni" u.a.). Im deutschsprachigen Raum arbeiten derzeit mehrere Saturnlogen.
Daten, Fakten Hintergründe. Berichte, Files & Facts zum Thema Planet Saturn. Der Saturn ist einer der aufregendsten und interessantesten in unserem Sonnensystem. Mit seinen 56 (bekannten) Monden bildet er schon fast ein System-im-System und gibt den Forschern stets und ständig neue Rätsel auf. Er wird zu den jupiterähnlichen (iovianischen) Planeten gerechnet und ist mit bloßem Auge sichtbar. Daher waren Saturn und seine genaue Bahn schon im Altertum bekannt.
Saturn gehört zu den sog. Gasriesen. Seine Atmosphäre enthält wie die des Jupiter überwiegend Wasserstoff und Helium, jedoch in einer anderen Zusammensetzung. Obwohl er nur geringfügig kleiner als Jupiter ist, wiegt er doch weniger als ein Drittel, was an seiner sehr geringen mittleren Dichte von nur 0,687 g/cm³ liegt. Im Durchschnitt ist sein Material also leichter als Wasser unter Normalbedingungen. Diese Eigenschaft teilt kein anderer Planet unseres Sonnensystems mit dem „Ringplaneten“.
Während die Jupiteratmosphäre die Elemente Wasserstoff und Helium im gleichen Verhältnis wie die Sonne enthält, ist der Heliumanteil bei Saturn wesentlich geringer. Dies hängt mit der niedrigeren Temperatur Saturns zusammen, durch die das Helium größtenteils auskondensieren konnte. Die eher detailarme, gelblich-braune Wolkendecke enthält überwiegend gefrorene Ammoniakkristalle.
Mit zunehmender Tiefe der Atmosphäre, die wie bei Jupiter hauptsächlich aus Wasserstoff besteht, geht diese, aufgrund des hohen Druckes, aus dem gasförmigen Zustand in den flüssigen Zustand über. Das geschieht allerdings ohne einen Phasenübergang, so dass keine definierte Oberfläche existent ist, da der Druck in den Tiefen der Atmosphäre jenseits des kritischen Punkts ansteigt. Unter diesen Bedingungen ist die Unterscheidung zwischen Gas und Flüssigkeit nicht mehr möglich. Weiter in der Tiefe geht der Wasserstoff schließlich in die metallische Form über. Diese Schichten haben jedoch im Gegensatz zum Jupiter aufgrund der kleineren Masse andere Dickenverhältnisse. So beginnt im Saturn die metallische Schicht erst bei 0,47 Saturnradien (Jupiter: 0,77 Jupiterradien). Unterhalb dieser metallischen Schicht liegt ein Gesteinskern (genauer: Eis-Silikat-Kern), für den Modellrechnungen eine Masse von ca. 16 Erdmassen ergeben. Damit besitzt der Saturn-Kern einen Masseanteil von 25 Prozent, der des Jupiter lediglich 4 Prozent. Das Innere des Gesteinskerns ist sehr heiß, es herrscht eine Temperatur von 12.000 Kelvin. Als Grund dafür wird unter anderem der Kelvin-Helmholtz-Mechanismus, eine langsame gravitationsbedingte Kompression, angenommen.
Saturn rotiert nicht wie ein starrer Körper. Die Äquatorregionen rotieren schneller (eine Rotation in 10 Stunden, 13 Minuten und 59 Sekunden) als die Polregionen (10 Stunden, 39 Minuten und 22 Sekunden). Die Äquatorregionen werden als System I und die Polregionen als System II bezeichnet. Aus In-Situ-Messungen des Saturnmagnetfeldes von Raumsonden wurde für das Saturninnere eine noch etwas langsamere Rotationsperiode von 10 Stunden, 47 Minuten und 6 Sekunden hergeleitet. Seine Drehachse ist 26,73° gegen seine Umlaufbahn geneigt.
| Eigenschaften des Orbits | |
|---|---|
| Große Halbachse | 9,582 AE |
| Perihel - Aphel | 9,021 -10,054 AE |
| Exzentrizität | 0,05415 |
| Neigung der Bahnebene | 2,484° |
| Siderische Umlaufzeit | 29,457 a |
| Synodische Umlaufzeit | 378,09 d |
| Mittlere Bahngeschwindigkeit | 9,69 km/s |
| Kleinster -größter Erdabstand | 7,991 -11,086 AE |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Äquator -Poldurchmesser | 120.536 km - 107.812 km |
| Masse | 5,685 · 1026 kg |
| Mittlere Dichte | 0,687 g/cm3 |
| Fallbeschleunigung | 10,44 m/s2 |
| Fluchtgeschwindigkeit | 35,5 km/s |
| Rotationsperiode | 10 h 47 m |
| Neigung der Rotationsachse | 26,73° |
| Albedo | 0,74 |
|
Eigenschaften der Atmosphäre
|
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| Temperatur Min. -Mittel -Max. |
? -134 - ? K |
| Hauptbestandteile |
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Saturnus , italischer Gott des Ackerbaus (etruskisch Satre), Schutzherr der jungen Saat, Gott der Obst- und Weinkultur,
Seine Gattin war Ops, die römische Göttin des reichen Erntesegens und der Fruchtbarkeit sowie Schutzgöttin der Neugeborenen, in ihrem Tempel ließ Cäsar den Staatsschatz aufbewahren.
Nach der römischen Mythologie zog Saturnus mit seiner Frau nach Latium, nachdem er von Jupiter entmachtet worden war, und begründete dort auf dem Capitol das goldenen Zeitalter (Saturnia regna). Er regierte dort zusammen mit Janus (Januarius, San Gennaro). Als Erinnerung daran wurden alljährlich vom 17.-19. Dezember die Saturnalien gefeiert, deren letzter Tag das Fest Opalia zu Ehren der Ops war.
Saturn wurde mit einer Krähe abgebildet, die Krähe war ein Vogel des Orakels, von dem man glaubte, dass er die Seele des geopferten Heiligen Königs in sich aufnahm (Ranke-Graves).
Kronos, griechischer Titan, Sohn des Uranos und der Gaia, er schnitt seinem Vater auf Geheiß seiner Mutter die Genitalien ab (deshalb Kronos mit der Sichel), Herrscher des Goldenen Zeitalters, verheiratet mit seiner Schwester Rhea, Sinnbild für den Frieden dieses Zeitalters.
Wegen der Prophezeihung, er werde durch einen Sohn abgesetzt, fraß er seine Kinder, statt Zeus wurde ihm allerdings ein Stein zum Verschlingen übergeben. Nach seiner Absetzung (Titanenkrieg) wurde er auf die Insel der Seeligen verbannt, wo er noch heute herrscht.
Er ist der Herr der (chronologischen) Zeit, konservierend, Neues nicht akzeptierend (Kinder), Festhaltend am Alten, nur mit Hilfe einer Revolution (Uranos) ablösbar.
Aus diesen zwei Göttervorstellungen entstand in der Spätantike der Saturn-Mythos, und, als wollte man ein wenig davon bewahren, dass Saturn ursprünglich zwei Gottheiten verkörperte, wurde seine alternative Gestalt der zweigesichtige Janus, der Hüter der (Tür-)Schwelle, der mit zwei Gesichtern nach innen und außen blickt.
Exkurs: Uranus war bei den Babyloniern und frühen Griechen bekannt. Warum wurde das Wissen zugunsten eines "strengen Begrenzers" aufgegeben? Man kann dies im Zusammenhang mit dem Fische-Zeitalter sehen. Das Fischezeichen ist das Zeichen des formlosen Chaos, der Grenzenlosigkeit. Dies erfuhren die Menschen in den Jahren um die Zeitenwende:
Durch die Entdeckung der Präzession wurde deutlich, dass die Fixsterne gar nicht fixiert am Himmel waren.
Der Erdkreis war nicht mehr begrenzt, sondern im Norden (britische Inseln), im Osten (Asien, China), im Süden (Afrika), in alle Richtungen außer dem Westen wurden neue Länder entdeckt.
Stabile religiöse Systeme wurden vermischt (z.B. Mithras-Kybele bei römischen Söldnern).
Die beginnende Völkerwanderung warf ihre Schatten voraus.
In einer solchen Grundstimmung erscheint es folgerichtig, dass die Menschen den soliden Saturn als Grenze ihrer Welt und damit ihres Weltbildes dem unruhigen Revolutionär Uranus vorzogen.
Tatsächlich gibt es keinen direkten Hinweis wo und wie das Wissen um Uranus verschwunden ist: In den babylonischen Tontafel-Bibliotheken ist es noch vorhanden, bei Ptolemaios nicht mehr. Ptolemaios wird ja oft als derjenige beschrieben, der am Ende eines Zeitalters aufschrieb, was er an Wissen noch auffinden konnte und für konservierungsbedürftig hielt. An dieser Stelle sieht man, dass er tatsächlich nicht "das ganze alte Wissen" aufgeschrieben hat oder nicht mehr aufschreiben konnte !?
Saturn war also während fast dem gesamten Fische-Zeitalter das formgebende beherrschende Planetensymbol. Erst nach 1781, nach der (Wieder-) Entdeckung des Uranus, dem dann in relativ kurzen Abständen Neptun und Pluto folgten, ist das anders.



