Tarot & Kabbalah
Thoth Tarot
Thoth Tarot Atu 08 Ausgleichung
Thoth Tarot Atu 08 Ausgleichung
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VIII - AUSGLEICHUNG
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![]() Opfer dich auf deinen Wegen, unter des OCHSENTREIBSTOCKs harten Schlägen. |
Die mit dem Schwert gegürtete Frau als Priesterin des neuen Äons hält die Elemente im Lot Farbe: Smaragdgrün, Blau, dunkles Blaugrün, Blaßgrün Kurzbeschreibung: Mit Atu VIII-Ausgleichung halten wir eine der bedeutungsschwersten Karten des Thoth Decks in Händen. Die an das Bild von Justitia angelehnte Karte zeigt den Weg auf, den das Äon des Horus nimmt. Am Ende des anbrechenden Äons steht die Göttin Ma´at in ihrer vollen Entfaltung und löst damit selbst das Gesetz von Thelema auf. Doch der Weg dieser Auflösung macht es erforderlich, das Tetragrammaton (die mittlere Säule am Baum des Lebens, bestehend aus Kether, Tiphareth, Yesod und Malkuth) zu erfüllen. Somit ist sie die Tochter auf dem Thron der Mutter und wandelt die statische Formel des alten Äons (IHVH) in eine neue, dynamische (3=111=1) um . Sie ordnet die 5 Elemente des Pentagramms neu, und bringt sie in eine symmetrische Form (Rashith Ha-Gilgalim). In dieser Karte ist das Gesetz des neuen Äons verborgen. Atu VIII ist auch Weisheit. Sie ist das weibliche Gegenstück zu Atu 0-Der Narr. |
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Interpretation der Karte In dieser Karte begegnet uns die Fortführung der Symbolik der "mit dem Schwert gegürteten Frau" aus Atu V. Sie ist die Priesterin des Horusäons und reinigt die alten schwarzen Rituale vom Staub der Äonen. "Siehe! die Rituale der alten Zeit sind schwarz. Laßt die üblen verworfen sein; laßt die guten von dem Propheten gereinigt werden! Dann soll dieses Wissen richtiggehen" Die Erhöhung Saturns verschafft ihr die nötige Disziplin, um ihren Balanceakt zu vollziehen und er deutet als Herrscher der Zeit an, daß Ausgleichung stets einen bestimmten Zeitraum benötigt, um sich aus der Unruhe zu manifestieren. Auch die strenge, symmetrische Geometrie der Karte ist dem Einfluß des Saturn zu verdanken. Sie symbolisiert die von jeder Grobheit geläuterte, göttliche Liebe der Venus. In ihren Waagschalen liegen Anfang und Ende, das Dazwischen balanciert sie virtuos auf der Spitze ihres Schwertes aus. Das Schwert, daß sie trägt, ist der vollständige Phallus unter ihrer Kontrolle. Im Schwertgriff ist die höchste Triade, Kether-Chokmah-Binah durch die Kugeln angedeutet. Die Anfangsbuchstaben (K-Ch-B) zählen 30, das korrespondiert mit Lamed, dem die Karte zugeordnet ist. Die Form, die sie mit ihrem Körper andeutet, ist die eines Brillianten, der perfekte Schliff für den härtesten Stein reinsten Wassers. WEnn sich nur eine kleine Facette in ihr bewegt, gerät die komplette For auseinander und sie kann ihrer Aufgabe nicht gerecht werden. So verharrt sie, das "Zünglein an der Waage" stets in Ruhe und unbewegt. Allein ihr Dasein verändert bereits das Kontinuum. Atu VIII - Ausgleichung zeichnet in komplett neues Frauenbild, das sich vom Hergebrachten deutlich unterscheidet. Sie erkennt und behebt Ungleichgewichte und egalisiert die Grate des Geistes. Die Ausgleichung beherrscht und kontrolliert die Libido, sie ist nicht die Gefangene des Triebes. Sie ist im Grunde das perfekte Bild der Domina. In der Legung ist Atu VIII eine Karte der Beruhigung. Im Ego-Bezug: Ausgleichung weist auf einen ebensolchen Charakter hin. Ein typischer Waage-Mensch mit hohem Sinn für Ethik und Gerechtigkeit, stets bemüht, seine Umwelt ohne Anwendung von Gewalt zu transformieren. Er steht unter dem Einfluß der Venus, ist sinnlichen Freuden sehr zugetan und hat meist einen ausgesprochenen Sinn für Symmetrie. Eine gewisse Portion femininem Stolz macht diese Karte im persönlichen Bezug aus, und Frauen, auf die Atu VIII zutrifft, sind solze, von innerer Schönheit erfüllte Wesen. Ausgleichung deutet ebenso auf eine befriedigtes Verhältnis zwischen Animus und Anima hin. In der Partnerschaft Ausgleichung ist der ruhende Pol der Familie. Sie gleicht die emotionalen Spitzen aus, equalisiert die Extreme, ist umgänglich und zu tiefer, mystischer Liebe fähig. Natürlich erwartet sie von ihrer Umwelt dasselbe, was jedoch zu Komplikationen führen kann, da ihr Selbstanspruch sehr hoch ist. Ausgleichung zeigt ansonsten eine intakte Beziehung, die auf Geben und Nehmen beruht. Entsprechend kontextiert kann Atu VIII auch zur Mäßigung raten. Gesundheitlich Atu VIII zeigt uns eine gesundheitlich annehmbare Situation. Alle Organe arbeiten im Einklang. Ungünstig kontextuiert kann die Karte auf Leber- und Nierenschäden hinweisen, sowie auf Mangelerscheinungen. Eine gute und unterstützende Karte für Menschen, die als Heiler in irgendeiner Form arbeiten. Finanzen: Auch finanziell macht Atu VIII seinem Namen alle Ehre. Dies ist die Plusminusnull-Rechnung, das Geschäft ohne Verlust. Stabilität der Bilanzen, ein gesundes Verhältnis von Investition und Ertrag sowie gesundende Konsolidierung zeichnen diese Karte in Bezug auf pekuniäre Angelegenheiten aus. Atu VII ist keine Karte des Zugewinns, sondern der Glättung finanzieller Wellenschläge. VIII-Ausgleichung ist die erste Karte des zweiten Paares, das im Thoth Tarot vertauscht wurde. Crowley folgt damit der zodiakalen Zuordnung zur doppelten Möbius-Schleife (siehe Atu IV - Kabbalisische Ausführungen). Die Vertauschung der Zuordnungen VIII-XI equalisiert das Ungleichgewicht des Austausches von IV-XVII. (siehe dazu: Atu IV-Der Herrscher) Gleiche jeden Gedanken durch seinen genauen Gegensatz aus, denn die Vermählung dieser beiden ist die Vernichtung der Illusion Diese Karte führt uns in die tiefen Geheimnisse neuäonischer Magick und Kabbalah ein, sie schafft den Übergang der Zeitalter. Und in ihr, gepaart mit dem Narren, liegt ein Schlüssel zum Verständnis des Liber Legis. Atu VIII prägt das Frauenbild des neuen Äons: Die ausgelichene, befriedigte Frau, welche das Alpha und das Omega in der Waage hält. Im Vollbewußtsein ihrer spirituellen Kräfte gleicht sie die Impulsivität des Narren aus, ohne dabei in Bewegung zu geraten und somit Teil der Unruhe zu werden. Sie ist der Nexus einer neuen Religion. |
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![]() Ausgleich! Rhythmus windet sich durch jeden Akt. Wild ist der Tanz; sein Gleichgewicht ist exakt. |
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Pfad: 22 v. GBRH nach ThPhRTh
Götterbilder: Ma´at, Ma, Themis, Minos, Aeacus, Rhadamanthys, Yama, Vulcan, Venus, Nemesis Eigenschaften: Gerechtigkeit Körperbezug: Leber Titel: Die Tochter der Herren der wahrheit der Regent des Gleichgewichts |
Gematrisch korrespondente Begriffe: 30: Judah, Es wird sein, traurig, mattfarbig, schwach, trübe, versagt, nachlassen, Löschung, Heilung e. Wunde, wenn, ferner, doch, vielmehr, sondern, Brandmal, ja 74: Ein Führer, Oberhaupt, Richter, Wogenschwall, Wellenschlag, Wissen, sich erbarmen, schonen, ein Ochsentreibstock, lernen, mühen, stechen, ausstacheln, gewöhnen, Lehrer, Schüler, Jünger, Geschlecht, bis daß, bis wenn, solange als, Raub, Beute, Zeuge, Augen- und Ohrenzeuge, Entlastungszeuge, Zeugnis, Monatsfluß, Menstruation, fortgehen, Ewigkeit, die unbegrenzte Zukunft, während, Beute Verse des Liber Legis: I/33+34, I/46, I/57, I/62, III/10, III/62 Pfad des Sepher Yetzirah: "Treue Intelligenz" Besonderes Augenmerk sollte auf die Korespondenzen der Zahlen 31 & 111 gerichtet werden, hierin liegen tiefe mystische Geheimnisse verborgen. |
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Allgemeine Bemerkungen: Ausgleichung ist venusisch/saturnisch geprägt, was sich auch in der Farbgestaltung niederschlägt. Dadurch ergeben sich Korrespondenzen zu NTzCh(7/Venus) und BINH(3/Saturn). Das zentrale Element ist der Brilliant, Symbol für Festigkeit und Beständigkeit, sowie für die Verdichtung auf das Notwendige. Auf den Waagschalen lieben ALPHA und OMEGA, Anfang und Ende. Sie sind ausgeglichen, und der Kosmos ist in Ruhe. Die Ketten der Waagschalen sind perspektivisch surreal und hängen an einem phallisch anmutenden Angelpunkt. Der Thron aus Kugeln ist der aufgelöste uns symmetrisch geordnete Lebensbaum, die linke Waagschale beinhaltet KThR, die rechte MLKVTh. In den Ecken werden die Cherubim der Elemente durch die großen Kugeln angedeutet. Auf dem Kopf trägt die Frau eine Ma´at-Feder [1], als Zeichen für absolute Gerechtigkeit. Die Harlekin- Maske ist der Augenbinde der Justitia nachempfunden, jedoch im Gegesatz zu dieser mit Sehschlitzen ausgestattet. Die Ausgleichung ist nicht blind, wie Justitia, sie weiß, was sie tut und ist dafür voll verantwortlich. Die capeartige Schulterbedeckung erinnert an die Schwingen von Hadit, die die Priesterin als Verkörperung Nuits umfangen und die Kozentration des Betrachters auf die Frau lenken. Das Schwert in ihren Händen begegnet uns wieder im AS DER SCHWERTER.
Besonders betont sind die drei Säulen am Baum des Lebens. Die Säule der Strenge (links) mit den Sephiroth Binah, Geburah und Hod; die Säule der Gnade mit den Sephiroth Chockmah, Chesed und Netzach; sowie die Säule der Ausgleichung mit den Sephiroth Kether, Tiphareth, Yesod und Malkuth. Das Schwert, das ihre Symmetrieachse bildet, berührt sämtliche Pfade der mittleren Säule (Thau, Samech, Gimel). Der Umhang, die stilisierten Haditschwingen berühren den unteren Rand des Abyssos und an der Stelle, wo in der historischen Darstellung die Sonnenscheibe steht (im Bild nehmen Kehlkopf und Gesicht diesen Platz ein), ist im Lebensbaum die elfte Sephirah, Da´ath, platziert. Die durch die Schwertklinge geteilte Sephira Tiphareth liegt bei der Ausgleichung -ebenso wie in vielen anderen Karten- in ihrem Schoß, und darüber wölbt sich eine Mondsichel. So ergibt sich daraus das Zeichen des Tieres, Sonne und Mond vereint. 2) Die Frau mit dem Schwert: Diese Symbolik hat einen direkten Bezug zum Bild der Frau, die das Liber Legis im neuen Äon in eine zentrale Position rückt. "[...] Verehrt mich mit Feuer + Blut; verehrt mich mit Schwertern + Lanzen. Laßt die Frau gegürtet mit einem Schwert vor mich treten: laßt Blut in meinem Namen fließen. [...]" Hier wird das Bild der mächtigen Frau aufgebaut, die anstelle des Hierophanten im neuem Äon den Strom der Kraft elidiert. Das Schwert in ihrer Hand trägt das "Wort des Gesetzes" in die Klinge graviert: Qelhma Im Gegensatz zum As der Schwerter, in dem das Schwert des Willens erhoben ist und strahlt, hält die Priesterin es hier gesenkt, was als ein Symbol der "befriedigten Frau" gedeutet werden kann. Das Lustprinzip als höchste spirituelle Kraftquelle durchzieht das gesamte von Crowley gestaltete Deck, und er knüpft damit an die geheimen Interpretationen an, die er in seiner Ausbildung im Golden Dawn Orden erfahren hat. Die Frau mit dem Schwert, die Priesterin des neuen Äons und das Scharlachweib des Tieres ist "der durch das Alef befruchtete Siebenstern". "Bei all meinen Treffen mit euch soll die Priesterin sprechen - und ihre Augen sollen brennen vor Verlangen wenn sie nackt und und sich erfreuend in meinem geheimen Tempel steht - Zu mir! Zu mir! die Flamme in den Herzen aller durch ihren Liebes-Gesang anrufend." Zur Vertiefung der Schwert-Symbolik siehe: Book 4 (Liber ABA, Part II Ch. VIII- Das Schwert des Magus). Die Haltung der Priesterin auf der Karte Ausgleichung sagt: "Liebe ist das Gesetz; Liebe unter Willen." 3) Polarität 0/VIII: Die Ausgleichung ist ein weibliches Dependant zu Atu 0 - Der Narr. Beide Karten beinhalten tiefe sexuelle Mysterien, die in direkter Verbindung zum Äonenwechsel stehen. Attribute des Narren: männlich, aktiv, Narr, fruchtbar, erobernd, AL Crowley schreibt dazu im Liber Aleph an seinem magischen Sohn und Nachfolger: "Nun ist dies die rechte Kraft und Eigenschaft der Frau, alle Dinge, die es gibt, in ihrer entsprechenden Ebene anzuordnen und sie auszugleichen, aber nicht zu erschaffen oder über sie hinauszugehen. [...] Aber es ist das Feuer des Mannes, das jene Berge in einem riesigen Aufruhr aufgeschüttet hat. [...] Es ist für jeden Mann töricht, sich in ihr Geschäft einzumischen, denn er versteht Ruhe nicht; und für sie ist es gleichermaßen albern, ihm in seinem Amt nachzueifern." Das Liber Legis kommentiert in Vers III/63: "Der Narr liest dieses Buch des Gesetzes, und seinen Kommentar + er versteht es nicht." Die Persönlichkeit des Narren reicht nicht aus, um Das Gesetz zu verstehen. Ohne die Ausgleichung wird er das Gesetz nicht verstehen, er kann es nur glauben. 4) Schwert und Waage: Als "Schwert und Waage" werden in der mystischen Ausdeutung die männlichen Geschlechtsteile bezeichnet, wobei VAV den Phallus, und die beiden IVDs (zu den Buchstaben siehe Einleitungstext) den Samen, die Hoden repräsentieren. Außerdem verweist diese Formel auf die mystische Bedeutung des Buchstaben Alef, der durch den Narren einen direkten Bezug zur Ausdehnung erhält. Narr und Ausgleichung sind geschlechtliche Dependants. Crowley schreibt dazu in Liber 418 (TAN) [2]: "[...] TAN ist jener, der das Gericht(*) in Gerechtigkeit(**) verwandelt. BAL ist das Schwert, und TAN(***) sind die Waagschalen. Ein paar Waagschalen erscheint in dem Stein, und auf dem Balken der Waage steht geschrieben: 'Bewegung um einen Punkt ist Unredlichkeit' (****)Und hinter den Waagschalen befindet sich eine Feder, leuchtend, azur.(*****) Und irgendwie mit der Feder verbunden [...] sind diese Worte: 'Atem ist Unredlichkeit' (******)[...]" Dazu heißt es im Kommentar: "(*)Gericht ist hier das unbesänftigte Weibliche. 5) IHVH: Schwert und Waage sind wichtige Schlüssel zum Verständnis des Tetragrammatons. Das Alef wird (als Buchstabe der häbräischen Quadratschrift) gebildet aus IVD-VAV-IVD Das Tetragrammton in seiner Auflösung nach 0: IVD-HE-VAV-HE reduziert sich im Zahlwert auf 26 (10-5-6-5) [4] und korrespondiert so über IVD-VAV-IVD (10-6-10) mit der Geometrie des Alef, welches aus eben diesen drei Buchstaben zusammengesetzt ist. Alef mit dem Zahlwert 111(ALPh) und 1(A) ist dem Atu 0 - Der Narr zugeordnet und symbolisiert so Leere. Eine besondere Korrespondenz ergibt sich hier aus der Beziehung ALPh / Swastika (Rashith Ha Gilgalim, der Beginn der wirbelnden Bewegung). In der hebräischen Quadratschrift hat das ALPh die Form der Swastika und korrespondiert so mit Kether (siehe hierzu auch: Atu 0-Der Narr, kabbalistische Ausführungen) Im Tetragrammaton (26) ist die Ausgleichung das End-He, die Tochter. Der Narr ist Vau, der Sohn. "Nichts ist ein geheimer Schlüssel dieses Gesetzes.
Crowley schreibt dazu im Liber Aleph an seinem magischen Sohn und Nachfolger: "Er [Mohammed] sagte deshalb: Der Mensch ist eins. Und sein Wille bestand darin, alle Menschen in einem angemessenen Glauben zu vereinigen: Die Zusammenarbeit aller Rassen in der Wissenschaft zu ermöglichen. [...] Sein wahres Wort war LA ALLH und dies drückt aus: (Es gibt) KEIN(en) GOTT, und LA AL ist jenes Mysterium der Mysterien, welches Dein eigenes Auge bei Deiner Initiation durchdrang." AL (31) ist der Gottesname der Sephira CHSD am Baum des Lebens. Crowley schrieb in einer Note am 19.12.1939 an Frieda Harris: " These notes on Justice, or as we have preferred to call her 'Adjustment'. Please note this title. In reading through my description of the card, I noticed a correction to be made, Phalax should be Phallic. There are several mistakes in spelling and punctuation, but no doubt you can put these right by your own ingenium. I suppose I was in a very bad temper when I made my criticism, but I do feel strongly that the plumes of Maat are too insignificant, and the Dove and Raven look simply stuck on; nor do I think that the tessellated pavement is quite right. The general criticism is that the card is a little too cold; Liber is the sign of autumn, season of mists and mellow fruitfulness, close-bosomed friend of the maturing sun. In your card you have got the idea of balance static, whereas it ought to be dynamic. Nature is not the grocer weighing out a pound of sugar; it is the compensation of complicated rhythms. I should like you to feel that every adjustment was a grande passion; compensation should be a festival, not a clerk smugly pleased that his accounts are correct. It seems to me that this doctrine is very important as a commentary on the text "Existence is pure joy", and I feel sure that the connection of Venus and Saturn with the sign is significant in this respect. The compensation is surely the awakening of the Eld of the All-Father, the constant reproduction of the original purity from the last stage of illusion. (Compare what I said above about the number Ten).[...] To return to `Adjustment'; those birds bother me very much. I don't think they belong. I think they come from Noah's Ark. It would be better to simplify this card by leaving them out altogether. I feel sure that when you get the Venus and Saturn dancing motive firmly in your mind, you will produce a lady whom you will like better.I must emphasise that this fear of faces is an appalling symptom of cowardice. It is surely a natural instinct to connect expression with moral ideas, and it is moral ideas, or more correctly magical ideas, that you are out to illustrate. It did not matter so much in this particular card because of the tradition of Justice being blind, but on the other hand, the masking of the face suggests deceit which is the absolute opposite of the intention of the card; it was the familiars of the Inquisition, it was the Vehngericht that administered what they called Justice, hooded." Übersetzung: "Diese Anmerkungen zu Gericht, oder, wie wir sie bevorzugt nennen, 'Ausgleichung'. Bitte diesen Titel merken. Beim Lesen meiner Kartenbeschreibung bemerkte ich eine notwendige Korrektur, 'Phalax' sollte 'Phallic' sein. Da sind einige Fehler in Buchstabierung und Interpunktion, aber zweifelsohne können Sie diese mittels Ihres eigenen Genius korrigieren. Ich denke, ich war in einer sehr schlechten Gemütsverfassung, als ich meine Kritik schrieb, aber ich empfinde es nach wie vor so, daß die Maat-Federn [1] zu undeutlich sind und die Taube und der Rabe wirken einfach aufgeklatscht, auch denke ich, daß der Mosaikboden nicht richtig ist. Die generelle Kritik ist, daß die Karte ein wenig zu kalt ist; Liber [Libra?] ist das Zeichen des Herbstes, Jahreszeit von Nebel und lieblicher Fruchtbarkeit, Busenfreund der reifenden Sonne. In Ihrer Karte haben Sie das Konzept der statischen Balance, obschon sie dynamisch sein sollte. Die Natur der Karte ist nicht der Krämer, der ein Pfund Zucker abwiegt; sie ist der Ausgleich komplizierter Rhythmen. Ich sollte Sie dazu bringen, zu empfinden, daß jede Ausgleichung eine großartige Leidenschaft bedeutet, Ausgleichung sollte ein Fest sein, nicht ein selbstgefälliger Buchhalter, der sich an korrekten Abschlüssen erfreut. Es scheint mir, daß diese Lehre sehr wichtig ist zum Kommentierung des Textes 'Existenz ist reine Freude' und ich bin sicher, daß die Verbindung von Venus und Saturn mit dem Zeichen in dieser Beziehung aussagekräftig ist. Die Ausgleichung ist mit Bestimmtheit das Erwachen des Alters des All-Vaters, die konstante Wiederherstellung der ursprünglichen Reinheit aus der letzten Phase der Illusion heraus. (Vergleichen Sie das oben Gesagte mit Nummer Zehn). [...] Um zur Ausgleichung zurückzukehren; diese Vögel ärgern mich ziemlich. Ich glaube, sie gehören da nicht hin. Ich denke, sie stammen aus Noahs Arche. Es wäre wohl besser, die Karte zu vereinfachen, indem man sie einfach alle wegläßt. Ich bin sicher, daß Sie, wenn Sie das Motiv der Venus mit Saturn tanzendend fest verinnerlicht haben, eine Lady schaffen, die Ihnen mehr zusagt. Ich muß betonen, daß diese Angst vor Gesichtern ein entsetzliches Merkmal von Feigheit ist. Es ist sicherlich ein natürlicher Drang, Ausdruck und moralische Ideen zu verbinden, und es sind moralische Ideen, oder richtigerweise magische Ideen, welche sie im Begriff sind, zu illustrieren. Das fällt bei dieser speziellen Karte nicht allzuschwer ins Gewicht, da Justizia traditionell blind ist, auf der anderen Seite jedoch unterstellt die Maskierung des Gesichtes eine Falschheit, welche der Intention der Karte absolut zuwiderläuft; dies ist man von der Inquisition gewöhnt, das war das Vehngericht, das umsetzte, was sie verdeckt Gerechtigkeit nannte." Am 12. Juli, wahrscheinlich nach 1939, schreibt Harris an Crowley bgzl. der Ausgleichung: "The Adjustment is being queer with me. She has, after all, insisted on being Beardsley! Also Harlequin comes in & out of it so I must have to submit. But why Harlequin? Is there any connection? Also she won't sit down but stands on her toes just balanced. The design-result is good. That blue is cobalt I take it. The instruction says Blue-Blue green. Pale green Emerald. That Emerald is a vile pigment in poster paints." Übersetzung: "Die Ausgleichung ist mir suspekt. Trotz allem bleibt sie beharrlich im Beardsley-Stil! Ebenso wie der Harlekin einfließt und auftaucht und ich habe mich zu fügen. Aber warum Harlekin? Gibt es da irgendeine Verbindung? Auch wird sie nicht sitzen, sondern steht balancierend auf ihren Zehen. Das konzeptionelle Ergebnis ist gut. Das Blau, daß ich benutze, ist Kobalt. Die Anweisung meint blau-blaugrün. Blasses Smaragdgrün. Dieses Smaragd ist ein abscheuliches Pigment in Plakatfarben." |
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Anmerkungen [1] Crowley spricht hier im Buch Thoth zusätzlich von einer Uräusschlange. [2] "The Vision & the Voice - Liber 418"; Übersetzung: M.D. Eschner [3] Hier greift auch die Formel 1 = 111 = 3 = 0, die direkt dem Narren zugeordnet ist. [4] Im aramäischen korrespondiert die 26 mit dem Begriff "KDB" - Lüge. |




Zahl: 30, 74
Buchstabe: Lamed (L, LMD) - "ein Ochsenziemer" (hieroglyphische Form)
1) Der Lebensbaum: An der Position Kethers sehen wir in Atu VIII den Dreh- und Angelpunkt der Kartenthematik: Die Federn der Ma´at, an denen die Waagschalen des Alpha und Omega hängen. Die Darstellung der Waage ist surrealistisch übertrieben. Die Gestalt der stilisierten Justitia reicht von Kether bis Malkuth, sie ist nach den Herrscher in Atu IV die zweite Person, die in Malkuth steht, allerdings hier nur auf einem winzigen Punkt den Balanceakt vollführend.

= 26 = 10 / 6 / 10 =

6) AL - LA (31): Besondere Beachtung sollte man in der tiefgehenden Ausdeutung der Atu0/VIII Beziehung auf die den Karten zugeordneten Buchstaben des hebräischen Alphabeths richten. Der Narr (ALPh) und die Ausgleichung (LMD) ergänzen sich zu AL (hebr. "Alles, Gott") und LA (hebr. "Nichts, Nichtseiend"). Daraus läßt sich ableiten: "Alles/Gott=Nichts/Nichtseiend". Interessant hierzu das o.g. Liber Legis Zitat, denn die Zahl "Eins und Sechzig" gibt AIN (der erste Schleier der negativen Existenz - "grenzenloses Nichts").
