Tarot & Kabbalah
Thoth Tarot
Thoth Tarot Atu 10 Glück
Thoth Tarot Atu 10 Glück
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X- GLÜCK
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![]() Drei in eins, das Rad sich dreht, An der OFFENEN HAND Er nicht vorüber geht. |
Schicksalsrad, Rad des Samsara, Stillstand ist Tod. Farbe: Violett, Blau, prächtiges Purpur, strahlendes Blau(gelbgestreift) Kurzbeschreibung: Atu X-Glück ist eine dynamische Karte, die Bewegung in das Deck bringt. Glück kann positiv und negativ geprägt sein. So ist nicht die profane Auffassung von Glück hier maßgebend, sondern eher ist schicksalhafte Veränderung das Thema. Die Karte ist in ihrer Gestaltung nicht sehr weit von Arthur Edward Waites Entwurf entfernt, der 1909 veröffentlicht wurde [1]. Sie wirkt hauptsächlich in Malkuth, d.h. in den materiellen Ebenen und beeinflußt Umstände, Zustände und Begebenheiten. Sie bringt einen Zufallsfaktor in die Gesetze der Kausalität ein und sorgt für unerwartete Wendungen. Atu X-Glück aktiviert unsere innerren Triebkräfte, läßt uns in Bewegung kommen, macht uns Handlungsfähig außerhalb gewohnter Muster und zwingt uns, zu improvisieren, was unsere Flexibilität erhöht. |
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Interpretation der Karte
Die drei Figuren entsprechen den Bewegungszuständen des Rades: Antrieb (Beschleunigung), Trägheit (Verlangsamung) und Ausgleichung (Stillstand). Im hinduistischen Weltbild werden diese als Gunas bezeichnet, welche permanent ineinander übergehen. Diese drei Kräfte spiegeln sich im hebräischen ARARIThA wieder, das bedeutet: Eins ist sein Kommen, Eins ist sein Gehen, Eins ist sein Verweilen. Am unteren Rand des Rades ist eine Hand zu erkennen, die -geschlossen- auf den Buchstaben IVD (voll ausgeschrieben = 20) und damit auf Atu IX-Eremit hinweist. In der Legung deutet Atu X-Glück auf abrupte Wechsel und schicksalshafte Begegnungen mit ungewissem Ausgang hin. Im Ego-Bezug zeigt die Karte einen äußerst wechselhaften Menschen, der von einem Extrem ins nächste fällt. Atu X-Glück zeigt einen Charakter, der stark von äußeren Einflüssen geprägt und bewegt wird. Dieser Typus Mensch wirkt oft planlos, vom Schicksal gebeutelt, hin- und hergerissen. Jedoch, wenn er es versteht, sich in die Bahnen des Unplanbaren zu fügen, bringt es ihm eine tiefe Ruhe und Gelassenheit, die stark an den Narren erinnert. Der Fragende tut gut daran, beim Auftauchen dieser Karte sich einer gewissen Selbstironie nicht zu enthalten. In der Partnerschaft ist die Karte ein absoluter Joker. Wer annimmt, seine Beziehung verlaufe im Schatten des Atu X ruhig und gemächlich, der ist auf dem Holzweg. Hier geht es unter der Regentschaft von Atu X drunter und drüber, aber sicher ist: Langeweile wird nicht aufkommen. Diese Karte sorgt für Abwechslung und Bewegung im Liebes- und Beziehungsleben, entzieht sich jedoch in ihrer Wirkung jedweder Kontrolle. Wer jedoch ohne Erwartungen, Präferenzen und Vorannahmen mit dieser Karte operiert, sich ihr fügt, ihr unanfechtbares Urteil akzeptiert, der kann aus den Situationen, die durch Aru X initiiert werden, einen enormen emotionalen Gewinn ziehen. Gesundheitlich deutet die Karte auf Unbeständigkeit, wechselnde Zustände und eruptive Veränderungen hin. Krankheit und Gesundheit sind keine planbaren Faktoren, es kann zu völlig unerwarteten Wendungen kmmen, z.B. durch Unfall oder plötzliche Krankheit. Günstig aspektiert kommt auch spontane Heilung von Krankheit in Frage. Vorsicht ist hier geboten bzgl. Gelenkerkrankungen. Finanzen: Hier kommt es zu unerwarteten Veränderungen, sowohl zum Positiven, als auch zum Negativen hin. Das einzig Beständige ist hier der Wechsel, der unter dieser Karte zum Programm wird. Wird Atu X als finanzieller Aspekt gelegt, sollte sich der Fragende nicht zu sehr auf scheinbar sichere Konzepte, vermeindlich todsichere Tips und gesicherte Anlagen verlassen. Wenn das Rad des Schicksals beginnt, sich zu drehen, tun sich Abgründe auf, die sich zu allesverschlingenden schwarzen Löchern entwickeln können. Ebenso werden unfruchtbare Wüsten zu blühenden Landschaften, die plötzlich unglaublichen Ertrag abwerfen. Dies ist das Wirken des Schicksalsrades in seiner reinen und unschuldigen Form. Diese Karte ist nicht das, was man gemeinhin mit dem Begriff "Glück" verbindet. Daher ist der von Crowley gewählte Titel eher irreführend. Der alte Titel "Rad des Schicksals" trifft den tieferen Sinn der Karte eher. Nicht Glück im Sinne von Zuwachs, günstiger Fügung oder Wohlbefinden ist das Thema, sondern Bewegung der Umstände. Dies kann jedoch in verschiedene Richtungen gehen. wheel-weal and woa-woe!
Hier wird unser Narr auf seiner spirituellen Reise durch das Tarot Deck nun mit unvorhergesehenen Ereignissen und Wendungen konfrontiert. Seine Improvisationsfähigkeiten werden beansprucht, und er muß nun zeigen, wie agil und beweglich er ist. |
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![]() Beschleunigt durch seine dreieinigen Energien, spinnt das Rad des Glücks: seine Achse unbeweglich, in der Tat. |
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Pfad: 21 (ChSD n. NTzCh)
Göttername: ABA AL AB Eigenschaften: Engstirnigkeit Körperbezug: linkes Ohr, Verdauungssystem |
Gematrisch korrespondente Begriffe: 20: Bruderschaft, Darlegung, Krankheit, Tinte, geschehen, eintreten, da sein, existieren, ins Dasein gesetzt werden, Unfall, Verderben, durchdringen, Seher, Prophet, die Brust von Tieren, schauen, sehen, Zeichendeuter, ähnlich 820: verwüsten, zersprengen Pfad des Sepher Yetzirah: "Intelligenz der Schlichtung" |
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1) Shivas Auge: Crowley schreibt im Buch Thoth (S.97) zu Atu X: "Doch wie der Atu XVI kann auch diese Karte als eine Einheit von höchster Verwirklichung und Freude interpretiert werden. Die Blitze zerstören nicht nur, sondern erzeugen auch; und das Rad kann als das Auge Shiva´s betrachtet werden -dessen Öffnen das Universum vernichtet- [...]" Diese Korrespondenz zu Atu XVI-Der Turm sollte grundlegend in Verbindung mit Atu IX und Atu XI studiert werden. Bezieht man IX, X und XI auf den Geschlechtsakt, so ließe sich atu XVI thematisch zwischen X und XI einbinden, der nach dem Akt zerstörte Phallus.
Die obere Triade, bestehend aus Kether, Chockmah und Binah berührt hier den Sternenhimmel, liegt über dem Abyssos. Darunter, auf dem Rad und unter dem Abyssos, liegen die mittlere (Chesed/Geburah/Tiphareth) und die untere Triade (Netzach/Hod/Yesod). Da selbst die Speichen des Rades (bis auf 2) mit der Lage der Pfade, die von Tiphareth ausgehen, identisch ist, kann man wohl davon ausgehen, daß die Anordnung der Bildelemente von vornherein durch Crowley und Harris nach dem Lebensbaum ausgerichtet wurde. Malkuth schließlich berührt den Ankh-Stab des Typhon. Die Zahl des Trumpfes, 10, ist die Zahl Malkuths, die Zahl der höchsten Verdichtung von Potentialen in der Materie. Dies sagt aus, daß Atu X-Glück sich fast ausschließlich auf die materielle Ebene auswirkt. 10 ist die Summe der ersten vier Zahlen und die Gesamtzahl der Sephiroth. Die mittlere Säule am Baum des Lebens verdient hier besondere Beachtung. Sie verläuft durch das Zentrum des Rades, und auf den Punkt, der von Yesod abgedeckt wird, sehen wir die geschlossene Hand von IX-Der Eremit (diese Korrespondenz ergibt sich aus der Buchstabenbedeutung von Iod, welcher Atu IX zugeordnet ist). Besonders zu beachten ist hier die Geste, welche die Hand zeigt, und die jedem Betrachter als "obszöne Geste" geläufig sein sollte. In der Zeichensprache steht diese Geste für den Buchstaben "T", was im magischen Bezug auch als "erigierter Phallus" interpretiert werden kann. Yesod, das Fundament, steht im Körperbezug des Lebensbaumes für den Unterleib und die Geschlechtsorgane. Diese werden nun mit dem Iod aus Atu IX in Verbindung gebracht. Iod ist von seiner Form und magischen Bedeutung her das Spermatozoon.
3) Trinitäten - die Figuren: Eine weitere Zuordnung zu den 3 Figuren der Karte ist die der alchemistischen Qualitäten Schwefel, Quecksilber und Salz, wobei die Sphinx dabei lt. Crowley Schwefel, der Hermanubis-Affe das Quecksilber und Typhon das Salz repräsentieren (siehe Buch Thoth, sowie Atu II, III, IV sowie VI und XIV). 4) The Vision & The Voice: In Liber 418, 20. Aethyr -KHR- schreibt Crowley 1909 [3]: "Und nun nehme ich wahr, daß all diese Dinge nur die Schleier des Rades sind, denn sie alle sammeln[a] sich und bilden ein Rad[b], das sich mit unglaublicher Geschwindigkeit dreht. Es hat viele Farben, die sich aber alle in weißem Licht befinden, so daß sie transparent und leuchtend sind. Diese eine Rad besteht aus 49 Rädern, die in verschiedenen Winklen zueinander angesetzt sind, so daß sie eine Kugel bilden; jedes Rad hat neunundvierzig Speichen und neunundvierzig[c] konzentrischen Wandungen in jeweils gleichem Abstand vom Zentrum. Und wo immer die Strahlen von irgendwelchen zwei Rädern aufeinandertreffen, dort entsteht ein blendender Blitz der Herrlichkeit. [...] Es hat den Anschein, als drehe eine Hand[d] dieses Rad. [...] Nun sehe ich Gestalten auf dem Rad, die ich als die mit einem Schwert bewaffnete Sphinx, Hermanoubis und Typhon identifiziert habe. Und dies ist falsch. Der Rand des Rades ist eine lebendige Smaragdschlange; im Zentrum des Rades befindet sich ein scharlachrotes Herz [...] Die Gestalten auf dem Rad sind dunkler als das Rad selbst; tatsächlich sind sie Flecken auf der Reinheit des Rades, und aus diesem Grund und wegen des Wirbelns vermag ich sie nicht zu erkennen. Aber das auf der Spitze scheint ein Lamm mit Fahne zu sein, so wie man sie auf manchen christlichen Medaillen dargestellt findet, und eines von den unteren Dingen ist ein Wolf und das andere ein Rabe. Das Symbol mit Lamm und Fahne ist viel heller als die anderen beiden." |
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Anmerkungen
[2] Crowley schreibt im Buch Thoth auf S. 96: "Diese Karte ist dem Jupiter zugehörig, der in der Astrologie 'das Große Glück' genannt wird. Sie entspricht dem Buchstaben Kaph [...]" dazu weiter in einer Fußnote: "Kaph 20 Pé 80 = Quoph, Fische. K und Ph sind die Anfangsbuchstaben von Kteis und Phallos" Diese Zuordnung entspricht nicht der allgemeinen Schreibweise des Buchstaben Kaph, welcher üblicherweise mit einem "End-Phe" geschrieben wird und sich so zu 820 addiert, nicht zu 100 wie in der zitierten Fußnote angegeben. Es ist anzunehmen, daß Crowley sich dessen wohl bewußt war, jedoch hier "Fünfe gerade sein" ließ, um auf die Bedeutung dieser Karte im Bezug auf den materiellen, also tatsächlichen Zeugungsakt hinzuweisen. Es sollte nicht vergessen werden, daß Crowley das Thoth Deck urprünglich nicht als profanes Divinationswerkzeug schuf, sondern daß es im A.°.A.°. als didaktisches Werkzeug bzw. als Einweihungsweg konzipiert wurde. Das Tarot mit geheimen Ordenslehren zu verbinden, war damals keine Besonderheit, schließlich hatte Crowley ebendies in seiner Zeit im G.°. D.°. selbst so gelernt.
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Die Karte X-Glück (zum hebr. Buchstaben KaPh gehörig) [2] ist aus folgenden Elementen aufgebaut: Im Zentrum der Karte befindet sich das beherrschende Motiv, das Rad des Schicksals. Eigenartigerweise ist es von Frieda Harris nicht vollständig symmetrisch dargestellt, was angesichts ihre Genauigkeit z.B. bei II-Die Hohepriesterin etwas verwundert. Die Zahl Zehn als Symbol des Lebensbaumes, des Minutum Mundum, taucht in verschiedenen Formen auf: Als zehn Speichen des Rades, als die zehn Strahlen, die das Rad ausstößt, als die zehn oberen Sterne und als die neun unteren Sterne, die durch Blitze mit dem zehnten Punkt (Malkuth, hier außerhalb des Kartenbereiches liegend) verbunden sind. Diese 4 x 10 deuten darauf hin, daß dieses Rad in allen 4 Welten (Atziluth, Briah, Yetzirah, Assiah) seine Wirkung entfaltet. Atu X-Glück hat ebenso einen tiefen Bezug zur Sexualität.
Auf dem Rad sind die Sphinx (stellvertretend für Kether bzw. Sulfur), Typhon (an Stelle Chokmahs bzw. Sal) und Hermanubis (an Binahs Stelle bzw. Mercurius) vertreten. 
Zahl: 20, 820
Buchstabe: Kaf (K, KPh)
2) Der Lebensbaum: Bei der Projektion ergibt sich hier ein triadisch strukturiertes Bild, aus dem sich ein sehr bezeichnender Bezug zu Atu IX-Der Eremit ergibt.
Der physische Akt der ZEUGUNG wird hier angedeutet, er manifestiert sich dann in Atu XI-Lust im oberen Bereich der Karte. Dahingehend ist auch das oben aufgeführte Zitat aus den Buch Thoth (siehe Punkt 1, oben) zu interpretieren. Auch Crowleys Bemerkungen bzgl. der Bedeutung des Buchstaben Kaph als "Kteis und Phallos" (Vagina und Phallus) [2] deuten auf diese Symbolik hin. Atu X-Glück ist somit die Bewegung des karmischen Rades, der Moment der Erschaffung neuen Lebens, die Initialzündung des Werdens. Die Trümpfe IX, X und XI sind somit Lebensgeber, Erzeuger, biologische Fortplanzung im Wortsinn und sollten auch unter diesem Aspekt studiert werden. Dies schlägt sich - je nach Fragestellung- auch in der Ausdeutung nieder.
[1] Die ursprüngliche Darstellung der Karte nach McGregor Mathers im System des G.°.D.°. enthielt nur zwei Figuren, nämlich die Sphinx und den Hermanubis-Affen. Waite fügte 1909 die dritte Figur, den Typhon hinzu. Crowley hat diese Einfügung scheinbar übernommen, wie im Liber 418 -20. Aethyr- ersichtlich ist. Möglicherweise ist dies ein Hinweis auf die Gründe, aus denen heraus der Streit zwischen Crowley und Waite damals entbrannte, welcher letztlich in das bekannte Shisma mündete, das den G.°.D.°. fast vollständig zerstörte. Es wurde Crowley vorgeworfen, bei der Kreation des Thoth Tarot Decks die Ideen Waites bzw. geheime Tarot-Lehren des G.°.D.°. kopiert und veröffentlicht zu haben. In der Abbildung links sehen wir die Karte des Atu X, wie Samuel McGreor Mathers sie im G.°.D.°. Anfang des 20. Jahrhunderts verwendete. Quelle: Das magische System des Golden Dawn von Israel Regardie.
[3] Hier sei auf eine Unregelmäßigkeit im Buch Thoth hingewiesen. Auf den Seiten 141-143 wird in Fußnote 2 als Quelle "The Vision and the Voice (4.Aethyr)" angegeben. Das ist falsch. In der Tat handelt es sich um ein Zitat aus dem 20. Aethyr. In den Kommentaren zu dem Aethyr schreibt Crowley in Liber 418:
