Szeneberichte
Das Peter-Robert-König-Phänomen Reloaded!
Teil 2: Zustandsbeschreibung
Teil 2: Zustandsbeschreibung
Das Peter-Robert-König-Phänomen Reloaded!
Teil 2: Zustandsbeschreibung
| "was mein standpunkt ist? ich bin konsumorientiert, orientiere mein intellektuelles niveau an soap operas und bin ansonsten ziemlich amoralisch gutaussehend." Peter-Robert König, zitiert von einem W.F. in Manfred Ach: "Under Cover", ARW München 1995, S. 117 |
Ein Teil des Fazits gleich am Anfang: Mit den zutreffenden Erkenntnissen in Sachen okkultes Narrenschiff rennt Peter-Robert König offene Türen ein, und zwar nicht nur bei mir, sondern bei jedem, der des verstehenden Denkens mächtig ist. Allerdings muss man dazu nicht über 20 Jahre den notorischen Eckensteher auf dem okkulten Jahrmarkt geben, dazu reichen - wenn man sich Zeit lässt - ein, zwei Jahre beobachtender Teilnahme. Das Grundproblem an Königs Sicht auf Thelema und den Okkultismus scheint mir zu sein, dass er von derselben Grundannahme wie die Weltanschauungsbeauftragten ausgeht, nämlich dass das Glauben und Dafürhalten derjenigen, über die er schreibt, kein schützenswertes Gut ist und nach Belieben pathologisiert werden darf, und das tut er an etlichen Stellen in seinen Aussagen. Die Weltanschauungsbeauftragten kriminalisieren darüber hinaus dort, wo sie es für opportun halten. Beispielhaft sei König mit dieser Aussage zitiert, die sich mit dieser und ähnlicher Intention, z.B. auf Seite 293, in Huettls Buch mehrfach finden läßt:
"Die psychische Konstitution der meisten Okkultisten lässt die Verbrechen, die man ihnen in den Medien vorwirft, gar nicht zu. Die sind viel zu ängstlich, fürchten sich vor der Realität, leben in anderen Sphären, in Büchern und Träumen. Im Internet. Im Katzentempel neben dem Bett. Wenn man zehn Jahre lang vierundzwanzig Stunden pro Tag die Kabbala studiert, dann in jeder Tomate einen inkarnierten ägyptischen Gott sieht und ohne Drogen oder Knoten im Yoga-Sitz keinen Orgasmus mehr erleben kann, der ja auch unbedingt ein Gebet ist oder ein Wunsch, den nörgelnden Chef im Büro zu hypnotisieren: Da ist man wahrlich nicht fähig, organisiert Babies zu züchten, zu missbrauchen und zu ermorden." (a.a.O. Seite 336)
An diesem Bild vom "irren" Okkultisten pinselt König fleißig weiter, zum Beispiel auf Seite 381f. Von Huettl auf Mathilde Ludendorffs, auf den O.T.O. bezogenen, Spruch vom "induciertem Irresein durch Occultlehren" angesprochen schwadroniert Peter-Robert König erst ein wenig über Salvador Dalis Außen- und Innenwelt und Surrealismus als "mehr als die Realität" und landet im Handumdrehen bei den Okkultisten beziehungsweise dem, was er als solche augemacht zu haben glaubt:
"Und genau das ist es, was die Okkultisten machen. Nur stopfen sie zuerst ihr Ich und ihr Es mit vorgefertigten Bildern und Ideen voll. Ganz klar nach Rezeptur. Da werden zuerst alle Symbole der Menschheitsgeschichte studiert, alle Magiebücher, die mittelalterliche Dämonenwelt, die ägyptische und griechische Götterwelt, alles wird genau angeordnet, zugeordnet, eingeordnet. Wenn Okkultisten dann in den Himmel schauen, sehen sie keine Schafe, sondern Baphomet, weisen der Wolke die Zahl 729 zu und werden ganz eins mit dem okkulten Universum."
Was für eine Haltung steht eigentlich hinter einem solchen Blick auf die Mitmenschen, was für Menschenbild manifestiert sich in solchen Aussagen? Welches Menschenbild entblößt sich in der Tatsache, dass König es sich nicht verkneifen kann, auf Huettls Nachfrage in Bezug auf Vorwürfe, König distanziere sich zu wenig von den Okkultorden, erst ein kleines Lamento wegen der angeblichen "König-Bashing Seiten in den Yahoo-Foren der Okkultisten" anzustimmen und dann seine "Studien" am Okkultisten an und für sich mit der Erforschung von Meerschweinchen zu vergleichen "Ist der Verhaltensforscher, der Meerschweinchen beobachtet, nun für oder gegen Meerschweinchen?" (a.a.O. Seite 148)
Jeder hat das unhintergehbare Recht das zu glauben, wonach ihm gerade der Kopf oder auch der Bauch steht, und er hat das Recht, diesen Glauben, und wenn er noch so dämlich ist, auf die ihm genehme Art und Weise zu praktizieren, solange mit beidem geltendes Recht geachtet wird und Dritte weder signifikant beeinträchtigt oder gar geschädigt noch zu irgendetwas genötigt oder gezwungen werden – und das konnte ja ausdrücklich nicht konstatiert werden. Peter-Robert König hat keinen einzigen Schadensfall außer den der wiederholten Verletzung des guten Geschmacks benennen können. Aber selbst wenn einer meint, auf einen Keks onanieren zu müssen, dann soll er das im Namen von wem auch immer tun, solange er keinen Dritten nötigt, den Keks gegen seinen Willen zu essen. Und in der Tat wird PRK dann mit Wendungen wie "keine nennenswerte Anzahl" und "eher selten" verdammt vage, wenn es konkrete Benennung spermagnostischer Praxis geht (a.a.O. Seite 331 oben) – und das, obwohl er jedes Okkulteckchen kennt, in dem ein thelemisch-okkultes Räucherstäbchen glimmt und jeden Okkultisten dazu, der nämliches Eckchen in Beschlag genommen hat.
In einem Interview für den Magickal Observer [3] sagte Andreas Huettl zu seinem Anliegen für sein Buch, er wollte sich "darin mit der Frage befassen, ob es tatsächlich denkbar ist oder gar Beweise dafür vorliegen, dass 'satanistische Sekten' massenhaft Kindesmissbrauch, Mord und Kannibalismus begehen." Fein – aber König stellt das, was er als die Thelemiten ausmacht, weitestgehend als Soziopathen dar - ich verweise auf das Zitat - und seit wann gelten Soziopathen als harmlos? Seit wann ist das bloße Zutrauen oder eben Nichtzutrauen, eine Art gefühlte kriminelle Energie sozusagen, eine irgendwie in beweisführender oder meinetwegen auch justiziabler Hinsicht relevante Kategorie? Es ist reines Meinen und Dafürhalten und als solches nicht einmal argumentativ von Interesse, geschweige denn, dass es irgendeinen Nachweis führen könnte. Ich kann Verächtlichmachung und Diffamierung beim besten Willen nicht als Sachbeitrag zur Klärung der von Huettl als Anliegen formulierten Frage sehen. Königs Darstellung und seine Schlußfolgerung beweisen gar nichts außer der theoretischen Existenz spermagnostischer Praktiken in einem marginalen Randsegment des Okkultismus. Theoretisch deshalb, weil König die Existenz aus reinem Hörensagen und einer handvoll Niederschriften unklarer und von König nicht referenzierter Herkunft deriviert, er selbst hat es weder gesehen noch erlebt, wie er in Huettls Buch selbst eingesteht.
Wieso behauptet König solch perfiden Dreck wie den oben zitierten? Ich kenne allerhand Thelemiten, aber keinen einzigen, auf den diese Beschreibung auch nur ansatzweise passen würde. Der eine oder die andere hat zwar einen Altar, einige wenige sogar einen kleinen Tempel, der ist aber nicht Katzen gewidmet und befindet sich nicht einmal in Sichtweise des Bettes. Einige haben zwar die Kabbala studiert, und das auch mal länger als zehn Jahre, aber nie 24 Stunden am Tag, Thelemiten kennen und praktizieren – wie alle anderen Menschen auch - von Anpassung bis zum rabiat durchgezogenen Alpha-Spiel sehr viel effizientere Methoden als Hypnose, um das Nörgeln eines Chefs abzustellen. Es reicht keineswegs aus, hier oder da festzustellen, dass nicht alle Thelemiten auf Kekse onanieren und dass nicht alle Okkultisten Freaks, Psychopathen oder Soziopathen sind. Das reicht so wenig aus, wie es absolut und bis hart an die Infamie unzureichend wäre festzustellen, dass nicht alle Katholiken Kinderschänder sind, dass nicht alle Christen bigotte Irre sind, die Tag für Tag ihre Kinder und Frauen züchtigen, dass nicht alle Moslems Sprengstoffgürtel als Accessoir präferieren. Die Beschäftigung mit esoterisch-okkultem Wissen ist genauso viel oder wenig obskur, wie es die Beschäftigung mit Bibellektüre, Katechismus, Koran, Hadits und Kirchendogmen egal welcher Religion ist. Die Ablehnung einer angeblich christlichen Moral, die weder primär noch originär eine solche ist, bedeutet nicht die Ablehnung westlicher und demokratischer Werte per se, auch ohne die Anerkennung christlicher Werte ordnen sich Esoteriker und Okkultisten in Konsens und Kontext unserer Gesellschaft ein, und zwar nicht zuletzt aus wohlverstandenem Eigeninteresse.
Wie wäre es denn damit: Die Thelemiten und Okkultisten begehen deshalb genauso viele oder wenige Schwerverbrechen wie der Rest der Gesellschaft, und zwar deshalb, weil sie es nicht wollen und weil es ihren ethischen Grundsätzen nicht entspricht - genauso, wie das beim allergrößten Teil der Menschen der Fall ist, in deren Gesellschaft die Thelemiten und Okkultisten leben. Auf diesen Gedanken scheint König im Laufe seiner nun über zwanzig Jahre dauernden Recherche noch nie gekommen zu sein, jedenfalls hat er ihn in dem gemeinsam mit Huettl verfassten Buch nicht geäußert – und das wäre in Anbetracht von Huettls Intention für das Buch ein wirklich guter Platz gewesen, diesen Gedanken der Welt in einem gut passenden Zusammenhang zur Kenntnis zu bringen, so er ihn entgegen meiner Mutmaßung doch schon einmal gehabt haben sollte.
Huettl führt in dem oben angeführten Interview zur Ausgangslage zu Beginn seiner Arbeit an dem Buch weiter aus: "Die Darstellung in der diesbezüglichen Literatur ist zusammengefasst folgende: Satanssekten existieren angeblich generationenübergreifend und mit landesweiten bzw. gar internationalen Netzwerken, die von mafiöser Struktur und absoluten Verschwiegenheitspflichten geprägt sind. Dies ermöglicht es ihnen, über Jahre und Jahrzehnte hinweg unbehelligt von Polizei und Justiz Schwerverbrechen zu begehen." Natürlich gibt es mittlerweile ein ganzes Sortiment wahrhaft horribler Darstellungen angeblicher Okkultverbrechen, das gute Aussichten hat, dass ihm von Literaturwissenschaftlern späterer Generationen ein eigenes Genre, zum Beispiel die Okkulthorrorinfotainmentfiktion, zugedacht wird. Der richtige Weg zur Erwiderung der Massenmordphantasien einiger Sektenbeobachter wäre zu zeigen, dass die Textdeutungen von Knaut, Grandt, Fromm, um nur die lautesten zu nennen, keine auch nur annähernd hinreichenden Beweisführungen und schon gar nicht auch nur annähernd sachgerechte Textanalysen sind, sondern beliebiges und freischwebendes Ausdeuten und Dafürhalten zur Generierung eines veritablen Feindbildes. Dem ist aber nicht mit einer anderen Variante reinen Meinens und Dafürhaltens zu begegnen, die lediglich versucht, Crowleys Epigonen und Anhänger zu pathologisieren. König stellt die totale Verblödung gegen das totale Verbrechen – das ist alles. Für den nicht in die Szene oder ins Geschehen involvierten Leser, für den "Laien" quasi, steht am Ende nur das eine Meinen gegen das andere, das Resultat der Bewertung und die gewünschten und damit potentiellen Konsequenzen für die Okkultisten sind dieselben – der Ausschluß aus der Gesellschaft durch Verbringung in eine so oder so geschlossene Einrichtung. Der richtige Weg wäre der Nachweis, dass Crowleys Schriften textanalytisch und interpretatorisch keine Verbrechen intendieren, geschweige denn explizit formulieren. Das ist natürlich aufwendiger und inhaltlich sehr viel schwieriger, als eine handvoll Okkultfuzzis mit ein paar Zetteln als Vollidioten hinzustellen und kurzerhand pauschal auf den Rest der Okkultgemeinde zu schließen. Aber es geht, es geht sogar sehr gut – Marco Pasi hat es bewiesen. [4]
Königs Texte bestehen zum größten Teil aus endlosen Schilderungen, wer wem was irgendwann in Sachen Logenpolitik, Pöstchenschieberei, persönlicher Streitereien Fehden mitgeteilt, zugedacht, abgenötigt oder vorenthalten hat, in die weitestgehend zusammenhangslos Dokumente esoterisch-okkulter Erkenntnisgewinnung eingestreut sind. Der Rest sind Dokumente, etwa sogenannte "Urkunden" und "Patente", fragwürdiger Herkunft und nicht minder fragwürdigen Inhalts sowie Königs - nun ja - sachdienliche Bewertungen. Insgesamt bleibt Königs Darstellung merkwürdig struktur- und formlos und man fragt sich immer wieder, was der feine Herr König der Welt mit diesem Monument der Begehrlich- und Eitelkeiten - denen seiner Protagonisten und natürlich seiner eigenen - eigentlich mitteilen will. Dass da andere eine Sexualität präferieren, sei es zu ihrem Vergnügen, sei es für magische Zwecke, die König - aus welchen Gründen auch immer - nicht mag? Wen interessiert das – außer denen, die das Zeug nach dem Motto "Sex sells" einer Zweit- und Drittverwertung zuführen, um ihr eigenes Süppchen zu kochen?
Natürlich schreibt König nichts Explizites von Wegsperren der Szeneprotagonisten und fordert auch keine Verbote irgendwelcher Okkultgruppierungen, aber das tun die "Sektenjäger" in Bezug auf Thelema auch nicht. Wie auch, denn trotz intensivster Suche ist nicht ein einziger Hinweis zu finden, der eine solche Forderung irgendwie rechtfertigen würde. Doch König arbeitet diesen Leuten auf zweierlei Weise zu. Einerseits berufen die sich immer wieder nicht zuletzt auf Königs krude Crowley-Exegese und seine Erfindung von der Spermagnosis als angeblich zentrales Element und quasi Alleinstellungsmerkmal von Thelema, um im limbischen System ihrer Leser zu wühlen und Assoziationen zu angeblichen, sexuellen Perversitäten zu generieren, die implizit sexuelle und andere schwere Straftaten in dramatisch übersteigertem Maß als potentiell möglich erscheinen lassen. Andererseits bugsiert König durch die Diffamierung und Pathologisierung Menschen als vermeintliche Soziopathen in eine Nische im sozialen Abseits, aus der sie dann bequem von den "Sektenjägern" abgeholt werden können. Das tun die bei Bedarf auch, sie drücken den Betreffenden dann nur noch Stempel a la "Acid-Satanist" oder "psychotischer Satanist" oder schlicht rechtsradikal auf. So ist nur logisch und konsequent, dass beispielsweise Fromm sich in seinem "Satanismus in Deutschland" mehrfach auf den "Insider P.R. König" beruft.
Im Grunde genommen macht König das nach, was ihm die bestallten und selbsternannten Weltanschauungsbeauftragten vorführen. Zwar denke ich nicht, dass König das aus denselben Gründen wie diese tut, nämlich in ideologisierender Absicht zur Generierung eines veritablen Feindbildes. Aber das ist in Hinsicht auf das identische Ergebnis dasselbe und folgerichtig sind diese sogenannten Weltanschauungsbeauftragten seine besten Kunden. Und nebenbei bemerkt - ich kann zwischen dem Gitter vor einem Zuchthausfenster und dem vor einem Irrenhausfenster keinen Unterschied erkennen, jedenfalls keinen für das Resultat signifikanten. König gibt ein wirklich eindrucksvolles Beispiel dafür ab, dass gut gemeint noch lange nicht gut getan ist. Der Punkt ist, dass König Esoterik und Okkultismus - das ist jedenfalls mein Eindruck - fast ausschließlich als strukturelles Phänomen wahrnimmt. Es wäre aber Königs Aufgabe, wenn er seine selbstgewählte Mission wirklich ernst nähme, sich auch und gerade den spirituellen Aspekten zu widmen, und zwar nicht als Ziel von Hohn und Verächtlichmachung, sondern als ernstzunehmendes Phänomen und gutes, weil nicht zuletzt verfassungsmäßiges Recht derjenigen, die diese Aspekte für ihr Leben als wichtig erachten. Dazu müsste er aber seine "Studienobjekte" nicht als "Meerschweinchen", sondern als Menschen wahr- und und vor allem ernstnehmen - und das tut er nicht, wie die obigen Zitate zeigen.
Insgesamt wirkt König auf mich in seinen Ausführungen über weite Strecken wie ein passionierter Briefmarkensammler, der allerdings noch nie eine Weltkarte gesehen hat. Offensichtlich weiß König ganz gut über die organisatorische Historie und die strukturelle Verfasstheit des OTO Bescheid, was nach zwanzigjähriger Beschäftigung mit derselben irgendwie auch selbstverständlich sein sollte. Zwar schreibt er auf Seite 185, dass Thelema sich zum OTO verhalte, wie das Christentum zur Kirche (wobei es passender wäre, den Vergleich auf die Dorfkirche von Schöpsroda zu beschränken) und er wiederholt das Motiv auf Seite 270. Aber ansonsten folgt der ganze Text dieser Einsicht nirgends, er versteht nicht (oder unterschlägt), dass die Funktionäre - mitunter nennen sie sich selbst "Beamte" - diverser Logen oder die Kader der verschiedensten Orden zwar natürlich Thelemiten sind, aber genauso wenig die Thelemiten repräsentieren, wie Honecker und seine Gefolgsleute die Sozialisten waren - und wie Ratzinger oder Käßmann die Christen sind. Der Vergleich paßt auch deshalb ganz gut, weil die Politik von Honecker und Konsorten so die dogmatisierte und ideologisierte Manifestation des Marxismus darstellte, weil die genannten und zahllose andere Christenfunktionäre so für Dogma und Ideologie in der Christenheit stehen, wie die Politik diverser Ordensfunktionäre die dogmatisierte und ideologisierte Variation von Thelema repräsentieren. Ich könnte das sehr viel konkreter ausführen, aber das würde den Rahmen dieses Textes sprengen und das Problem ist an dieser Stelle hinreichend beschrieben: König meint und zitiert in dekontextualisierten Textfragmenten diesen oder jenen Hochgradkader und schreibt die Thelemiten, König meint das, was er für Spermagnosis hält, und schreibt die Thelemiten. König pauschalisiert und vergröbert auf der Grundlage einiger Papiere zweifelhafter Herkunft, garniert mit allerhand Esogetratsche, und konstruiert im Nachgang eine Art esoterische Sippenhaft. Deshalb macht er im Grunde nichts anderes als das, was die sogenannten Weltanschauungsbeauftragten von ihm dafür erwarten, dass sie ihn zwar nicht als sachverständigen Experten in ihren Kreisen goutieren, ihn aber - eingespannt für ihre Zwecke - als solchen öffentlich vorführen.



