Szeneberichte
Die Pasadena-Story - Jack Parsons & Ron Hubbard
Teil 4: Professor J. Gordon Melton
Teil 4: Professor J. Gordon Melton
Mythen in Tüten - Jack Parsons und Ron Hubbard
Teil 4: Professor J. Gordon Melton
Herr Busch schreibt: "Laut Prof. Melton war L. Ron Hubbard [...] als Undercover Agent des Los Angeles Police Departments im staatlichen Auftrag tätig gewesen, um die Gruppe um den Physiker Jack Parsons zu untersuchen und die Gruppe zur Auflösung zu bringen."
Herr Busch stellte eine Kopie des Textes zur Verfügung, aus dem die zitierte Passage in der Dokumentation stammt. Auffällig ist, daß Melton die Diskrepanz zwischen der Datierung der ID-Card und den Ereignissen entgangen ist und daß er die Behauptung bzgl. anderer Wissenschaftler nicht belegen kann. In Zuge meiner Recherche fand ich in einer Leseprobe aus einem Buch des Professor Melton aus dem Jahr 2000 [10] eine Darstellung, die sich doch ein wenig anders liest:
"Hubbard's account (and that of the present-day Church of Scientology) denies any attachment to the OTO. Rather, Hubbard claimed that in his capacity as a U. S. intelligence officer, he was sent to scrutinize Parsons and the lodge. [...] Both stories stand and, in fact, may be genuine perceptions of the events since Hubbard obviously would not make any undercover 'investigative' operation known to Parsons." [11]
Hubbard claimed – "Hubbard behauptet, nimmt für sich in Anspruch" – nicht "Hubbard hat". Es ist die Wiedergabe einer Behauptung, mehr nicht, nicht weniger. In einer Fußnote zum selben Text, unter derselben Quellenangabe zu finden, teilt er allerdings Begebenheiten mit, die von der Scientology Kirche stets als unwahr bezeichnet werden:
"In an off-the-cuff remark during the Philadelphia Lectures in 1952 (PDC Lecture 18), Hubbard referred to 'my friend Aleister Crowley.' This reference would have to be one of literary allusion, as Crowley and Hubbard never met. He obviously had read some of Crowley's writings and makes reference to one of the more famous passages in Crowley's vast writings and his idea that the essence of the magical act was the intention with which it was accomplished."
Fazit: Die Berufung auf Professor Melton per Zitation ist hier und im ganz konkreten Fall widersprüchlich und inkonsistent, weil Melton heute eine etwas differenzierte Sichtweise auf die seinerzeitigen Ereignisse zu vertreten scheint, und zwar gerade an den Punkten, die hier von Interesse sind. Die ID-Card wird nicht mehr erwähnt, er betont ausdrücklich, daß Hubbard claimed und verweist auf okkult-intendierte Äußerungen Hubbards. Für den Moment ist die Sachlage in diesem Kontext klar, ich bleibe aber an diesem Punkt zwecks weitergehender Klärung dran.


