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Die Planeten
Saturn - Astrologie
Saturn - Astrologie

Allgemeine Bemerkungen
Die Astrologie (griechisch αστρολογία - wörtlich die Sternenkunde, nicht zu verwechseln mit der Astronomie - griechisch αστρονομία - wörtlich die Gesetzmäßigkeit der Sterne) ist die systematisch betriebene anthropozentrisch-mythologische Deutung der Stellung bestimmter Himmelskörper (insbesondere der Gestirne des Sonnensystems) und wird der Esoterik zugerechnet. Die Betrachtungsweise der Astrologie kann auch als topozentrisch bezeichnet werden, d.h. auf den Standpunkt des Betrachers auf der Erdoberfläche bezogen, da die Elemente eines Horoskops sich auf einen irdischen Ort und Zeitpunkt beziehen.
Die Meinungen über die Aussagekraft und den Einsatzbereich der Astrologie sind unter Astrologen und astrologischen Schulen geteilt und reichen von einer charakterlich erklärenden Astrologie (Persönlichkeitsastrologie) bis zu dem Anspruch, Prognosen zukünftiger Ereignisse nachprüfbar erstellen zu können.
Die Astrologie hat gemeinsame Wurzeln mit der Astronomie. Der gemeinsame Ursprung liegt in der Himmelsbeobachtung, der Unterschied liegt in der Deutung der Himmelskörper für den Menschen; in vielen Kulturen lässt sich feststellen, dass astronomische Erscheinungen über die rein wissenschaftliche Beobachtung hinaus eine Faszination auf den Menschen ausübten und auch heute noch ausüben.
Aus wissenschaftlicher Sicht wird die Astrologie der Neuzeit je nach Herangehensweise zu den Para- oder Pseudowissenschaften gezählt. Astrologen erkennen ihrerseits die wissenschaftliche Methode und die Erkenntnisse der Naturwissenschaften nur dort an, wo sie nicht im Widerspruch zur Astrologie stehen; die mangelnde Zuständigkeit von Physik und Astronomie begründen sie z.B. damit, dass die Ableitung astrologischer Aussagen auf symbolischer Ebene erfolge.
Deutung aus mythologischer Sicht
Im Mythos über Saturn ist beschrieben, dass Kronos-Saturn, die Pflicht und Verantwortung übernimmt, dem chaotischen Treiben seines Vaters (Uranus) ein Ende zu setzen. So steht auch Saturn in unserem Horoskop symbolisch für diese Eigenschaften. Danach folgte die Herrschaft von Kronos-Saturn; für ihn besaß seine Autorität oberste Priorität.
Saturn ist ein gesellschaftlicher Planet und repräsentiert damit Themen, die über den persönlichen Bereich hinausgehen. Er weist uns auf Begrenzungen hin, die uns durch die Gesellschaft gesetzt sind. So steht Saturn für gesellschaftliche Regeln, für Recht und Ordnung. Saturn setzt also Grenzen, gibt allem seinen Platz, an den Aufgaben zu erfüllen sind, die klar und strukturiert sind. Diese saturnischen Regeln geben den Menschen Sicherheit, Halt und Orientierung.
Saturn verschlingt im Mythos seine Kinder. Dies zeigt, dass er Angst vor allem Neuen hat. Daher symbolisiert Saturn im individuellen Horoskop nicht nur Bewährtes und Erfahrung, auf die wir uns verlassen können, sondern er beschreibt auch Angst vor Änderungen und neue Wagnisse. Aber wenn wir wegen dieser Angst, nur auf Altes und Bewährtes zurückgreifen, würde dies unsere persönliche Entwicklung nicht nur einschränken, sondern unmöglich machen. Daher musste Kronos-Saturn im Mythos seine Herrschaft an Zeus-Jupiter abtreten.
Die 3. Version über das mythologische Schicksal Saturns zeigt aber, dass dieses Prinzip auch gute Früchte tragen kann. Kronos-Saturn beweist, dass er die Lektionen der Vergangenheit gelernt hat. In Latium gelingt es ihm durch harte Arbeit, Ausdauer und Disziplin ein steiniges Land in einen fruchtbaren Boden zu verwandeln. Er ist also in der Lage, Großes zu leisten, wo andere schon längst die Geduld verloren hätten und hält den Anforderungen der Realität stand. Saturn lehrt den dort lebenden Menschen Recht und Gesetz und wird wegen seiner natürlichen Autorität anerkannt. Kronos-Saturn bringt diesem Volk das ´Goldene Zeitalter´.
Saturn gilt seit langer Zeit als ´Hüter der Schwelle´ zwischen Diesseits und Jenseits. Wenn es uns gelingt, seine Realitätsschranke zu durchbrechen, dann gewährt uns dieses astrologische Prinzip die ungeschminkte Erkenntnis der Wahrheit. Um dort hinzugelangen, werden wir manche schmerzhafte Erfahrungen überwinden müssen. Aber das Ziel ist lohnenswert, nämlich die dauerhafte und befriedigende Erkenntnis: was die Welt im Innersten zusammenhält.
Mit seiner Haus – und Zeichenstellung im individuellen Horoskop zeigt Saturn auf einen bestimmten Bereich, der uns wahrscheinlich schwer fällt oder vor dem wir sogar Angst haben. Hier sind wir aufgefordert, uns durch ständige Arbeit an uns selbst, zu entwickeln, an überwundene Hindernisse zu wachsen und es so zur Meisterschaft und Reife zu bringen.
Saturn setzt Schranken und Grenzen, damit der Mensch im ´Rahmen bleibt. Er bedeutet Realitätssinn, gibt allem Dauer und bedeutet Integration in Gegebenes.
Saturn raubt Illusionen und verhilft dadurch zu einer klareren Individualität. Mit seiner Hilfe können wir das Leben in seiner Relativität betrachten. Der Saturn-Aspekt bedeutet eine großartige, langsame – aber tiefgreifende Hilfe zur Erweiterung der inneren Kraft und gibt die nötige Ausdauer zur Verwirklichung unserer großen Ambitionen.
Saturn entspricht der Körperlichkeit und dem Bedürfnis nach Ordnung und Abgrenzung. Dies kann das Leben sichern und schützen aber auch erschweren. Sein Gesetz ist Sicherheit und der Wunsch nach Ruhe und Wohlbehagen sowie die Aufrechterhaltung eines Zustandes. Er steht für Selbstdisziplin, Pflicht, Wirklichkeitssinn, Lebensernst aber auch für Stille und Tiefe. Saturn ist im Gegensatz zu Jupiter ein introvertiertes Prinzip. Alles was Saturn berührt braucht Zeit und konsequente Anstrengung bis es sich in seiner positiven Form manifestiert.
Der Saturn ist das Gestirn des Steinbocks
Saturn, der das Leben schützen, strukturieren aber auch erschweren kann, ist Herrscher des Tierkreiszeichen Steinbock. Steinbock hat Wirklichkeitssinn, Fleiß und Ausdauer. Die Aufrechterhaltung eines Zustandes entspricht Saturn. Selbstdisziplin und Pflicht sind Qualitäten des Saturns, das konsequente und ernsthafte Verfolgen eines Zieles ist Steinbock. Steinbock ist zurückhaltend und beharrlich. Saturn entspricht dem Lebensernst und der Intraversion. Etwas Distanziertes umgibt ihn.
Integration – Saturn im Messbild
»Wenn im Sinne der Molekularanschauung der gasförmige Zustand durch wildes Umherfliegen, der flüssige durch Durcheinanderkriechen und der amorphe, feste durch relative Starrheit der Moleküle gegeben sein soll, so lässt sich der kristallinische dadurch kennzeichnen, dass in ihm die Molekühle bestimmten richtenden Kräften unterworfen sind!
Die Richtungskräfte sind es, die bereits das anorganische in bestimmte Bahnen zwingen. Sie sind nämlich die Notwendigkeitsform der Substanz. Dieser Gedanke beleuchtet sogar die Weltstruktur in noch viel größerer Entfernung. Die Richtungskräfte müssen doch jedem Sein eigen, also nicht auf die Kristalle und Organismen allein beschränkt sein. So oft neue Moleküle herangebracht werden, können sie auch nach dem gültigen Gesetz den alten angelagert werden. Trotzdem hat dieses Wachstum seine Grenzen. Jeder Kristall hat seinen nicht überschreitbaren Umfang und darum auch Individualität. Warum ist ihr Sein ebensowenig unbegrenzt wie das der Organismen? Auf diese Frage kann es nur eine einzige, sehr naheliegende Antwort geben. Weil offenbar das Vermögen der Systemteile nicht ausreicht, um einen unbegrenzten Komplex in harmonischer Abhängigkeit voneinander zu erhalten; mit anderen Worten, weil zur Harmonie Umgrenzung gehört. Die wahre Grundlage, auf die sich das alles reduziert, ist das Erlebnis, dass jeder Prozess des Organismus nicht maßlos weiter drängt, bis er dem Organismus schadet, sondern sich rechtzeitig auf ein gewisses Mittelmaß einstellt, das ihn in Harmonie mit den anderen Funktionen erhält, wobei der Maßstab in der Lebensfähigkeit des ganzen Organismus gegeben ist. Diejenigen Formen, die sich nicht halten können, die bald aussterben, sind warnende Beispiele; was sich bei ihnen allgemein und überall angewendet findet, wird offenbar das Notwendige und Zweckmäßigste sein, was dagegen selten in ihrem Bau und Leben vorkommt, wird nur für Sonderzwecke geeignet erscheinen. Und da ist es nun von geradezu elementarer Bedeutung, dass kein Gesetz so grundlegend, tausendfach und überall zutage tritt im Bau der Lebewesen wie das der Integration.« R. H. Francé
Dem expansiven Aufschwung des Predezessors folgend, gelangen wir mit Saturn bald an die Grenzen des klassischen Bezugssystems, tatsächlich – wenn auch vorläufig - seinem Ende. Zwischen Integration und Entität spannt sich der Bogen von An- und Organismus. Es klärt sich die traditionell beschworene Feindseligkeit Saturns als eine Frage der Perspektive allein. Die Überlieferung attribuiert das Prinzip mit Gewissen und Erfahrung, innerem Ehrgeiz und Vorsorge, Zweifel, Verneinung, Mühsal, wenn nicht eben leidvoller Abstinenz, Reduktion auf das Notwendige nur, freilich nicht zum Selbstzweck, denn in der Absicht längsten Fortbestands.
Existenzielle Bedeutung liegt im »Konzentrations-Schwerpunkt, welcher dem Ganzen einen Halt in bezug zur äußeren Realität geben soll«, dies Ausdruck zur Geschlossenheit drängenden Formwillens, der notwendigen Lenkung und Begrenzung von Wachstum. Wissen, Gewissen und Erfahrung, unter welchen Vorzeichen Fremdes akzeptiert und übernommen wird. Die im Lebendigen irgendwo schlummernde Daseinsangst als Motor der Selbsterhaltung. Es treibt Saturn, konstruktiv erfasst, zur Meisterschaft, bedeutet jedoch unbewältigt nurmehr inneren Widerstand, dann die verhärteten Bereiche des Lebens, die keine starke Belastungsprobe vertragen, die mögliche »Einfallsrichtung der schwerwiegendsten schicksalhaften Ereignisse«. Es ist der duale Charakter Saturns in jedem Horoskop: Richtkreuz des Gewissens auf der einen, Unfähigkeit zur geschmeidigen Anpassung auf der anderen Seite. Konflikt bedeutet hier, dem hoch gesetzten inneren Anspruch nicht zu genügen.
Naturprinzip: Integration
Anlage: Erfahrung und Gewissen
Ur-Sachverhalt: Das Grenzsetzende (»Kontraktion« ), das Baugesetz des Seins
Äußerungsdynamik: befestigen, gegen Gefahren sichern und schützen, Extrahiertes normhaft einbauen, Grenzen anerkennen, Allgemeingültigem sich unterwerfen, konzentrieren und perfektionieren
Die Kombination mit dem Tierkreis verrät den Integrationscharakter, die Feldstellung deutet an, was gesichert, das Gegenfeld wogegen sich vornehmlich abgegrenzt wird. Auch im Falle Saturns eröffnen erst Aspektierung und Feldstellung, die Integration in das wechselseitig bezogene System der Kräfte, die Qualität der Konstellation im Einzelfall. Saturn durchwandert den Tierkreis in einem Intervall von 24 Jahren, verweilt also rund 2 Jahre in einem Zeichen.
Der Saturn-Persönlichkeitsteil fragt:
- Übernehme ich die Verantwortung für mein Leben, mein Tun und mein Nichttun?
- Wo sind meine Grenzen? Übertrete ich sie oder nutze ich meinen Spielraum zuwenig?
- Wo lasse ich mich durch "man sollte..." und "man tut..." einschränken?
Saturn symbolisiert die materielle Welt in Raum und Zeit. Er steht als Symbol für
- die Realität mit all ihren Forderungen und Begrenzungen
- Verantwortung und "Rückgrat
- Regeln, Gesetze und Strukturen
- Ausdauer und Disziplin
- Angst
Saturn symbolisiert die innere Instanz, die uns immer wieder mit der Wirklichkeit konfrontiert. Saturn zeigt uns die Grenzen des Machbaren. Oft kommt es nicht so, wie wir uns dies vorgestellt haben. Wir haben die Randbedingungen zu wenig beachtet. Diese setzen uns nun Grenzen. Wir erleben die einschränkende Wirkung des Saturn von aussen.
Vielleicht auch haben wir gar nicht versucht, unsere Ideen umzusetzen. Eine innere Stimme hat uns zugeflüstert, dass wir das sowieso nicht können. Und so versuchen wir es gar nicht erst. In diesem Fall erleben wir Saturn als innere Hemmung.
Saturn kann jedoch auch ein kluger innerer Massstab sein, der uns sagt, wo unsere Grenzen liegen. Ein solcher "positiver" Saturn kann die Wirklichkeit gut einschätzen und hilft uns zu einer Selbstverwirklichung im Bereich des Möglichen. Er vermittelt uns die nötige Struktur, Zielstrebigkeit, Ausdauer und Disziplin, um unsere Vorstellungen in eine konkrete Form zu bringen.
Saturn in den Tiekreiszeichen - Schlüsselbegriffe
Saturn in Aries
Schlüsselbegriffe: impulsiv, forciert, energisch, affektgetrieben, unablenkbar, konkurrent, kompetitiv. Das Integrationsprinzip im Zeichen Aries, hier macht der Mensch »im Grunde nur die Erfahrungen, die er machen will«, rasch im Einbau anerkannter Norm, ebenso rasch sie fallen lassend, wenn es Wille gebietet, sich selbst Gesetz. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines kompromisslosen und zur Eindeutigkeit drängenden Über-Ichs, bei Tendenz zur Unverhältnismäßigkeit im Affekt.
Saturn in Taurus
Schlüsselbegriffe: stoisch, pragmatisch, sinnlich, verwertend, okkupierend, konzentriert. Das Integrationsprinzip im Zeichen Taurus, hier ist der Mensch »dem Anschaulichen und mehr Zufälligen erlebter Realität verhaftet«, benötigt die sachbezügliche, empirisch handhabbare Norm, die gründlich betastet, erst einmal ganz »verdaut« sein will. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines im Grunde assoziativ vereinbarenden, doch in gereiften Prinzipien unbeugsamen Über-Ichs; oft konservative Tendenz.
Saturn in Gemini
Schlüsselbegriffe: geistig, interessiert, kommunikativ, relativierend, ablenkbar. Das Integrationsprinzip im Zeichen Gemini, hier richtet sich »Augenmerk auf aktuelle Einzelheiten«, kasuistisch und gegenwartsbezogen. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines mehr logisch bestimmten, in den Anschauungen diskursiv lenksamen Über-Ichs, bei Tendenz zur Einstweiligkeit des Urteils.
Saturn in Cancer
Schlüsselbegriffe: emotional, subjektiv, sensibel, phantasievoll, introversiv, launenhaft.Das Integrationsprinzip im Zeichen Cancer, verbunden »zu einem Erfahrungsganzen, dessen assoziativ verwobenen Teilen das Leben immer neue Schattierungen hinzufügt«. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines subjektiv phantasie- und gefühlsbestimmten, in den Anschauungen atmosphärisch lenksamen Über-Ichs, mit im Zweifel vergebender, am Einzelschicksal teilnahmsvoller Note.
Saturn in Leo
Schlüsselbegriffe: geltungsbedürftig, großmütig, vital, verspielt, selbstzentriert, selbstgerecht, stolz. Das Integrationsprinzip im Zeichen Leo, hier zieht der Mensch »Erfahrungen vorwiegend aus Dingen, zu denen er in organischem Kontakt steht, ihre Rolle ist ihm die einer Absicherung seines Reviers«. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines autoritären, in den Anschauungen nur durch lebensunmittelbare Erfahrung lenksamen Über-Ichs, darin mit selbstsicherer, im problematischen Falle selbstgerechter Note.
Saturn in Virgo
Schlüsselbegriffe: kontrolliert, methodisch, kritisch, dosiert, ängstlich, analytisch, detailliert . Das Integrationsprinzip im Zeichen Virgo, »beobachtungsscharf bis hinein in oft triviale Nebenumstände und ihre Relationen, die beim Erinnern an einen Sachverhalt sämtlich aufgerollt werden«. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines grundskeptischen, in den Anschauungen vornehmlich durch Sachzwang lenksamen Über-Ichs, bei insgesamt detaillistischer Tendenz, sowohl im Urteil als auch der Ausarbeitung zugrundeliegender Gesetzmäßigkeit.
Saturn in Libra
Schlüsselbegriffe: vermittelnd, ästhetisch, tolerant, balanciert, gemeinverbindlich. Das Integrationsprinzip im Zeichen Libra, hier »objektangepasst, eindrucksfrisch und weltoffen; eine Extreme verbindende Kombinatorik abstrahiert Mittelwerte«. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines mehr balancierten, in den Anschauungen durch die Verhältnismäßigkeit der Mittel bestimmten Über-Ichs, relativistisch im Urteil, Absolutes vermeidend.
Saturn in Scorpio
Schlüsselbegriffe: suggestiv, invasiv, passioniert, verborgen, psychisch, reizbar. Das Integrationsprinzip im Zeichen Scorpio, hier getragen vom »Erlebnisgehalt mit Spuren zurückgelegter Kämpfe, meist scharf profiliert und manches fragmentarisch«. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines eher kompromisslosen, in den Anschauungen nurmehr durch intensive Selbsterfahrung lenksamen Über-Ichs, aus dem Moment der Krisis fähig zur Erneuerung, schonungslos mit Verfallenem.
Saturn in Sagittarius
Schlüsselbegriffe: euphorisch, missionarisch, expansiv, projektiv, utopisch. Das Integrationsprinzip im Zeichen Sagittarius, hier lebt die »Tatsachenwelt von den Projektionen, die der Mensch darin verwirklicht sehen möchte, demgemäß abgrundtiefe Enttäuschung, wo sie sich nicht erfüllen«. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines von Leitmotiven getragenen Über-Ichs, in den Anschauungen lenkbar durch den Aufschluss an Größeres, bisweilen maßlos im Urteil, wo Wirklichkeit an Utopie gerichtet wird. Einbau von Erfahrung knüpft sich an die Vereinbarkeit mit Idealem.
Saturn in Capricornus
Schlüsselbegriffe: diszipliniert, sachlich, exakt, berechnend, streng, strukturiert, realistisch. Das Integrationsprinzip im Zeichen seines Domizils, hier der Einbau von Zeitlosem »so weit als möglich absehend vom Erlebniston, Tatsachen denkfähig formuliert behaltend«. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines konzentrativ sachlich bestimmten Über-Ichs, lenksam durch Validität und Nachweis, objektivistisch im Urteil, der Eigennatur gemäß sich verwehrend gegen Erneuerung, sperrig gegen Ungeplantes.
Saturn in Aquarius
Schlüsselbegriffe: individualistisch, idealistisch, abstrahierend, exzentrisch, frei, distanziert, kapriziös. Das Integrationsprinzip im Zeichen Aquarius, hier Einbau von Erfahrung als Prozess der Gegenwartsabstraktion, aus überpersönlicher Perspektive, die formelhafte Schematisierung der Wirklichkeit. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines ideologisch bestimmten Über-Ichs, wenig involviert in Einzelschicksal oder lenksam durch organische Erfahrung, im Urteil objektiv distanziert und darin gerecht.
Saturn in Pisces
Schlüsselbegriffe: feinfühlig, sensibel, nachgiebig, irrational, geschehenlassend. Das Integrationsprinzip im Zeichen Pisces, hier transparent für Massenstimmungen und Utopien, eröffnet Erfahrungsbildung als einen Prozess widerstandslosen Ausgesetztseins einflutenden Eindrücken, ihrer Synthese mit Unterbewusstem gleichermaßen. Temperament und Zeichen bedingen zwei Jahrgänge eines durchlässig partizipierenden Über-Ichs, im Urteil von Ahnungen und Einbildungen mitbestimmt, lenksam durch die Umstände und Zusammenhänge des Einzelfalls und so per definitionem biegsam, wenig regeltreu, Strenge nur als Kennzeichen aufschießender Panik.
Saturn in den Häusern - Transite
Der Transit von Saturn durch die einzelnen Häuser ist von großer Bedeutung. Saturn, ein Symbol des Wachstums, der Leistung und des Reifens der Menschen, wird oft als schwierig erlebt, aber es erweist sich, dass in seinem Transit ein tieferer Sinn liegt.
Der Transit durch die verschiedenen Lebensbereiche scheint tatsächlich einige Schwierigkeiten mit sich zu bringen. Dabei kann es sich auf der einen Seite um sehr unangenehme Dinge handeln, aber es kann auf der anderen Seite lediglich eine Reihe kleiner Irritationen sein. Meistens zieht er jedoch Situationen mit sich, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Diese Rückschläge, Verzögerungen oder Probleme scheinen oft mit einer bestimmten Reifungsphase in uns selbst in Zusammenhang zu stehen.
Die Art und Weise unserer auftretenden Schwierigkeiten kann uns zeigen, was von innen heraus zu uns passt, oder was sich überholt hat. So kann zum Beispiel der Transit Saturns durch das 10. Haus Schwierigkeiten im Berufsleben oder unser Ansehen in der Öffentlichkeit betreffen. Oft geschieht dies, wenn wir bei unserer damaligen Berufswahl die falsche Entscheidung getroffen. Dieser Transit kann Fehlentscheidungen oder auch fremdbestimmte Entscheidungen aufzeigen, bewusst machen und letztlich Klarheit über unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche verschaffen. Saturn kann uns also Klarheit bringen und mit eben dieser Klarheit werden wir in die Lage versetzt, in der Zukunft für uns bessere, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen.
Allerdings sollte dabei berücksichtigt werden, dass bei vergangenen Entscheidungen viele Faktoren entscheidend waren. So können soziale Erwägungen, bestimmte Familiensituationen oder, um auf das oben erwähnte Beispiel der Berufsentscheidung zurückzukommen, auch der Arbeitsmarkt oder die fehlenden schulischen Voraussetzungen eine Rolle gespielt haben. Das heißt also, die damaligen Entscheidungen können zum damaligen Zeitpunkt in der damaligen Situation schon richtig gewesen sein. Saturn stellt nun die Frage, sind diese Entscheidungen aus der Vergangenheit noch heute gültig oder hat sich die Situation geändert? Er kann uns also einen Anstoß geben, um mögliche Änderungen einzuleiten und in Gang zu setzen.
Weiterhin gibt Saturn uns Hinweise auf Dinge oder auch Handlungsweisen, mit denen wir unverantwortlich umgegangen sind, unterlassen oder vernachlässigt haben. Er verweist also auf Dinge, Situationen oder Verhaltensmuster, die einer Veränderung bedürfen.
Durch Saturn wird meistens eine Krise eingeleitet, aus der wir dann reicher und stabiler hervorgehen können. Somit trägt er entscheidend zu unserem inneren, persönlichen Wachstum bei. Dabei ist aber von großer Wichtigkeit, dass die neuen Entscheidungen und Verhaltensweisen mit unseren inneren Bedürfnissen übereinstimmen und den eigenen Werten entsprechen.
Auch wenn der Transit Saturns durch die Häuser oft als schwierig erlebt wird, so erweist es sich, dass er symbolisch mit unserer inneren Entwicklung zusammenhängt (Stichwort: Saturn-Zyklus). Er verbindet uns mit unserer Vergangenheit und schlägt eine Brücke in die Zukunft.
Saturn im 1. Feld (Aries, Eigenperson)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
Es geraten zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 1. Felde, die selbstbewirkte Persönlichkeitsprägung und die Grundeinstellung zur Welt, die Entwicklung der personalen Identität, Selbstbehauptung, Ichbewusstsein, Autonomie.
Schicksal meint Selbstfindung in der Ausformung des Eigencharakters, am Profil der Eigenperson sich ausbildende Wirklichkeit, im unerlösten Falle Widerstände darin, Zweifel und Unsicherheiten.
Saturn im 2. Feld (Taurus, Besitz)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
Es geraten zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 2. Felde, die Aneignung und Bereitstellung von Besitz, die Mittel, mit denen das Ich in der realen Welt Fuß fasst, der Genuss und die Assimilation von Stoffen, der formulierten Besitzanspruch auf Mensch oder Sache. Ferner, die Sicherung eines eigenen Territoriums, das auf Privateigentum gestützte Unabhängigkeitsgefühl, das Verhältnis zu Selbsterworbenem und den hieran gemessenen Eigenwert; eine Orientierung am Greifbaren und seiner Proportion. Meist etwas Beharrendes, im Festhalten des in Besitz genommenen, ob als Vermögen auf körperlicher, als Dogma auf geistiger Ebene.
Schicksal meint Leben im Spannungsfeld von Wunsch, Besitz und Verzicht, im unerlösten Falle Widerstände darin, Zweifel und Unsicherheiten, Geiz bisweilen.
Saturn im 3. Feld (Gemini, Werdegang)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
Es geraten zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 3. Felde, die Weiterentwicklung und Differenzierung von Fähigkeiten, die Erschließung der Umwelt, die Aneignung von Wissen, die Aufnahme, Verwendung und Weitergabe von Information und Nachricht, je nach Interesse und Entwicklungshöhe auf eigenem Niveau. Ferner Lehre und Studium, geistigem Austausch, was dem Erwerb von Kenntnissen dient oder Neuigkeiten in Umsatz bringt, die Differenzierung des mündlichen und schriftlichen Ausdrucks, die Ausbildung logisch-formaler Intelligenz. Die Persönlichkeit, in ihrem Werden an anderen sich sprachlich, geistig entwickelnd.
Schicksal meint Leben im Spannungsfeld von Forderung und Fähigkeit, im unerlösten Falle Widerstände darin, hindernde Umstände, verpasste Gelegenheiten.
Saturn im 4. Feld im Exil (Cancer, Heim)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
Es geraten zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 4. Felde, der selbstgeschaffene Umkreis, das Refugium, die Geborgenheit in Privatsphäre und Heimstätte, die Kultivierung seelischer Eigenart und Eigennatur, das Aufspüren des persönlichen Wesensgrundes, häufig über die Referenz auf Heim, Familie, Heimat, angestammtes Milieu, wenn nicht Volk, »Blut und Boden«. Die Tiefenperson in ihrem Streben nach Verwurzelung und Heimkehr, »die Wiederkehr des Bekannten und Verlässlichen«.
Schicksal meint Leben im Spannungsfeld von innerer und äußerer Welt, im unerlösten Falle Widerstand darin, die verlorene Familie, Heimatlosigkeit und Entwurzelung, Verluste solcherart.
Saturn im 5. Feld (Leo, Schöpfung)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
Es geraten zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 5. Felde, die Menschen und Dinge, die man liebt, den Herzenswunsch und seine Erfüllung. die Fortzeugung der Eigenperson, ob durch Kind und Zögling oder schöpferisches Werk, Kunst, Unternehmung; ferner Spiel und Spieltrieb, seine Hemmung, Aktivität über berechenbaren Erfolg hinaus, der Schau- und Darstellungstrieb, die in der selbstbestimmten Betätigung empfundene Lust, »vita sexualis«, »die ausdauernde und ernste Liebesneigung«.
Schicksal meint Leben im Spannungsfeld von Entfaltung und »Eindämmung des Trieblebens« , im unerlösten Falle Enttäuschungen darin, Hemmungen und selbstbestimmter Verzicht.
Saturn im 6. Feld (Virgo, Methodik)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
Es geraten zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 6. Felde, die Arbeitsleistung an sich, die Individualfunktion, Analyse und analytische Fähigkeiten, der Erwerb von Handfertigkeiten oder sonstige Leistungsspezialisierung, Methode und funktionelle Durchführung; ferner Gesundheit und Ernährung, Stoff- und Energiewechsel, die vitale Leistungsfähigkeit, Pflege und Bereinigung, sowohl auf körperlicher als auch geistiger Ebene.
Schicksal meint Leben im Spannungsfeld von Pflicht und Kraft, im unerlösten Falle Widerstand darin, die Konfrontation mit Leistungsgrenzen, zu verwindende physische Defizite, »der erbbedingte körperliche Zustand«.
Saturn im 7. Feld (Libra, Bezugsperson)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
Es geraten zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 7. Felde, die in der Mitwelt zuhandene oder frei gewählte Bezugsperson, die Suche nach Anregung und Auseinandersetzung mit ihr, das Verknüpftsein mit den Ansprüchen eines »Du«, die Orientierung an ihm und die Selbstbehauptung dagegen gleichermaßen. Immer geht es um die Hinwendung zu Partner, Freund, Bündnis oder Publikum, den Einbezug von »Persönlichkeiten und Gemeinschaften, die noch als gegensätzlich zum Ich erlebt werden und den Charakter einer notwendigen Ergänzung besitzen«.
Schicksal meint Leben im Spannungsfeld von Entität und Umwelt, im unerlösten Falle Widerstand darin, »befürchtete Einschränkungen der Souveränität« , Probleme der Kontaktfähigkeit, zu überwindende Distanz, darin oft dualistisch Nicht-Angenommensein aber auch nicht sein wollen.
Saturn im 8. Feld (Scorpio, Lebenshintergrund)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
So gerät zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 8. Felde, das Hineingestelltsein der Persönlichkeit in die zeitgeschichtlichen Bedingnisse und Widersprüche der Gemeinschaft, Krisen und Katastrophenten, Gewinne oder Verluste dadurch, die außernormale Bereicherung oder Enteignung, die Ausnutzung des Gegebenen bis hin zum Schaden anderer oder aber Opferbereitschaft für das Gemeinnützige. »Im Gegensatz zum Feld des selbsterworbenen Privateigentums sehen wir hier sowohl Zuwachs und Verlust aus Vorgängen im Gemeinbesitz als auch freiwillige Opfer in diesem Zusammenhang«.
Das 8. Haus referenziert weiterhin auf die Themen Macht, Zwänge, Fixierung, gleichsam die Bedingungen und Grenzen des Verbrauchs vitaler Energie, die naturbemessene Lebensdauer, den Themenkreis Sterblichkeit, Verfall, Verbrauch und Abnützung; auf höherem Niveau, die Befassung mit den Rätseln, die uns Vergänglichkeit des Irdischen, leiblicher Zerfall und Tod aufgeben, ein Interesse für Grenzfragen überhaupt, die Vertiefung des eigenen Lebenshintergrundes, schließlich der Gewinn von Trost und Halt bietenden Gewissheiten, über das stoffliche Ende der Dinge hinaus.
Schicksal meint Leben im Spannungsfeld, Verlust im Moment der Krisis, ob Anteil am »kollektiven Sachwert« oder Konfrontation mit der Vergänglichkeit des Lebens selbst.
Saturn im 9. Feld (Sagittarius, Leitmotiv)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
Es geraten zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 9. Felde, Leitziel und Weltanschauung, Philosophie und Religion, »Einsicht in letzte Wahrheiten« , immer unter Berücksichtigung des individuellen Niveaus, die Erweiterung des Horizonts, Entwicklungen großen Stils, die »Auslese der Unsterblichen« , die Suche nach einer Mission von überpersönlichem Motiv; ferner höhere Bildung, Kulturfortschritt, die Lehrer und Führer der Menschheit, ihr persönliches Vorbild und dessen Nachfolge; das Edle, Erhabene.
Schicksal meint Leben im Spannungsfeld von Dasein und Sinn, Existenz und Bedeutung, Fragen, deren Antworten der Einzelne sucht im Fernen- und Erkenntnisdrang, ein anderer im Konflikt mit tradierten Weltbildern, darin seinen Platz zu finden.
Saturn im 10. Feld im Domizil (Capricornus, Öffentlichkeit)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
Es geraten zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 10. Felde, der soziale Standort, Stellung, Titel und Rang, die Interessen von Staat, Öffentlichkeit, Allgemeinheit, ihrer Gesetze, Normen und Ordnung, das Streben nach Anerkennung, der Selbstbeweis im Hervortreten aus der Anonymität und das Getragensein durch die öffentliche Meinung.
Schicksal meint Leben im Spannungsfeld von Leistung und Beachtung, ihrem Niederschlag in Erfolg, Drang nach Geltung, im problematischen Falle »Sturz aus bereits erreichter Höhe« , »Nichteinsehen der dem Menschen überhaupt, sowie im besonderen dem eigenen Können und Vermögen gesetzten Grenzen« , Konflikt mit geltender Ordnung.
Saturn im 11. Feld (Aquarius, Zeitgeist)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
Es geraten zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 11. Felde, das Beziehungsnetz in dem der Einzelne sich bewegt, vorwärtsbringende Bekanntschaften, Gruppentätigkeit, »die frei gewählte Beziehung zu Menschen, zu denen wir eine Wahlverwandtschaft spüren« , Freundeskreis und Kameradschaften, den Zusammenschluss von Gesinnungsgenossen, Fortschritt und Progressivität - der Geist der Epoche in all seinen Spiegelungen, die überpersönliche, ideologische Verbindung mit anderen in gewissen Ideen der Zeit, Begabung, Begnadung, die »Kraft des Wunsches«, Gönner, Protektoren.
Schicksal meint Leben im Spannungsfeld von Individuum und Gruppe, »den nach Enttäuschungen gefundenen treuen Freund«.
Saturn im 12. Feld (Pisces, Anonymität)
Zur Deutung Saturns im Felde nun berichtet die Tradition vom »Einfallstor des Schicksals«, was zu kurz freilich greift, ist erst die duale Natur des Prinzips begriffen. Wir finden jenen Konzentrations-Schwerpunkt bezeichnet, in dem Lebensgrund und Verwirklichungsstreben ineinanderwogen, Ehrgeiz und Conditio sine qua non - »Bedingung ohne die nicht« - zu gleichen Teilen, »schicksalshaft« dann, wenn selbstgesetzter Anspruch und Wirklichkeit einander verfehlen.
Es bleibt Philosophie, ob dem Einzelnen in jenen Themen, die ihm zu unbedingten werden, Widrigeres widerfährt als einem anderen, ob er vielmehr geneigt ist zu hadern mit dem Scheitern darin.
Es geraten zu existenzieller Bedeutung bei Saturn im 12. Felde, Einsamkeit und Anonymität, Wirken im und aus dem Verborgenen, »was vom geltenden Meinungsdurchschnitt missachtet, in seiner wahren Natur nicht erkannt und gewürdigt wird, in den gegebenen Verhältnissen nicht entwickelt werden, der üblichen Mittel sich nicht bedienen kann oder aus anderen Gründen verdeckte Wege geht« –Konspiratives, Verdrängtes, Geheimes, je nach Lage des Einzelfalls auch zu verwindende Isolation, Krankheiten, Anstalten, Intrigen; der Mensch als »Baustein in einem übergreifenden Geschehen«.
Schicksal meint Erleben abseits vom öffentlichen Gesicht der Dinge, die Klippen darin.
Saturn retrograd
Auf Basis des Zeichencharakters Tendenz zur improvisierten Struktur, verzögerte Reifung und Verantwortung. Förderlich im dissonanten Aspekt als es die hemmende Seite des Prinzips mildert, doch ebenso geschwächt in Konsonanz, die disziplinierenden Anteile betreffend.
Saturn im Transit durch das 1. Haus
Oft wird zu Beginn des 1. Hauses der Saturn-Transit als recht seltsam erlebt, da ja Saturn aus dem 12. Haus kommt. Solange er durch das 12. Haus lief, hatten wir uns in unsere Innenwelt zurückgezogen. Unser Unbewusstes war stark aktiviert und nun rückt auf einmal die Außenwelt in den Vordergrund. Wenn Saturn in Konjunktion mit unserem Aszendenten steht, erleben wir oft etwas, was uns wieder auf die Erde zurückbringt. Der Transit von Saturn über den AC kann ein regelrechtes ´Erwachen´ aus der Welt der Träume, Phantasien und Spirituellen bewirken. Alles wird nun greifbarer und lässt sich wieder bewusster steuern.
Das 1. Haus stellt unser Auftreten nach außen dar, unsere persönlichen Kontakte mit der Außenwelt und auch unseren Körper, besonders unsere körperliche Erscheinung. Da wir es aber mit Saturn zu tun haben, bringt er natürlich auch im 1. Haus seine Aufgaben und ´Prüfungen´ mit sich. So ist möglich, dass wir in anderen Menschen Widerstand hervorrufen. Unser Auftreten kann nun distanzierter wirken, wir können eher etwas Abwehrendes ausstrahlen und weniger zugänglich als sonst sein. Vorhandene Probleme mit den anderen können sich verstärken. Die Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen und Zurückweisungen ist groß.
Beim Transit von Saturn durch das 1. Haus werden wir mit unserer inneren Stabilität konfrontiert. Beruht unser Auftreten und unsere persönliche Erscheinung auf der eigenen, inneren Kraft oder auf Angst vor der Außenwelt? Zeigen wir uns so, wie wir wirklich sind oder haben wir uns zu sehr angepasst? Dieser Transit fordert uns nun auf, innere Standfestigkeit und Sicherheit in unserem Auftreten zu entwickeln und Verantwortung für uns selbst und unser Handeln zu übernehmen.
Es ist also eine Zeit, wo wir uns selbst sehr aufmerksam beobachten, in der wir uns selbst besser kennen lernen. Dadurch können wir innerlich stark werden und ein tiefes Gefühl für unsere persönlichen Verantwortungen bekommen.
Saturn im Transit durch das 2. Haus
Bei dem Transit von Saturn durch das 2. Haus, ein Erdhaus, steht das Thema der Sicherheit und die Frage, wie wir dieser Sicherheit Halt geben, im Vordergrund.
Gewöhnlich haben wir bei diesem Transit einen starken Drang, unsere finanzielle Situation (Einkommen, Ersparnisse, Investitionen, Lebensunterhalt etc) zu überprüfen und in eine richtige Form zu bringen. Wir verspüren den Wunsch in der materiellen Welt ein Fundament der Sicherheit und Stabilität zu errichten. Uns werden in dieser Zeit die realen finanziellen Tatsachen bewusst und die Notwendigkeit unsere finanzielle Sicherheit auszubauen.
Die Bedeutung des Saturn-Transits beschränkt sich jedoch nicht nur auf die materiellen Dinge. Das 2. Haus steht in der Astrologie auch für die immateriellen Werte, wie Talente, Fähigkeiten und Selbstwert – Werte, die zu unserem Selbstvertrauen entscheidend beitragen. Durch Saturn in diesem Haus verspüren wir nun das Bedürfnis, unsere Talente und Fertigkeiten zu überprüfen. Haben sie sich in der Vergangenheit als hilfreich oder als nutzlos erwiesen? Handelt es sich wirklich um unsere eigenen Werte oder haben wir sie unbesehen von anderen übernommen? Saturn fordert uns nun auf, unsere individuelle Position zu bestimmen. Er kann uns helfen, einen klareren Blick für unsere inneren Wertvorstellungen zu bekommen und falsch gelebte Einstellungen zu ändern.
Ein Saturn-Transit löst auch oft eine Reaktion im gegenüberliegenden Haus aus. In dem Maße, in dem wir ein stärkeres Gefühl für unseren eigenen Wert entwickeln, verringert sich unsere Angst, Probleme ins Auge zu schauen und zu verarbeiten (Themen des 8. Hauses). Sicherheit und Klarheit im 2. Haus kann uns helfen, im 8. Haus den Mut aufzubringen, unsere Schwierigkeiten anzugehen.
Saturn im Transit durch das 3. Haus
Das gewünschte Buch in der Bibliothek ist gerade ausgeliehen; ein Autofahrer fährt vor ihnen in die einzig freie Parklücke; sie suchen ständig wichtige Dokumente; ein bestimmtes Ersatzteil für ein Gerät ist nicht auf Lager und muss erst bestellt werden? Häufen sich bei ihnen solche oder ähnliche Situationen? Dann überprüfen sie mal, ob Saturn nicht gerade durch das 3. Haus in ihrem Horoskop läuft.
Der Transit von Saturn durch das 3. Haus können wir zunächst einmal auf eine sehr alltägliche Weise zu spüren bekommen. Er fordert uns bei allen Belangen des 3. Hauses auf, Geduld zu haben, Dinge in ein Schema zu bringen und unseren Alltag z. B. Termine, Zeiteinteilung und alles, was mit Papieren und Kontakten zusammenhängt, zu strukturieren und in Ordnung zu bringen.
Auf einer tieferen Ebene stellt uns der Transit von Saturn durch das 3. Haus die Aufgabe, unsere Lernfähigkeit, sowie die Kommunikations- und Kontaktfähigkeit zu überprüfen. Mit diesem Transit werden wir auf unsere eigene Gedankenwelt, unsere individuelle Sicht der Dinge zurückgeworfen. Saturn fordert uns heraus, dass wir unserer Sichtweise treu sind und von der Meinung anderer Menschen unabhängig. Unsere eigene Meinung zu haben und daran festzuhalten wird manchmal schwierig sein. Wir stellen vielleicht fest, das wir manche Dinge anders sehen und beurteilen als die Mitmenschen, dass wir vielleicht bei ihnen nicht ankommen oder dass Missverständnisse entstehen. Saturn prüft nun, ob wir bei uns selbst bleiben oder ob wir uns der Meinung und Kritik anderer unterordnen.
In diesem Zeitabschnitt ist es wichtig, vorhandenes Wissen zu vertiefen und neue Ideen und Fertigkeiten zu entwickeln. Wir haben das Gefühl, dass wir ein solides Fundament errichten müssen, auf dem unsere Vorstellungen und Meinungen basieren können. Daher ist es eine günstige Zeit für private und berufliche Weiterbildung. Dadurch erreichen wir mehr Sicherheit und Stabilität für unsere intellektuellen Fähigkeiten.
Wegen beruflichen, familiären oder sonstigen Anforderungen ist es möglich, dass wir während eines Transits von Saturn durch das 3. Haus verstärkt verreisen. Auch bei Beziehungen zu Bekannten, Geschwister, Nachbarn etc. werden wir verstärkt den Wunsch verspüren, klare Verhältnisse zu schaffen und die Grenzen neu zu definieren.
Saturn im Transit durch das 4. Haus
Der Transit von Saturn durch das 4. Haus ist eine Zeit, sich auf unsere Grundbedürfnisse, an Ruhe und Dazugehörigkeit zu besinnen. In dieser Phase versuchen wir oft in der heimischen Umgebung einen Sinn für Solidarität und Ordnung zu entwickeln. Unsere Verpflichtungen gegenüber der Familie werden realer eventuell sogar drückender.
Als Wasserhaus hängt das 4. Haus eng mit unserer Gefühlslage zusammen. Daneben steht es auch für unsere Wurzeln, für unser Elternhaus und für unser heutiges häusliches Leben. Probleme mit dem Elterhaus und Konfrontation mit der Vergangenheit sind bei diesem Transit keine Seltenheit. Saturn fragt nach dem Bild und der Erwartungshaltung in Bezug auf unsere Eltern und ob wir -unbewusst- immer noch an unser Elternhaus gebunden bzw. abhängig sind. Ebenso kann es reale Probleme mit unserem heutigen häuslichen Leben geben. Oft wünschen wir uns dann einen anderen oder größeren Lebensraum. Wir verspüren eine Unzufriedenheit wegen äußere Umstände, wie zum Beispiel eine zu kleine Wohnung oder Haus, andere Möbel oder Tapeten. Tatsächlich geht es aber um unsere emotionale Geborgenheit, die nicht von der direkten häuslichen Umgebung abhängt. Saturn stellt uns die Frage, ob wir es mit uns selbst gut haben und ob wir uns wirklich in uns selbst geborgen fühlen. Es geht also darum, die Verantwortung für uns selbst und unser eigenes Leben zu übernehmen. Das Ziel dabei ist eine emotionale Selbständigkeit und innere Stabilität.
Empfinden wir die Auseinandersetzung mit den innersten Gefühlen als sehr schwierig, so ist es gut möglich, dass wir uns in die Belange des Oppositionshauses – dem 10. Haus – flüchten. Viele gesellschaftliche Verpflichtungen und Aktivitäten und ein belastetes Berufsleben kann sich auf Dauer auf das häusliche Leben unterminierend auswirken. Lernen wir aber, unsere Gefühle und das häusliche Leben zu wertschätzen, kann die gesellschaftliche Position ins rechte Verhältnis gerückt werden. Dadurch haben wir die Möglichkeit auch in der Außenwelt menschlich zu handeln und gefühlsbetonter vorzugehen. Darüber hinaus ist eben das 4. Haus die Basis für unseren Stand in der Öffentlichkeit. Hier haben wir die Ressourcen, um den Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden.
Saturn im Transit durch das 5. Haus
Der Transit Saturn durch das 5. Haus, das mit dem Löwen und mit der Sonne zusammenhängt, beeinflusst daher unseren Sinn für Freude, Spontanität und Wohlbefinden.
Saturn möchte uns nun bewusst machen, wie wir unsere Vitalität in diesem Lebensbereich anwenden: die physische und sexuelle Energie, sowie alle Formen kreativer Kraft. Er weist uns darauf hin, welche Blockierungen und Ängste unsere Energien erschöpfen oder den Ausdruck der kreativen Kräfte und die Liebesfähigkeit stören. Dieser Transit konfrontiert uns also mit unseren Ängsten und Angewohnheiten, die uns devitalisieren, im kreativen Bereich frustrieren und uns unliebenswert fühlen lassen. In dieser Zeit tendieren wie dazu, das Leben viel zu ernst zu nehmen. Saturn stellt uns hier die Frage, ob wir noch offen und erwartungsvoll dem Leben gegenüberstehen. Können wir noch unbelastet Freude empfinden? Dürfen wir einfach so sein, wie wir sind? Es ist das Kind in uns, das uns diese Eigenschaften verleiht. Der Saturn-Transit durch das 5. Haus fordert uns auf, Freude von innen heraus zu erleben und ein in sich ruhendes, von der Außenwelt unabhängiges, Selbstvertrauen zu entwickeln.
Dieser Transit ist neben dem Selbstvertrauen auch eng mit unseren inneren Zielen verknüpft. Es gilt zu überprüfen, ob unsere Ziele tatsächlich unserem inneren Bedürfnis entsprechen und ob das Selbstvertrauen auf einer in uns verankerter Basis beruht. Alle Verhaltensweisen, mit denen wir uns nach außen manifestieren, werden jetzt einer kritischen Bewertung unterzogen, sowie unsere Fähigkeit verspielt zu sein und zu genießen zu können.
Mit diesem Transit kann auch das Bedürfnis nach einem neuen Hobby geweckt werden oder wir besinnen uns wieder auf eine Aktivität, die uns früher viel Freude bereitet hat. Da es sich aber um Saturn handelt, wird es vermutlich mit Schwierigkeiten begleitet sein. Auch hier ist die Aufforderung, zu überprüfen, ob dies auch wirklich unserem eigenen Wunsch entspricht. Dann sind wir auch bereit, uns anzustrengen und Durchhaltevermögen zu entwickeln ( z.B. beim Erlernen eines Musikinstruments).
Das 5. Haus ist auch für seine Neigung bekannt, Risiken und Wagnisse einzugehen. Es ist eigentlich überflüssig zu erwähnen, während dieses Zeitraums eine realistische Haltung einzunehmen, da die Wahrscheinlichkeit zur Verantwortung gezogen zu werden recht groß ist.
Saturn im Transit durch das 6. Haus
Der Transit Saturn durch das 6. Haus ist eine Zeit der Anpassung und der Veränderung in unserem Denken, Arbeiten und Gesundheitsgewohnheiten.
Wir werden entweder durch innere oder äußere Umständen gedrängt, in vielen praktischen Lebensbereichen, besonders bei der Arbeit oder Gesundheit, organisierter und disziplinierter zu werden. Saturn drängt uns, selbstkritisch zu unterscheiden, was wichtig und was nebensächlich ist.
Diese Phase des Saturn-Zyklus befasst sich im wesentlichen mit der Selbstreinigung auf allen Ebenen. Es ist eine günstige Zeit, unsere Eßgewohnheiten (Übergewicht?) zu überprüfen, ein Fitness-Programm oder andere Gesundheitsmaßnahmen zu beginnen. Jetzige Probleme mit der Gesundheit oder am Arbeitsplatz weisen auf Änderungen der Gewohnheitsstrukturen des täglichen Lebens.
Beim Transit durch das 6. Haus stellt Saturn uns die Frage, ob wir wirklich selbst in der Vergangenheit die Entscheidungen für unsere Arbeit und Verpflichtungen getroffen haben. Je weniger diese Entscheidungen zu uns gehören, um so stärker und nachdringlicher werden wir nun aufgefordert, vergangene Nachlässigkeiten zu korrigieren. Dies gelingt uns, in dem wir uns mit unseren Fähigkeiten auseinandersetzen und überlegen, welche wir noch erlernen wollen oder sollen, um zielgerichteter zu handeln.
Mit einer positiven Vorgehensweise beim Saturn-Transit durch das 6. Haus, kennen wir unsere Fähigkeiten, aber auch unsere Grenzen; wir können uns von innen heraus motivieren und haben eine realistische Haltung im Hinblick auf äußere Umstände eingenommen.
Saturn im Transit durch das 7. Haus
Bei dem Transit von Saturn durch das 7. Haus werden gewöhnlich alle Beziehungen ernster genommen. Im Brennpunkt steht jedoch meistens die wichtigste persönliche Beziehung oder Ehe.
Wenn Saturn den DC überquert, können wir oft die Bedürfnisse, die Begrenzungen und die Pflichten unserer Freunde und Angehörigen erkennen. Falls wir eine wichtige Beziehung für selbstverständlich genommen haben oder falls wir bisher das Gefühl hatten, dass eine bestimmte Beziehung nicht ganz zu ihrem Recht kam, dann ist es jetzt möglich, die Dinge realistisch anzugehen. Wir sind nun aufgefordert, einen soliden, klar definierten Weg zu denjenigen Beziehungen zu schaffen, die einen starken Einfluss auf das alltägliche Leben und auf unsere Identität haben (Saturn Konjunktion DC = Opposition AC). Es ist durchaus möglich, dass sich nun in unserem Verhalten gegenüber nahe stehenden Menschen eine gewisse Kälte und Distanz zeigt. Es kann schon eine schwierige Zeit für Ehe oder enge Partnerschaften sein. Aber das Ausmaß hängt von der Qualität der Beziehung und der inneren Verbundenheit in den vergangenen Jahren ab.
Entgegen vielen traditionellen astrologischen Aussagen sind Scheidungen und Trennungen während dieses Transits nicht häufiger, als z.B. zur Zeit des Transits von Jupiter im 7. Haus. Der Transit von Saturn durch diesen Lebensbereich ist eine Zeit der Entscheidungen über Beziehungen und gibt uns die Fähigkeit, den Partner objektiv zu sehen. Es wird also überprüft, ob eine bestimmte Beziehung unseren Wünschen und Bedürfnissen entspricht und welche Rolle wir selbst dabei spielen. Tatsächlich kommt es häufig vor, dass Menschen gerade in dieser Zeit eine dauerhafte Beziehung eingehen.
Auch bei Arbeitsgemeinschaften und Teilhaberschaften kann das Bedürfnis entstehen ´klar Schiff´ zu machen. Hier können sich dann neue Strukturen und Verantwortlichkeiten entwickeln, die für die weitere Zusammenarbeit wichtig sind.
Ein weiterer Punkt ist, dass mit der Konjunktion des DC, Saturn seinen Weg über den Horizont beginnt und somit vom persönlichen Bereich (I. und II. Quadrant) in den öffentlichen Bereich (III. und IV. Quadrant) tritt. Dadurch ist auch unsere Teilnahme am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben angezeigt.
Saturn im Transit durch das 8. Haus
Der Transit Saturn durch das 8. Haus ist eine Zeit, in der wir viele alte Lebensstrukturen aufgeben sollen oder müssen und eine Art von Neugeburt, wenn diese Phase beendet ist.
Wir sind aufgefordert, unseren emotionalen Neigungen eine Form zu geben. Dies kann durch äußere Umstände kommen, in dem wir durch bestimmte Tatsachen oder Situationen gezwungen werden, oder durch innere Erkenntnisse im finanziellen, sexuellen, emotionalen und spirituellen Bereich. Es kommen oft Gefühle hoch, die verarbeitet werden wollen. Probleme, Ängste und Verdrängungen rücken immer näher und wenn wir versuchen ihnen zu entfliehen oder sie nicht wahrhaben wollen, kostet dies sehr viel Energie. Saturn zeigt uns wieder Dinge, die wir verdrängt haben, unverarbeitete Probleme und auf unseren eigenen Schatten so wie der anderer Menschen. Daher ist es nun sehr wichtig, den Mut zu haben, sich selbst und andere offen und ehrlich anzuschauen. Mögliche Auswirkungen können sehr komplizierte Situationen mit anderen Menschen sein. Dies hängt damit zusammen, dass wir dazu neigen, unsere inneren Probleme auf die Außenwelt zu projizieren. D.h. Dinge, die wir bei uns verdrängt haben, sehen wir verstärkt bei anderen Menschen. Daher sagt unser Ärger in Bezug auf andere viel über das eigene Unbewusste aus. Saturn konfrontiert uns bei diesem Transit auch mit unseren Projektionen. Dies bedeutet aber auch, dass die Verwicklungen in dem Maß abnehmen werden, in dem wir unsere Projektion verstehen.
Der Saturn-Transit durch das 8. Haus bringt die Chance mit sich, auf ruhige Art mit den Emotionen und ihrer Verarbeitung umzugehen, einschließlich neue Perspektiven zu entwickeln. Wir können unsere eigene emotionale Unabhängigkeit finden und uns unmerklich und unbewusst zu einer stabileren Persönlichkeit entwickeln.
Viele Menschen erleben diesen Lebensabschnitt als eine schwere Zeit, dessen Ursache schwierig zu ergründen ist. Nun sind wir aufgefordert, den letzten Dingen des Lebens gegenüberzutreten – den Kernerfahrungen, die oft ignoriert oder vernachlässigt werden. Es ist eine Zeit, der unerbittlichen Tatsache des Todes realistischer ins Auge zu sehen; für dieses Thema sind wir nun sensibler. Dieser Transit kann uns zum Nachdenken anregen, was Leben und Tod wirklich bedeuten. Gerade durch die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens kann sich die Überzeugung durchsetzen, dass man leben will und alles was möglich ist, aus diesem Leben herausholen möchte. Durch diese freigesetzte Dynamik kann das Leben einen neuen, tieferen Sinn erhalten, den wir von unserem eigenen Inneren ableiten.
Saturn im Transit durch das 9. Haus
Das 9. Haus ist das Haus, in dem wir unsere Meinung und unsere eigene Betrachtungsweise bilden und in dem wir die Fakten und Erscheinungen in unserer Umgebung zu einer Synthese bringen können.
Dabei spielt es keine Rolle, ob wir durch ein Universitätsstudium, durch individuelles Selbststudium, durch den Besuch von Gottesdiensten oder Reisen unseren Horizont erweitern. Wichtig ist, dass wir die Dinge in einem größeren Zusammenhang sehen.
Beim Transit von Saturn durch dieses Haus kann sich nun unsere Sichtweise verengen und eine Gefühl von Sinnlosigkeit kann sich einstellen. Die große Chance besteht jedoch darin, zu erkennen, dass jeder Mensch einzigartig ist und sein eigenes unentbehrliches Stück zur Evolution des Kosmos beiträgt.
Bei allem ist die Kernfrage, ob die Betrachtungsweise, die wir vertreten, von innen kommt oder ob sie uns eingeredet und unbedacht von anderen übernommen wurde. Dies kann sich, zum Beispiel, für die Entscheidung eines bestimmten Studiengangs oder auch auf Politik, gesellschaftlichen Strömungen oder Glaubensgemeinschaften beziehen. Wie empfänglich sind wir für die Anerkennung von außen, die Meinungen anderer zu verkünden oder einfach eine bestimmte Meinung zu vertreten, mit der man andere mitreißen will? Dann geht es nicht so sehr um den Inhalt, sondern eher darum, dass man mit seinen Äußerungen möglichst positive Aufmerksamkeit erhält.
Das 9. Haus wird in der Astrologie traditionell auch mit Weite, Ausdehnung und Ausland in Verbindung gebracht. Gut möglich, dass wir bei diesem Transit das Bedürfnis verspüren, durch die Welt zu reisen, um eine weitere Perspektive vom Leben zu erlangen. Ebenso kann das Ausland zu einem Symbol für einen Neuanfang werden. Bei den Vorbereitungen müssen wahrscheinlich einige Rückschläge überwunden werden und das ´gelobte Land´ kann sich als Enttäuschung erweisen, da wir dort mit den gleichen Situationen konfrontiert werden, die ursächlich für das Verlassen des Vaterlandes waren. Wenn wir unsere Wünsche, Ziele und Visionen im Ausland realisieren möchten, so ist es unabdingbar im Hier und Jetzt unsere Probleme anzugehen und zu überwinden.
Der Transit Saturn durch diesen Lebensbereich verweist auch auf eine Zeit, in der wir unseren Glauben erforschen und sich mit ihm auseinandersetzen sollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies nun zu einer Philosophie, einer Religion oder zu sozialen Themen führt. Saturn kann uns zwingen, neue Fakten zu finden, auf deren Basis man mit Menschen sprechen und nach neuen Eindrücken Ausschau halten kann (Opposition 3. Haus). Dieser Glauben wird uns anschließend als Ideal dienen, das unser Leben leitet.
Letztendlich fordert Saturn uns heraus, umfassende Ideale und tiefen Glauben in den Sinn des Leben zu setzen.
Saturn im Transit durch das 10. Haus
Der Transit Saturn über das MC und Eintritt in das 10. Haus stellt unsere Rolle in der Gesellschaft, unsere Autorität und unsere Berufung (auch Karriere) in den Mittelpunkt. Saturn konfrontiert uns nun mit unserer Identität, mit der wir uns der Gesellschaft repräsentieren. Er stellt unsere erworbene Position und unsere Abhängigkeit von Leistungen und gesellschaftliche Verhältnisse in Frage.
Kein anderes Haus fragt uns so deutlich danach, wer wir sind, wo unsere Grenzen und Möglichkeiten liegen und wo wir uns selbst, andere oder die Gesellschaft im allgemeinen Einschränkungen auferlegen. Das 10. Haus ist unsere Manifestation in der Gesellschaft und spiegelt auch den Eindruck wider, den wir auf andere Menschen machen. Eine wichtige Rolle bei unserer Haltung nach außen spielen die Selbständigkeit und die Verbundenheit, die man während des Lauf Saturn durch die kardinalen Häuser (Haus 1, Haus 4, Haus 7) erwerben konnte. Im 10. Haus, das letzte kardinale Haus, wird Saturn überprüfen, was wir in den vorherigen kardinalen Häusern lernen konnten. Verfügen wir über eine klare und starke Ausstrahlung ( Haus 1) und trauen wir uns, wir selbst zu sein? Kümmern wir uns um unser ´inneres Kind´ und nehmen unsere Gefühle ernst ( Haus 4) ? Machen wir unsere Identität an unserem Partner oder Kollegen fest (Haus 7)? Diese oder ähnliche Themenkomplexe haben natürlich Auswirkungen auf unsere natürliche Autorität und nicht zuletzt auf unseren Beruf und gesellschaftlichen Status. Manchmal kann man die Angelegenheiten des 10. Hauses in diesem Zeitraum als frustrierend erleben, oder gar als eine Phase der Angst. Vielleicht wird man im beruflichen oder gesellschaftlichen Bereich mit unangenehmen Aufgaben belastet, denen wir uns nur schwer gewachsen fühlen. Eventuell wird unser Umgang mit Autoritäten, wie zum Beispiel mit dem Vorgesetzten, Chef oder bestimmten Behörden überprüft. Dies ist dann primär der Fall, wenn der Beruf, den man sich aufgebaut hat oder das Auftreten in der Öffentlichkeit, nicht unserer wahren Natur entspricht. Es mag schwierig sein, diesen Dingen gegenüberzutreten; aber es ist ein notwendiger Schritt der Erkenntnis, wenn wir einen sicheren und realistischen Platz in der Gesellschaft schaffen wollen, den wir voller Integrität und Verantwortung tragen. Saturn fordert auf, innerhalb bestimmter Strukturen und Regeln, unsere bestimmten Aufgaben zu übernehmen und damit unseren Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Im 10. Haus bringt er eine gereifte Persönlichkeit hervor, die ihre Grenzen kennt und authentisch und stabil in der Öffentlichkeit auftritt.
Saturn im Transit durch das 11. Haus
Das 11. Haus steht in der Astrologie für den Kontakt zu Gleichgesinnten, Gleichdenkenden und Geistesverwandten – also für Menschen, die für uns wichtig sind, ohne gleich an Partnerschaften zu denken.
Hier werden wir auch mit unterschiedlichen Auffassungen und Ideen anderer Menschen konfrontiert. Dieser Lebensbereich wird auch ´das Haus der Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte´ genannt. Dabei geht es speziell um jene Wünsche, die im Kontakt zu Menschen entstehen, die in unserer Umgebung wichtig sind.
Durch den Transit von Saturn durch dieses Haus werden diese Freundeskreise überprüft. Freundschaften können sich jetzt verändern oder werden neu bewertet, einige können sich auflösen und andere neu geschlossen werden. Probleme mit Freunden, Parteigenossen, Clubmitglieder etc. sind möglich. Saturn fragt nach, ob diese Menschen noch zu unseren heutigen Bedürfnisse passen oder ob sich diese im Laufe der Jahre verändert haben. Er macht auf unsere Abhängigkeiten von Freunden und Gruppen aufmerksam und überprüft unser inneres Zugehörigkeitsgefühl.
Mit dem Transit von Saturn durch das 11. Haus kann man einerseits ein stärkeres Bedürfnis nach Alleinsein empfinden oder andererseits auch die Erkenntnis erlangen, wie wichtig Freundschaften sind. Er bringt uns die Möglichkeit, unsere innere Selbständigkeit auszubauen und gleichzeitig große Verbundenheit mit anderen zu erleben; also auf eine erwachsene Art und Weise mit Menschen umzugehen. Dadurch ist möglich, intensiv und aufrichtig Teil einer Gruppe zu sein, in der wir und andere gleichberechtigt sind.
Ein mögliche Gefahr bei diesem Transit besteht nun darin, falsche Freundschaften zu knüpfen. Es können Probleme aufgrund von Projektionen oder forderndes bzw. zurückweisendes Verhalten auf uns zu kommen. Die Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen und Fehlinterpretation des Verhaltens ist größer. Auch geht es darum, zu akzeptieren, dass sich Freundschaften verändern und dass dies ein Teil der natürlichen Veränderungsprozesse ist.
Das 11. Haus ist wahrscheinlich das am stärksten zukunftsorientierte aller Häuser. Daher zeigt dieser Transit auch eine Zeit an, dass man erkennt, was wir in Zukunft noch tun sollen, besonders im Hinblick auf andere Menschen und die Gesellschaft als Ganzes. Ebenso sollen wir über unsere eigenen persönlichen Ziele nachdenken. Es ist eine Zeit unsere eigenen Wünsche und Hoffnungen zu definieren, sowohl für uns, als auch für unsere Mitmenschen. Es ist eine Zeit, anderen weiterzugeben, was man während der Saturn-Transite durch die vorhergehenden Häuser gelernt und an Wissen erworben hat.
Saturn im Transit durch das 12. Haus
Der Transit von Saturn durch diesen Lebensbereich bedeutet eine Phase, in der wir den Resultaten all der Gedanken, der Taten, der Wünsche und der Aktivitäten begegnen, mit denen wir uns während des Saturn-Zyklus durch die anderen Häuser beschäftigt haben.
Nun ist möglich, dass bestimmte Werte, Prioritäten, Aktivitäten und Glauben, die unserem Leben und Richtung geben oder gegeben haben, beginnen sich aufzulösen. Saturn fordert uns auf, neue Werte und verfeinerte Einstellungen zum Leben zu bilden und sie zu festigen. Daher ist eine Zeit, unsere Ideale und geistige Orientierung zu definieren. Viele Menschen versuchen nun, neue Wege zum Leben zu finden, nachdem alte Bindungen abgelegt wurden, die sich als ziemlich leer erwiesen haben.
Es ist also eine Zeit, die transzendenten Dimensionen des Lebens zu klären, die die innerste Quelle der Kraft bilden, die uns in diesem Leben helfen.
Das 12. Haus wird auch traditionell das Haus der Isolation genannt. Daher ist es bei dem Transit von Saturn irgendeine Art von physischer Isolation recht häufig. Es kann das Gefühl eines emotionalen Alleinseins, isoliert von der äußeren Welt, die fern und unwirklich erscheint, aufkommen. Saturn fordert uns auf, uns nach innen zu wenden, um unsere Quellen der emotionalen und spirituellen Kraft zu spüren. Es ist eine gute Zeit für spirituelle und mystische Themen. Viele Menschen fühlen sich jetzt auch zur Musik, zur Poesie oder zur Malerei hingezogen. Ihre Gefühle entziehen sich nun logischer oder rationaler Begriffe und können besonders gut in Bilder, Schwingungen oder Intuitionen ausgedrückt werden. Auch das Arbeiten mit Bildern in Form von Träumen, Phantasien, Visionen und Symbolen gehört zum 12. Haus. In diesem Lebensabschnitt können ebenso humanitäre Aktivitäten und Dienstleistungen ein Mittel sein, im eigenen Leben einen Wert zu finden.
Das Alte wird in dieser Zeit aufgelöst, um für die Geburt einer neuen Lebensorientierung und einer neuen Lebensstruktur Platz zu schaffen. Schwierig kann es sein, weil es eine Periode des Wartens, des Träumens und der Erforschung des Inneren ist, während der Mensch keine fest Grenzen und keine soliden Stützen hat, an die er sich halten kann. Kann man jedoch innere Stärke aus der Erkenntnis gewinnen, dass ein ganz neues Ich geschaffen wird - frei von vielen nutzlosen Belastungen – dann können wir leichter und glücklicher werden und unser Dasein in Verbundenheit mit der Natur, dem Leben und dem Kosmos erleben. Hier geht es um das Vertrauen in das Leben an sich.
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Mit Ende des 12. Hauses und dem weiteren Übergang Saturn über dem AC schließt sich der Kreis und ein neuer Zyklus beginnt auf einer anderen Ebene. Die Saturn-Zyklen liefern den Menschen ein besonders vollständiges und nützliches Symbol des Wachstums, der Leistung und des Reifens der Persönlichkeit.
Saturn - Konjunktionen
- Winkel: 0°
- Qualität: Einheit
Die Konjunktion beschreibt einen Winkel von 0 Grad, d. h. die Planeten stehen hintereinander. Bei diesem Aspekt bündeln sich die Kräfte der Planeten und zeigen in die selbe Richtung. Meistens ist die Konjunktion ein günstiger Aspekt, der auf ein harmonisches Zusammenspiel der Planeten hindeutet. Jedoch kann es in manchen Fällen zu negativen Effekten kommen. Ein gutes Beispiel ist die Konjunktion Venus-Uranus, die auf Desorientierung, Wankelmütigkeit und Untreue bei Liebesbeziehungen hinweist.
Unten aufgeführte Texte wurden von Sebastian John verfasst. - www.kritischeastrologie.de
AC-Saturn
Anbeginn und Ende symbolisch vereint, in der Verbindung des aufsteigenden Zeichens mit Saturn. Es markieren den saturninen Typus ein objektivierter Blick auf die Welt, Selbstkontrolle, Selbstbeherrschung, Ernst im Antritt, Autorität oft von defätistischer Note. Insgesamt reduktive Tendenz, klares Profil, fallweise gezeichnet von der Schwere übernommener Pflicht, den Archteypus, wie er sich im Aszendenten bezeigt, insofern modulierend. Ausdruckshemmend, wenn Zeichencharakter und Prinzip deutlich auseinanderfallen, gleichsam unverwundenes Familienerbe, Konvention oder anderweitig erworbene Mängel personaler Entfaltung gegenstehen.
Im Missverhältnis des aufsteigenden Zeichens mit Saturn liegt gespannter Ausdruck, das irgendwie aus Verschränkung erwachsende Problem, sich in unbeschwerten Austausch mit der Welt zu begeben. Dies begründet in mangelndem Vertrauen in die Eigenperson, überschattet aus unverwundenem Familienerbe, erlebtem Verzicht oder anderweitig erworbener Mängel. Entgleitet die Kraft, dann im Ausdruck ernst, schwer, fatalistisch. Immer sind Hemmnisse zu überwinden. Die Feldstellung Saturns deutet, woran Vertrauen, Selbstvertrauen sich knüpft. Abschließlich nur zu bewerten im Hinblick auf die Gesamtkonstellation.
Jupiter-Saturn
In Jupiter und Saturn, vereint einst zum »Stern von Bethlehem«, kommen Expansion und Konzentration ins Verhältnis. Zwei divergente Kräfte, die leicht blockieren, sich leicht zu ergänzen vermögen. Zur Frage formt sich, inwieweit Erfahrung und Sicherung, die Hinwendung zum Bestmöglichen, expansive Entfaltung fördern oder hemmen, gleichsam in Gegenrichtung, der fertile Einbau von Sachkenntnis, diese als Basis des erfolgreichen Werdegangs insgesamt, Prosperität und Leistung, Glück und seine Weichenstellung. Überwiegt das Saturnine, dann die bedenkenvolle Erdenschwere, die jeden Aufschwung über die gewohnten Verhältnisse im Keim erstickt. Im Fehlgehen des Jovialen, subtraktiv, die problematische Seite des Über-Ichs, die falschen Entscheidungen, manchmal exzesshaft im Maß, jenseits von gut und böse, Autoritätskonflikte und dergleichen. Produktivität will sinnvoll eingebunden, nicht alleine Selbstzweck sein. Bei manchem ist Erfolg gekoppelt an Mühsal, warten müssen, nicht immer warten können, doch im Ertrag um so verlässlicher, dies der »Vorwärtsdrang ohne Übereilung, aufbauende Tendenz, Vollendung bis zum letzten«. In beiden Kräften liegt Zeitwert, gedeihen in Reife, die Vereinbarung von Wirklichkeit und Idealforderung, womit das Spannungsfeld benannt, in dem der Einzelne sich zu bewähren hat. Im problematischen Falle dringt nur solche Erfahrung vor, welche die zuhandenen Anschauungen stützt, der Mensch kommt sich in Empirie und Urteil selbst entgegen, unabrückbar in der gewonnenen Sicht auf die Welt, seltener der umgekehrte Fall, wo empfundenes Recht evidenten Tatsachen widerstrebt, Gewissheit dann nicht frei von Skrupel, nie sicher im Urteil. Worauf die Anlage fällt, der Einbau in die Gesamtkonstellation, entscheidet schließlich.
Mit Jupiter und Saturn im dissonanten Aspekt verfehlen Expansion und Konzentration, zwei ohnedies divergente Kräfte, deren Verhältnis sich zur Frage formt, inwieweit Erfahrung und Sicherung, die Hinwendung zum Bestmöglichen, expansive Entfaltung hemmen, gleichsam in Gegenrichtung, der fertile Einbau von Sachkenntnis, diese als Basis des erfolgreichen Werdegangs insgesamt, Prosperität und Leistung, Glück und seine Weichenstellung. Überwiegt das Saturnine, dann die bedenkenvolle Erdenschwere, die jeden Aufschwung über die gewohnten Verhältnisse im Keim erstickt, erworbene Hindernisse, gesellschaftlicher oder ererbter Art, widrige Härten und Schicksalsschläge, das Fehlende Fruchtbringen der Bemühungen, die latente Unzufriedenheit mit dem Erreichten, kompensativ dann Ansporn zur Bewältigung, manchmal übersteigert in »krampfhaftes Geltungsstreben«, »Schwanken zwischen den Extremen hemmender Skrupelhaftigkeit und Anstoß erregender Bedenkenlosigkeit«. Im Fehlgehen des Jovialen, subtraktiv, die problematische Seite des Über-Ichs, die falschen Entscheidungen, manchmal exzesshaft im Maß, jenseits von gut und böse, Autoritätskonflikte und dergleichen. In beiden Kräften liegt Zeitwert, gedeihen in Reife, die Vereinbarung von Wirklichkeit und Idealforderung, womit das Spannungsfeld benannt, in dem der Einzelne sich zu bewähren hat. Im problematischen Falle, wo empfundenes Recht evidenten Tatsachen widerstrebt, Gewissheit, nicht frei von Skrupel, nie sicher im Urteil. Auf der anderen Seite solche, die sich und andere zum Glück zu zwingen meinen, gefährlich dann im Pathologischen. Produktivität, dies zu erlernen, will sinnvoll eingebunden, nicht alleine Selbstzweck sein. Der Weg zur vollendeten Ausbildung von Fertigkeiten bleibt mühsam. Entwicklungshöhe beweist sich an der Bewältigung.
Mars-Saturn
Im Zusammenstand von Mars und Saturn, »verderblichen Gewalten«, »Malefici« dem mediavalen Volksglauben nach, eröffnet sich das Verhältnis von »Energie und Widerstand«, Kraft und Kontrolle, im »Aspekt der harten Aufgaben, worin der Trieb und Drang mit inneren Hemmungen, äußeren Widerständen zu rechnen hat«; Pflicht und Durchführung, die Lage von Einsatz und Erfahrung, autoritatives Wirken oder die Anlehnung daran. Martialisches verliert an Unbändigkeit, wird gleichsam nachhaltiger im Einsatz, kalkuliert in der Kraftausgabe, ausdauernd »bis zu den letzten Folgen«. Insgesamt eine Tendenz zu größerer Gründlichkeit, manchmal gnadenlos in der Orientierung an Plan und Tatsache, die keine Ausnahme von der Regel erlaubt, hierin aber maßgeblich bestimmt vom Einbau in die Gesamtkonstellation. Verträglicher, die schlichte Selbstbeherrschung, konzentrierter Einsatz mit Ernst für die Aufgabe. Die astrologische Tradition bescheinigt Stärke in Recht und Unrecht, Erhebung des Geborenen gleichermaßen. Niveau spielt nun deutlich hinein: Bei manchem gerät Aggression zum kalkulierten Risiko, entwickelt zum bloßen Instrument der Zielverwirklichung, im problematische Falle, der Prävalenz des Saturninen, stehen Bedenken übermächtig vor der Tat, Gewissen, Anerzogenes, bisweilen Hürden gesellschaftlicher Art, werden zu Prüfsteinen persönlicher Entwicklung. In den meisten Fällen und unabhängig von der Ebene der Verwirklichung bleibt der »harte Arbeiter« für seine Sache, Kraft, die in Leistung überführt, in fester Form gebannt sein will.
Es werfen sich Tatsachen »feindlich und aufhaltend gegen spontane Zielsetzungen«, Durchsatz kämpft gegen innere wie äußere Hindernisse, mancher rennt buchstäblich gegen Wände, seien sie gesellschaftlicher, zwischenmenschlicher oder in Sachzwängen begründeter Art. Manchmal ist es der Kampf gegen herrschende Ordnung, auferlegte Pflicht, dann der Kampf gegen eigene Blockaden, »die Bewältigung von Schuldproblemen, freiwillige Verzichtleistungen, bei entsprechendem Erbe das Fertigwerdenmüssen mit einem körperlichen Mangel« - Saturns Feldstellung gibt die Richtung vor. In der Prävalenz des Saturninen stehen Bedenken übermächtig vor der Tat, Selbstbehauptung verliert an Nachhaltigkeit und Ausdauer, produziert auch solche Naturen, wo der Leistungsimpuls bereits im Keim erstickt, zurückgehaltene Aggressionen, vereinzelt somatisierend in Hemmungen des Sexualtriebs. Insgesamt problematische Physis, irgendwie gesperrte Energien, doch kompensierbar durch den unbedingten Willen zur Leistung und Selbstbehauptung. Ist entsprechende Schöpfungshöhe gegeben, dann die Spannung im Werk sublimiert. Mancher sucht sich Stellvertreter, an seiner Statt zu kämpfen.
MC-Saturn
Grundsatz und Schicksalserfahrung inthronisiert, Ehrgeiz treibt zur Meisterschaft, wider Mühsal und Entbehrung. Ein Tatsachen- und Konstruktionsstreben, so die Entwicklungshöhe gegeben ist, verlagert von personalen Zielen auf solche, die Übergeordnetem dienen, in Vollendung, formuliertes Gesetz. Je nach Zeichenlage gleichwohl auch hinderliche Umstände des Werdegangs, erdrückende Verhältnisse. Der Aspekt ist im Erleben deutlich Frage der Perspektive. Beiderseits verlangt Erfolg das frühe Bekenntnis zur Verantwortung und Selbstdisziplin, vor der Subjektives zurücktritt.
Personale Ziele und öffentlicher Auftrag mögen sich verfehlen. Erfolg verlangt das frühe Bekenntnis zu Verantwortung und Selbstdisziplin. Nicht immer ein tragischer Aspekt, denn mancher findet gerade in jener öffentlichen Rolle die Befreiung lähmender Verhältnissen von Herkunft und Familienerbe. Zurück bleibt bei den meisten schlechtes Gewissen, nicht genug zu leisten, doch dies durchaus von antreibendem Charakter.
Merkur-Saturn
Empirie bespiegelt in Tradition, als verwandte Kräfte der saturnalen Reihe fügen sich »Verstand und Erfahrung«, Begriff und Integration zumeist fördernd ineinander. Das Merkuriale verliert an Flüchtigkeit, das Saturnine »geistig durchlichteter«, gewinnt an Schwung. Die Synthese drängt zur Realitätsbewältigung vor dem Hintergrund erhärteter Gewissheiten, in Vollendung, der Formulierung des Zeitlosen, freilich abhängig von gegebenem Niveau und Zeichen der Zusammenkunft. Meist großer Sachverstand auf selbstgewähltem Felde, nüchtern Erkenntnisse verwaltend und zur Anwendung bringend, darin Meister ihres Fachs, hervorragende Denker, Logiker, »Arbeiter des Geistes«. »Formale Talente, Zahlen-, Sprachen- und Paragraphengedächtnis, statistisch vorgehendes oder mathematisches Denken«. Die Grenze zwischen konstruktiver Regelstrenge allerdings verläuft bisweilen eng zur Selbstblockade, im problematischen Falle umständlich gegen alles Unbewiesene, auch Unbeweisbare; ein am Boden der Tatsachen verhaftetes Denken mit Gefahr der Verhärtung, zunehmend im Alter. Latente Kritik überwacht die Verstandestätigkeit, im Einzelfall von mehr expressiver, mehr introversiver Natur, sich entäußernd als Tadel an die Um- oder Innenwelt, gelegentlich auch vereinseitigt in Pedantismus. Gemeinhin erschließt sich Neues eher zögerlich, aversiv gegen Halbwissen und begriffliche Unschärfe, schließlich aber sicher im Urteil. Diese Paarung in Kombination mit weniger rational oder subjektiv bestimmten Zeichen mag Paradoxien hervortreiben, dann als der gestrengen Eigenlogik, die nur dem Betroffenen selbst sich erschließt.
Zurück bleiben Nachdenkliche, oft »problematische Denker«, folgt späte Reife und Ausformung geistigen Potenzials, ganz gleich von welcher Höhe die Anlage. »Logik und Systematik entwickeln sich unabhängiger vom Wirklichkeitssinn, manchmal zum Vorzug der theoretischen Intelligenz, manchmal zum Schaden des sachangepassten Verhaltens«. Gemeinhin kritische Tendenz, unsicher in der Erschließung von Neuem oder aber umschlagend in irrationale Indifferenz, Anhäufung von Halbwissen. Der Aspekt rührt an Realitätsbewältigung vor dem Hintergrund erhärteter Gewissheiten, der eigenen Stellungnahme zur Wirklichkeit. Die dominante Kraft der Konstellation, ihr Zeichen und ihre Aspektierung, geben die Richtung vor. Mal selbstbestimmter Bruch mit tradierten Anschauungen, Denkgewohnheiten, Geboten, die der Mensch nicht nachvollziehen will oder kann, mal die Umkehr in das Gegenteil. Bei manchem die latente Angst, »etwas Falsches zu sagen«, sich ausformend in Überpräzision.
Mond-Saturn
Mond und Saturn im Aspekt verbinden »Erwartung und Tatsache«, Subjekt und Objekt, Einstimmung und Abgrenzung. »Im zeitlichen Ablauf kommen jugendliche Unbefangenheit und Lebenshunger in Verhältnis zu Alterserfahrung und konzentrierter Wirklichkeit. Es soll die Flüchtigkeit der Launen und Stimmungen verknüpft werden mit unzerstörbaren Wahrheiten«, eigentlich Naivität vereinbart mit Erfahrung. In Ausprägung abhängig vom Zeichen der Zusammenkunft überwiegt der Habit des Ernsthaften, das Eigenklima dominiert von Erdenschwere, Verhärtungen, irgendwie latente Schuldigkeit, im entstellten Fall bis hin zur Selbst-Ablehnung, alsdann herabgestimmtes Temperament. Es steht die Ausbildung seelischer Eigenart unter Inspektion von Familienerbe, Öffentlichkeit oder Bezugsperson, bedeutet in der Feldstellung. Oft frühe Verantwortung, auferlegt oder selbst gewählt, Momente des Verzichts, wo andere ausgelassen, sorgenvoll, wo andere unbekümmert waren, sicherheitsbedürftig, nachdenklich, manchmal gehemmt. Im Allgemeinen eher gefühlsarm, jedenfalls Unsicherheiten, was Gefühl und Bekundung betrifft, wenngleich ansprechbar durch Wesentliches, ausgeprägt haftend an Vergangenem. Das freie Spiel der Phantasie, »Wünsche in Übereinstimmung zu bringen mit den Bedingungen des wirklichen Seins«, ist die Herausforderung der Konjunktion. Gefahr liegt im »Absterben« der Empfindsamkeit, in unbarmherziger Härte zu sich und anderen, oder seltener, etwa im Zeichen Cancer, im verwirrenden Ineinandergreifen von Stimmung und Wirklichkeit, die forcierte Synthese divergierender Prinzipien, »Es« und »Über-Ich«.
Neptun-Saturn
Elastizität, sinnfällig Leitmotiv der Synthese von Neptun und Saturn. Es geraten in Verhältnis »Wirklichkeit und Phantasie« , über Herkommen hinaus Erkenntnisse größeren Zusammenhangs, Glaube und Wissen, manchmal nur das richtige Gespür wo oder wonach zu suchen, im besten Falle angereiht an Empirie, dann die in Gegenwart überführte Utopie. »Irgendwie ist es ›bauende Illusion‹. Das Saturnische selbst verliert an Schärfe, Neptunischem erlaubt, so es das Prinzip selbst nicht am Boden der Tatsachen hält, zumindest die Referenz darauf. Es spiegelt sich das Verhältnis von »Einbildungskraft und Tatsachen« , im schwierigen Falle greift eines störend in das andere, darauf Selbsttäuschung, Heimlichkeiten, Kartenhäuser. Verschiedentlich ein irgendwie biegsames Gewissen, mal vergebend, mal streng aus falschen Schlüssen bei dem, der Ahnung und Tatsache durcheinanderwirft, auch missverstandene Tradition, »das Entlegendste mit Scheinbegründungen zu verfechten« , die Zeichenstellung spielt hinein. Der Aspekt stellt vor »Inspiration und Wirklichkeitskontrolle« , im Zusammenstand vorgezeichnet oft ein Prozess, bei dem innere Struktur gegen Auflösungserscheinungen zu kämpfen hat, bevor Konstruiertes nämlich auf festem Fundament erwachsen kann.
Sonne-Saturn
Sonne und Saturn, vereint im Spannungsbogen von Sein und Nicht-Sein, Odem und Verneinung, Wille und Zweifel. Selbstsicherheit wurzelt in Tradition und Tatsachentreue, Eigenwert erweist sich in der mustergültigen Bewältigung selbst auferlegter oder angetragener Pflicht, der erworbenen Meisterschaft und Autorität hierin. Im allgemeinen bedingt die Konstellation Dauerhaftigkeit und Selbstbeherrschung. Es vollzieht sich eine Variation zu Gunsten größerer Ernsthaftigkeit, Strenge, meist verbunden mit Skepsis gegenüber allen Subjektiva. In Abhängigkeit vom Grundtypus wachsen Disziplin und Selbstorganisation. Der Daseinswille tritt in Verhältnis zu formellen Ansprüchen von Gemeinschaft, Herkunft und geltender Norm. Aufbau und Sicherung der Existenz werden einander zur Bedingung. Je nach Zeichen der Zusammenkunft produziert die Konstellation Dualismen, gerade in den antonymen Zeichen Cancer oder Pisces. Dominiert die hemmende Seite Saturns, dann Bedenkenschwere, Fatalismus, irgendwie schlechtes Gewissen, genussfeindliche Abstinenz in Vereinseitigung.
»Im guten Fall zähe Lebenskraft, deren Widerstandsfestigkeit und Ausdauer sich manchmal erst im Unglück oder im Alter beweist«.
Antriebshemmend, besonders in frühen Jahren, gerät Saturn zum Prüfstein persönlicher Entwicklung und gibt die Richtung vor. Innere Unsicherheit manifestiert sich bei manchem in latenter Daseinsangst. Die Selbstverwirklichung kämpft mit den widrigen Umständen eigener wie äußerer Hemmnisse, gerät leicht in Konflikt mit geltendem Meinungsdurchschnitt und Konvention. Endogene Spannung mag letztlich zur Meisterschaft auf selbstgewähltem Felde treiben, wenn empfundenes Schicksal aus Herkunft, Erbe, Lebensumstand, gesundheitlichen oder sonstigen Verzichts überwunden ist. Größe erweist sich hier an der Weigerung, die Hoffnung zu verlieren, Reife an der Erkenntnis eigener Verantwortung für Erfolg und Niederlage.
»Die Freiheit der Impulse hat sich mit einer stummen Gegenrechnung zwangsläufiger Bedingtheiten, oft unliebsamer Konsequenzen der eigenen Vergangenheit, aufgedrungener einstiger Parteinahme oder der Familientradition auseinanderzusetzen. Oft ist es unerklärliches ›Pech-Haben‹, Zu-spät-Kommen, Gelegenheiten-Verpassen«.
Immer sind Daseinsfreude, Daseinsernst nur schwer vereinbar. Der Lebenslust folgt die Enttäuschung, der Leichtigkeit des Seins die Erdenschwere, sei es in Form von Schuld und Strafe, von Zwang, Mühsal oder Melancholie. Gelegentlich treibt das Bedürfnis nach Sicherheit in die Anlehnung an fremde Autorität und Meinung. Freiheit und Zwangslauf blicken sich an. Es ist, als Schwinge das Daseinspendel mal für das eine, dann für das andere Extrem.
Uranus-Saturn
Integration und Fortschritt eröffnen sich in der Synthese von Saturn und Uranus, Struktur und Abständigkeit davon, »Tradition und Neugestalt«, im Phänomen oft divergent zwischen realpraktisch sichernder Tendenz und ihr enthoben, die Idealforderung, im Einzelnen verlagert auf die Spannung zwischen Pflicht und Freiheit. Allgemein gewinnt Saturnines an Überblick, Uranisches an Konsequenz und Führung, dann nicht mehr Bewegung um der Bewegung willen sondern System, eingepasst in Ursache und Wirkung. Gelingt dies Zusammengehen, mag Richtungswandel folgen, weniger scharf als unter konstruktivem Einbau des Bewährten, gelingt es nicht, dann Widerstand zwischen Idee und Konvention, Veränderungsimpulse wider besseren Gewissens, Bedenken zum latenten »Klotz am Bein«, bei anderen die Voreiligkeiten, denen doch verbissen angehangen wird. Zeichenstellung und Gesamtkonstellation prägen deutlich mit. Was im Aspekt sich bezeigt ist der Übergang von Tradition in Moderne, ihr angereiht und entgegenstehend all die zu erwartenden Probleme. Dies innerlich Auszutragen, mehr noch den Prozess als sein Ergebnis, davor eigentlich stellt die Konstellation, schließlich festen Standpunkt zu gewinnen.
Venus-Saturn
Venus und Saturn im Aspekt bilden das Verhältnis von Reiz und Integration, Einstimmung und Abgrenzung, »der ästhetische Genuss einer Sache und die Auskristallisation der Erfahrung daran«. Im Austausch der Kräfte verliert das Saturnine an zeitloser Sachlichkeit, das venerische profitiert von der inneren Linie, die im günstige Falle der Bewusstwerdung eigener Bedürfnisse dient. Wir haben es mit der objektivierten Reizempfindung auf der einen, der resonant wunschdurchformten Wirklichkeit auf der anderen Seite zu tun, gemeinhin der Entpersönlichung des Empfindungslebens, der Personifizierung der Lebensgesetze, wobei das Zeichen der Zusammenkunft die Proportion bestimmt. In den meisten Fällen irgendeine Selbstbeschränkung des Sinnlichen, von außen betrachtet, Arbeit vor Vergnügen, eine nüchterne Abstinenz, wenngleich der Verzicht selbst vielfach an Lustempfinden gekoppelt sein mag. Partnerschaft und Sozialverhalten erweisen sich, immer unter Referenz auf die Gesamtkonstellation, scheu in der Erschließung, »Schwerfälligkeiten, auch Ungeschick im Umgang sowie aussetzende Reizempfänglichkeit. Daneben ernste und unbedingte Hingabe, sofern eine Identifizierung mit Person oder Sache eintritt«. Sich anderen zu öffnen, Nähe einzugehen, bedarf zumeist irgendwelcher Sicherheiten, weshalb Geselligkeit deutlich mit dem Grade der Vertrautheit wächst. Im problematischen Falle Naturen, die ein kompliziertes Verhältnis zur eigenen Sinnlichkeit entwickeln, wo der Hingabe an Mensch oder Sache stets das schlechte Gewissen folgt, auch solche, die empfundene Ablehnung mit Leistung und dem Streben nach Anerkennung darin kompensieren, nicht um ihretwillen, sondern der Sache wegen geliebt zu sein. Insgesamt bleibt »ein schwerblütiger Zug, melancholischer Grundton der Empfindungen«, die Klassik spricht von verhinderter Heirat, worin die problematische Natur Saturns bereits anklingt, sie liegt in Abwehr und Verzögerung, in Unterdrückung des Venerischen.
Pluto-Saturn
Im Messbild Epizentrum, wenn Integration und Energie zusammengehen, geballtes Potenzial, das beherrscht, dann wirksam überführt sein will. Plutonisches und chronisches greifen ineinander zur Synthese als der entschleunigten wie unaufhaltsamen Metamorphose. Im Aspekt liegt des Einzelnen Anteil an Massenschicksal und Erosion sozialer, wie kultureller Neuordnung, Schicksal im Rückhalt an etwas, das selbst im Wandlungsprozess begriffen, darin von ungewissem Ausgang ist. Wir erleben kulminierend die Kontrolle des Unbändigen – den Versuch jedenfalls - Gewalten wie Mühlsteine, dazwischen liegt Verhängnis. Auf personaler Ebene die Verbindung von Standpunkt und Intensität, sich fortbildend in der bedingungslosen Tiefe erworbener Anschauungen, nur umfassend wandelbar. Ist entsprechende Anlage gegeben, dann der Vortrieb in Machtpositionen und dergleichen, ein jeder auf eigenem Niveau, im entgegengesetzten Falle der Einzelne im Angesicht der Übermacht, ihr ausgeliefert



