Tarot & Kabbalah
Thoth Tarot
Thoth Tarot Atu 05 Der Hierophant
Thoth Tarot Atu 05 Der Hierophant
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V - DER HIEROPHANT | |
![]() Des Vaters Sohn ist eine Sonne, Treibt den NAGEL ins Kreuz, erfüllt ihn mit Wonne! |
Hohepriester, Patriarch, Pontifex Farbe: Rot-Orange, dunkles Indigo, dunkles, warmes Olivgrün, prächtiges Braun Kurzbeschreibung: Der Archetypus des göttlichen Übervaters, der in seiner Weisheit lächelnd zu uns herabblickt, um uns seine Lehren zuteil werden zu lassen. Als Beherrscher der Elemente und Verkünder himmlischer Wahrheit ist er scheinbar über jeden Zweifel erhaben. Er gebietet über die Kräfte der Magick und ist in alle Geheimnisse des Okkulten eingeweiht. Verkünder und Offenbarer, ist er Überbringer des göttlichen Impulses, der Weltenlehrer, Religionsstifter und Träger des Kultes. Er ist der "Big Boss", der Kapitän, der Würdenträger. Er verfügt über eine natürliche Autorität, die er nicht nachzuweisen braucht, weil er sie um sich verströmt. Widerstand ist zwecklos, ihm kann man sich nicht entziehen. Der Hierophant gehört zu den "härtesten" Aufgaben, die der Weg des Tarot für uns bereithält. |
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Interpretation der Karte Atu V ist der letzte Archetyp des mystischen Elternquartetts. Er ist der Übervater, der mit stoischer Ruhe herrscht. Vom Narren gefürchtet, muß er dennoch überwunden werden, was den Hierophanten zu einer ernstzunehmenden Aufgabe auf der spirituellen Reise macht. In der symmetrischen Anordnung II-Hohepriesterin | III-Herrscherin | IV-Herrscher | V-Hierophant steht er an letzter Stelle. Diese vier symbolisieren Übermutter, Mutter, Vater und Übervater, d.h. die Ideale unseres Elternbildes (II & V) und die materiellen Entsprechungen dazu (III & IV). Der Hierophant ist also das über-iedalisierte Bild der Vaterfigur, unerreichbar, unnachahmlich, das uns gelegentlich in die Knie gehen läßt. Der Hierophant ist eine mächtige spirituelle Autorität. Sein Blick schweift durch die Äonen, vom Zikkurat von Ur bis in den Petersdom von Rom reicht der lange Arm des guten, aber strengen Hirten, der uns anleitet, zu werden wie er. Der Nachfahre der großen Stiergottheiten ist der Prüfer, Bewerter, der Prinzipal. "Es ist noch ein Wort zu sagen über die Hierophanten - Aufgabe. Sieh! Da sind drei Gottesurteile in einem, und es mag auf drei Arten gegeben werden. Die Stumpfsinnigen müssen das Feuer durchqueren; laß die Feinen geprüft werden im Intellekt, und die stolzen Erwählten im Höchsten; so habt ihr Stern + Stern, System + System; laßt nicht das Eine gut das Andere kennen!" In der Legung zeigt der Hierophant seinen Stier-Charakter. Im Ego-Bezug deutet der Hierophant auf konservative, selbstgerecht Wesenszüge hin. Er ist der Bestimmer, der Initiator. Er läßt sich ungern das Ruder aus der Hand nehmen. Der "Elder Statesman", der weise Mentor, der strenge Erzieher und der bewußte Verantwortungsträger sind Bilder, die gut mit dem Hierophanten zu assoziieren sind. Der Hierophant ist ein echter Dickschädel, der davon ausgeht, daß seine Thesen grundsätzlich nicht verbesserungsbedürftig sind. Er durchdenkt alle geplanten Handlungen gründlich und berücksichtigt selbst feinste Nuancen in den Wahrscheinlichkeitsfeldern. Er entscheidet erst, wenn alle Fakten bekannt sind. In der Partnerschaft ist der Hierophant der typische "Versorger", dessen selbstgewählte heilige Aufgabe es ist, eine "heile" Famile/Beziehung zu schaffen und zu erhalten. Er ist Hauhaltsvorstand und Regulator, der eine Beziehung mit klaren Mechanismen anstrebt. Er weiß, daß dies ein Schöpfungsakt ist, der einer Regulierung durch den Willen bedarf. In ungünstigen Konstellationen kann der Hierophant auch seine Grenzen überschreiten, was eine psychische Störung zur Folge haben kann, die man "Versorger-Syndrom" nennt. Dabei führt der Hierophant seine Angehörigen planmäßig in Situationen, in denen sie seiner Fürsorge bedürfen, woraus er selbst seine Stabilität gewinnt. Dies kann durch die Anwendung der Augleichung kompensiert werden. Gesundheitlich ist Atu V eine stabile Karte. Ein solider Körperbau, feste Glieder und eine elefantöse Konstitution zeichnen den Hierophantenaus. Nicht selten erlebt man Menschen, die einen großen Teil des Hierophanten verinnerlicht haben, als breitschultrige, starke Typen. Als sehr irdischer Typ hat der Hierophant wenig Probleme mit psychosomatischen Krankheiten. Er kann u.U. auf Verdauungsstörungen (Verstopfung) hinweisen, im ungünstigsten Falle zeit er Darmkrebs an, wenn seine Stabilität im Verdauungstrakt erschüttert wird. Finanzen: Ein eiskalter Rechner. Seine Bilanzen weisen immer ein Plus auf, er rechnet immer mit stiller Reserve, spielt nie auf hohes Risiko. Er korrespondiert direkt mit dem Stiersymbol, wie es an der Börse gebräuchlich ist. Der Hierophant ist nicht einfach hinters Licht zu führen, jedoch redliche Geschäfte zu überschaubaren Konditionen führen mit ihm immer zum Erfolg. Er hat Mut, weiterzumachen, wo andere längst abbrechen, wenn er weiß, daß eine Sache zum Erfolg führt. Er scheut sich auch nicht, große Projekte abzubrechen, wenn sie den Keim des Mißerfolgs in sich tragen. Die vor dem Hierophanten stehende "mit dem Schwert gegürtete Frau" kündigt bereits die gewaltige Veränderung an, die sich in Atu VIII-Ausgleichung manifestiert. Im Äon des Horus wird die Funktion des Hierophanten ausgeübt von der Frau, die es versteht, mit den magischen Waffen zu operieren. Atu V ist eine Ankündigung des Unterganges des Patriarchats. Künftig wird alle Macht der Frau gegeben sein, die in Liebe unter Willen die Aufgaben des Hierophanten verrichtet. (Vergl. hierzu: Atu VIII-Ausgleichung). Das Machtsystem des Hierophanten wird sich in Liebe unter Willen auflösen, und an seine Stelle wird ein natürliches Machtgefüge treten, das die Geschlechter verbindet und unviersell gültig ist. Ihr glaubt, Macht sei die instabilste aller menschlichen Verwirklichungen? Was ist dann mit den offensichtlichen Ausnahmen innerhalb dieser naturgegebenen Instabilität? Manche Familien überdauern. Sehr mächtige religiöse Bürokratien, die überdauert haben, sind ebenfalls bekannt. Unterschätzt nicht die Beziehungen zwischen Glaube und Macht. Kann jeder für sich allein arbeiten, wenn einer auf den anderen angewiesen ist? Es sei noch bemerkt, daß beim Studium des Buches Thoth von A.E.Crowley der Eindruck entsteht, er habe in der Ausdeutung des Atu V keinen rechten Bezug zum Hierophanten als Archetypus aufbauen können. Das mag an Crowleys etwas verschrobenem Vaterbild liegen, denn sein Vater war ebenso begeisterter Prediger, wie er ein erfolgreicher Bierbrauer war. Crowley lebte so in einem sehr konservativen Elternhaus, wo er sehr schnell die Bigotterie durchschaute, wenn Vater Sonntag Morgen von der Kanzel gegen den Teufel Alkohol wetterte, aber letztlich sein gesamtes Vermögen mit dem Verkauf von Alkoholika erwarb. Der Hierophant in Crowleys Kopf muß ein recht despotischer Typ gewesen sein. | |
![]() Oh großer Hierophant, verbreite durch die Kraft des Lichtes an alle Weisheit, nach seines Wunschs Gewichtes. | |
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Pfad: 16 von ChKMH nach ChSD
Götterbilder: Osiris, Asar, Ameshet, Apis, Hera, Shiva als hl. Stier, Venus, Hymen Eigenschaften: Stabilität Körperbezug: Schultern und Arme Titel: Der Magus des Ewigen |
Gematrisch korrespondente Begriffe: 6: Gechwätz, Schwätzer, Lügner, Teil, für sich abgesondert, Zweig, Ast, Stange, Glied, Leinen, Wahrsager, Prophet, Lüge, Sumpf, Dach eines Hauses (Tempels, Turmes), Platte des Räucheraltars, Gog (der iese), Bär(in), Siehe! DFa!, auch, aber, und, sei es 12: Untergang, Verlorenes, Unterwelt, (heftig) begehren, wünschen, Gelüst(en), lüstern, ein unbesonnenes Gelübde tun, paudern, schwatzen, töricht reden, zahlreich, sich mehren, viel werden, Fisch, ER (HVA-die Obere TRiade), er, jener, derselbe, sie, es, Haken, Nagel, Nadel, dieser, dieses, anders, Furcht, scharf Verse des Liber Legis: I/49, I/57 Pfad des Sepher Yetzirah: "Triumphierende oder ewige Intelligenz" |




Zahl: 6, 12
Buchstabe: Vau (V, VV)
1) Der Baum des Lebens: Das Hauptelement in dieser Betrachtung ist die mittlere Säule am Baum des Lebens. Kether bedeckt die phallische Krone des Priesters, Tiphareth liegt einmal mehr in seinem Schoß (wie auch bei vielen anderen Karten). Von Yesod (das Fundament, den Geschlechtsorgangen zugeordnet) bis Malkuth reicht das Schwert der Priesterin, ihr Kopf berührt noch Tiphareth. Durch diese Anordnung wird die stark sexuell gefärbte Intention der Karte unterstrichen, und der Hierophant leitet damit eine Folge von Karten ein, die sich eingehend mit der Sexualität als Mittel der magischen Macht befassen. Die Säule der Ausgleichung, auf der Kether, Tiphareth, Yesod und Malkuth liegen, bildet so ein thematisches Äquivalent zu Atu VIII-Ausgleichung. Dies wird bekräftigt durch den rechten Arm des Hierophanten, welcher denselben Winkel wie Pfad 22/Lamed/Ausgleichung (von Geburah nach Tiphareth) aufweist. Auch hier stehen die Füße der Hautfigur (nicht sichtbar) in Yesod statt in Malkuth, wie auch bei Atu II-Hohepriesterin und anderen Karten. In Yesod, im Schoß der Priesterin enden das absteigende Dreieck und das Pentagramm, dessen Spitze nach unten zeigt.
Die Symboilk von BABALON und dem TIER im Zusammenhang mit der Vereinigung, deren Symbol die Swastika ist, wird im Verlaufe des Decks immer wieder auftauchen und gehört zu den essentiellen Botschaften des Buches Thoth.
(Abb. links: Die Scharlachfrau auf Atu V-Hierophant)
5) Das Kind: In Zentrum der Karte kündigt sich von ThPhRTh aus bereits das neue Äon (siehe Atu XX - AEON) an, in Form des noch närrisch tanzenden Horuskindes, das, umgeben von 2 antagonistischen Pentagrammen, in der Erlösersonne badet. Die Pentagramme repräsentieren Mikro- und Makrokosmos und den demiurgischen Charakter der Dualität. Im Hintergrund sehen wir ein Hexagramm, dessen feurige Achsschenkel und wässrige Spitze sich im Schoß der Frau treffen. Die energetische Verbindung von Pentagramm und Hexagramm im Schoß des Scharlachweibes deutet wiederum auf die Yoni als magische Kraftquelle hin.
