Tarot & Kabbalah
Thoth Tarot
Thoth Tarot Atu 14 Kunst
Thoth Tarot Atu 14 Kunst
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XIV - KUNST
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![]() Die Schlange, aufgerollt am PFAHL der Grenzen, steigt auf, im gold´nen Licht zu glänzen |
Vereinigung, Re-Ligio, Coagula Farbe: Blau, Gelb, Grün, dunkles leuchtendes Blau Astrologie: Schütze Kurzbeschreibung: In Atu XIV finden wir das Gegenstück zu Atu VI-Die Liebenden. Die Kunst verbindet die Gegensätze und fügt daraus eine höhere Einheit zusammen. Alle Dinge, die in Atu VI getrennt wurden, werden nun zu einem Ganzen. Der herrschende Planet ist hier Jupiter mit deutlichen Bezügen zu Sonne und Mond. Die Kunst ist eine Karte mit tiefgehenden alchemistischen Bezügen, die gründlich studiert werden sollten. Der Pfad Nr. 25 am Baum des Lebens (Samech/Schlange), auf dem diese Karte liegt, ist im Körperbezug der erste Aufstiegspfad der Kundalini-Schlange (er führt an der Wirbelsäule entlang von Becken/Yesod an aufwärts). Durch die Vereinigung der Gegensätze und Aufhebung der Begrenzungen kann die Kundalini sich lösen und aufsteigen. |
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Interpretation der Karte Auf der Karte sehen wir vor dem jupiterblauen Hintergrund die Abbildung einer androgynen Gestalt, eine Interpretation der Diana (Diana der Epheser, die "Vielbrüstige"), welche in der Ausübung magisch-alchemistischer Kunst begriffen ist. Auf ihrer Brust trägt sie die 7 Planeten bzw. 7 Metalle in harmonischer Anordnung.
Aus den gegensätzlichen Elementen Feuer und Wasser stellt sie in einem goldenen Kessel eine alchemistische Tinktur her. Die Essenz dieser Tinktur steigt als Dampf auf und bildet einen Regenbogen, der sich um die Schultern der Figur spannt, hier sehen wir auch das königliche Cape wieder. Auch die Farben von Adler und Löwe, die hier bedeutend größer und in Aktion gezeigt werden, sind im Vergleich zu Atu VI umgekehrt. Der Löwe gibt sein rotes Blut in den Kessel, und der Adler speit weißes Liquid hinein. Im Kessel werden die Ingredienzen vermischt und verwirbelt, und durch Hitze und Kälte geläutert angedeutet durch die Mischung aus Feuer und Wasser unter dem Kessel). Die Symbole auf dem Kessel besitzen alchemistische Bedeutungen. Das generelle Thema der Darstellung ist die Zusammenführung der Gegensätze. Schütze (Atu XIV) liegt den Zwillingen (Atu VI) gegenüber im Zodiak, diese Gegensätzlichkeit schafft eine Korrespondenz zur Kartenthematik dieser beiden Atu. Im Liber 418, 27.Aethyr -ZAA beschreibt Crowley 1909 die Figur der Karte: "Und dann schwillt ihre Stimme zu einem Aufschrei an, und da siedet ein Kessel vor ihr; und das Feuer unter dem Kessel erinnert an Zinkflammen, und in dem Kelch befindet sich die Rose, die Rose mit den 49 Blütenblättern, die darin kocht. Ihre Regenbogenflügel hat sie über den Kessel gebreitet; und ihr Gesicht ist über den Kessel gebeugt,und sie bläst opaleszierende, silbrige Ringe auf die Rose; und ein jeder Ring, wie er das Wasser berührt, entzündet sich, und die Rose nimmt neue Farben an. Und nun richtet sie ihren Kopf auf und erhebt ihre Hände zum Himmel und ruft aus: O Mutter [*], wirst du denn niemals Mitleid mit den Kindern der Erde haben?" In der Legung weist Atu XIV deutlich auf die sinnvolle und geplante Verbindung von Kräften hin. Crowley schreibt im Buch Thoth (S.254): "Vergieße all das Deinige bereitwillig von der Vase in Deiner rechten Hand, und verliere keinen Tropfen. Besitzest Du nicht in Deiner linken Hand eine Vase? Verwandle allse vollständig in das Bildnis Deines Willens, bringe alles zu seinem wahren Merkmal der Vollkommenheit. Löse die Perle im Weinkelch auf; trink, und mache die inneliegende Kraft dieser Perle offenbar" Im Ego-Bezug Begegnet uns die Tochter der Aussöhner, Hervorbringerin des Lebens (so der alte Titel dieser Karte) in der Form eines Menschen, der zu Vermittlung, Versöhnung und mediatorischen Tätigkeiten geradezu prädestiniert ist. Der Jupiter-Einfluß ist hier unverkennbar, ebenso die Affinität zur Sephira Chesed (Gnade). Als Personenkarte zeigt Atu XIV auf einen idealen Verhandlungsführer und Unterhändler. Als Ereignis treffen wir hier auf die Notwendigkeit, scheinbar unvereinbare Gegensätze miteinander verbinden zu müssen, um weiterzukommen. Wir sind gefordert, passende Komponenten zu eruieren, ihre tatsächlichen Verhältnisse zueinander abzuwägen und sie nach gründlicher Überlegung in einen Plan einzufügen, um das Ziel zu verwirklichen. Hier sind innovative und erprobte Strategien gefragt, und anfängliche Mißerfolge sollten stets als Ausgangspunkte für Modifikationen dienlich sein. Wichtig ist dabei, das Ziel klar zu umreißen, und die Methoden im Sinne der Wirkungseffizienz anzupassen. In der Partnerschaft ist Atu XIV letzhin eine positive Karte, zeigt sie doch darauf, daß selbst Beziehungen, welche unter vermeindlich ungünstigen Anfangsbedingungen begannen, durch kluges Beziehungsmanagement zu einem langanhaltenden Erfolg führen können. Die Partner, von denen Außenstehende wohlmöglich denken "wie passen die denn zusammen, die können doch unterschiedlicher nicht sein" verstehen es, ihre Gegensätzlichkeit zu einem Quell der gegenseitigen Inspiration werden zu lassen. Dieses Ergebnis jedoch stellt sich nicht von alleine ein, es ist die Summe gemeinsamer Anstrengungen, die über einen langen Zeitraum hinweg aktiv und von beiden Partnern betrieben werden. Die Gegenmsätze ziehen sich an, versuchen sich gegenseitig auszulöschen und münden, wenn alles recht getan wird, in einer belebten, harmonischen Beziehung, die einen weiten Bogen der Gefühle umspannt. Sexuell kann Atu XIV durchaus auf bisexuelle Tendenzen hinweisen. Gesundheitlich liegen die Schwerpunkte, bedingt durch die Körperkorrespondenzen, auf den Hüften und Schenkeln. Gelnkprobleme in der Hüfte können sich durch Atu XIV ankündigen bzw. sollten als mögliche Spätfolgen in Betracht gezogen werden. Die Kunst kann auch in der Legung als Warnung vor akuten und/oder drohenden Thrombosen und Schlaganfall verstanden werden und rät zur Vorbeugung. Finanzen: Hier sehen wir eine äußerst förderliche Karte, was den Ablauf finanzieller Belange angeht. Ideale Karte für Chefunterhändler, Mediatoren und Menschen, die Kapital daraus ziehen, unterschiedliche Positionen miteinander in Einklang zu bringen. Sorgsames, völlig emotionsloses Festhalten an durchdachten Strategien führt hier zu enormem Erfolg, der von Dauer ist. Für Makler, Broker, Finanzberater aber auch für Betriebsräte, Gewerkschaftler und Politiker ist dies sicherlich eine Karte von Bedeutung. In kleineren Rahmen steht Atu XIV für die Kunst, sinnvoll die richtigen Komponenten zur Mehrung des eigenen Budgets zusammenzuführen. Das volkswirtaftliche Maximalprinzip entspricht dieser Karte. Atu XIV ist das Gegenstück zur Karte Die Liebenden, hier wird die magische Weisung SOLVE ET COAGULA vollendet. Hier wird zusammengefügt, was in Atu VI getrennt wurde. Die Kunst steht für die reinste Form der Vereinigung, für Synthese auf höchster Ebene. Sie zeigt uns, daß es möglich ist, Gegensätze zu verbinden und so etwas zu schaffen, das mehr ist, als die Summe seiner Teile. Das Vollkommene und das Vollkommene sind ein Ganzes und nicht zwei; nein, sind keins! |
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![]() Solve, Coagula! Durch V.I.T.R.I.O.L. wird kundgetan, die Tinktur, das Elixier, und der Stein. |
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Pfad: 25 von TIPhARTh nach ISVD
Göttername: x Körperbezug: Hüften und Schenkel |
Gematrisch korrespondente Begriffe: 60: der unheimlich aber leise Redende, murmeler, Magier, die Totenbeschwörer,(Metalle durch Erhitzen) prüfen, Eroberung, Werturm, Exzellenz, Sublimität, Pracht, Stolz, Herrlichkeit, Hoheit, Majestät, Übermut, betrachten, siehe da!, hierher, hier, sie, diese, jene, dieselben, metallenes Gefäß, Korb, Schüssel, vermögen, können, erlangen, ILHIH (Engel der 8 der Kelche), Instrument, Gerät, Ausrüstung, WAffe, Kleidung, Brautschmuck, Schiff, Werkzeug, Zeug, Gesicht, Vision, Fenster, Durchsicht, dumm, im Süden, Klangegesang 600: Einigkeit, Friede, Verschwörung, Lüge, zischen, pfeifen, weißer Marmor, sechs Pfad des Sepher Yetzirah: "Intelligenz der Prüfung oder Versuchung" Korrespondenz zu den Na´aim (Sterne im Pegasus) |
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1) Der Lebensbaum: Die Betrachtung der visuellen Korrespondenzen ist bei Atu XIV besonders aufschlußreich und offenbart den tiefen Sinngehalt dieser Karte.
Chockmah, Binah, Chesed und Geburah liegen auf dem äußeren Regenbogen und berühren die VITRIOL-Formel. Chockmah und Binah berühren den Regenbogen, der sich als Cape um die Schultern der Figur spannt. Wie auch in den Atu III und IV liegen Chesed und Geburah auf den Ellenbogen. Auch die Kleidung korrespondiert mit der, die Herrscherin und Herrscher tragen, wobei das Grün hier auch für den "grünen Löwen", das alchemistische Vitriol steht. In Tiphareth, welche wie bei den meisten Personen des Decks auf dem Schoß liegt, kommt es zu der Quitessenz-Handlung der Karte, der Vereinigung von aktiven und passiven Teilen. Die Tochter des Alles-in Nichts fügt Feuer /Stab /männlich und Wasser /Kelch /weiblich zusammen. Auf dem Pfad 25 -Samech- läutert sie sie Verbindung und manifestiert sie im heiligen Gral (angedeutet durch den Kessel in Yesod. Aus den Alchimistischen Prinzipen Schwefel, Quecksilber und Salz bindet sie ein universelles magisches Element, das bereits in Atu X - Glück theoretisch angedeutet ist. Die Läuterung ist hier dargestellt in Form der Rectifikation (alchemistische Reinigung; häufig werden Destillate nach der Herstellung noch rectifiziert). Der in Atu XI gezeigte Erfolg der magischen Operation ist hier noch einmal prinzipiell erläutert. Netzach zeigt den roten Adler und Hod den weißen Löwen, eine Vertauschung der Rollen, wie sie in Atu VI gezeigt wurden. Ebenso vertauscht sind in dieser Karte die Hautfarben der androgynen Gestalt, welche eine Verschmelzung der Figuren der Karte VI darstellt. In Yesod (üblicherweise dem Unterleib zugeordnet) dann sehen wir den goldenen Kessel. Am Kesselrand befindet sich ein Kreuz als Zeichen für das alchemistische Gold. Er ist der Gral, das Gefäß, in dem die magische Reaktion stattfindet (identisch mit dem Kartenhintergrund in Atu XI-Lust) und aus dem die Quintessenz ["Quinta essentia ist die Natur des Arcanum." (Paracelsus: III/473). "(...) ist, wenn die Natur über ihren gewöhnlichen Grad gestärkt wird." (Paracelsus: III/752)] in Form von Dampf aufsteigt und als Regenbogen über die Pfade Samech und Gimel aufsteigt. Der Kessel ist mit einem Totenkopf gezeichnet [Caput mortuum; in der Alchemie meist der unlösliche Teil eines Kalzinats]. Auf ihm sitzt ein Rabe, welcher für die "Schwärzung" steht, die Verfärbung im Inneren der Erde. Diese Symbolik erinnert stark an bestimmte sexualalchemistische Putrefaktionstechniken (siehe Atu XIII - Anmerkung1: Putrefactio) In Malkuth sehen wir eine Mischung aus Feuer (Hitze) und Wasser (Kälte), die den Kessel antreibt. Adler und Löwe stehen in dieser heißkalten Mischung.
3) Bogen und Pfeil: Über dem Haupt des Hermaphroditen, der das Scharlachweib (die befriedigte Frau, vereinigt mit dem Tier) in magischer Aktion zeigt, ist aus zwei Mondsicheln ein Bogen gemacht, dies ist der Bogen des Schützen, der mit dem in Atu II-Hohepriesterin gezeigten Bogen der Göttin Neith korrespondiert. Während dieser Bogen in Atu II ruht, in Atu VI gespannt ist, hat er hier den Pfeil abgeschossen, das Werk ist vollbracht.[3] Der auf dem Pfad Gimel liegende Pfeil verdient besondere Beachtung. Er ist von merkurischer Natur (in Atu I-Der Magier treffen wir ihn ebenfalls, genauso wie in Atu VI-Die Liebenden.) und Crowley nennt ihn "in der Tat die einfachste und reinste Hieroglyphe des Merkur, das das Symbol des gerichteten Willens darstellt" (Buch Thoth, S. 111). Besonders deutlich wird dies in Atu VI, wo er direkt, dem Köcher mit der Aufschrift Thelema entnommen, von Kether aus über den Pfad Aleph abgeschossen den Willen zur Emanation aufzeigt. Im 5. Aethyr schreibt Crowley [4]: "Nun siehe also, wie der Kopf des Drachens nur der Schwanz des Aethyrs ist! Viele sind die, die sich ihren Weg von Wohnhaus zu Wohnhaus im Haus der Ewigkeit erkämpft haben, und als sie mich schließlich sahen, verkündeten sie: "Furchterregend ist der Anblick des Mächtigen und schrecklichen." Glücklich sind die, die mich als das erkannt haben, was ich bin. Und gepriesen sei er, der aus meiner Kehle einen Korridor für seinen Pfeil der Wahrheit machte, und den Mond zu seiner Reinheit. Der Mond nimmt ab. Der Mond nimmt ab. Der Mond nimmt ab. Denn in diesem Pfeil befindet sich das Licht der Wahrheit, das das Licht der Sonne besiegt, mit dem sie scheint. Der Pfeil ist gefiedert mit den Federn der Maat, die die Federn des Amoun sind, und der Schaft ist der Phallus von Amoun, dem Verborgenen. Und der Widerhaken [5] daran ist der Stern, den du an dem Ort erblicktest, an dem es keinen Gott gab. [6] |
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Atu XIV-Kunst symbolisiert den Ausdruck Coph Nia, "die Tochter des Alles und Nichts". Atu XIV vollendet den Zustand der Dualität ( Analyse, begonnen in Atu VI-Die Liebenden) durch Synthese, die Zusammenführung der Gegensätze (die Vermengung der antagonistischen Prinzipien) im Kessel deutet diesen Vorgang an. Dies erinnert an einen Vers des Ra Hoor Khuit aus dem Liber Legis, in welchem dieser seine Herrschaft und Macht über die Läuterung (Rectificando) formuliert. "Ich bin der Lord des doppelten Stabes der Macht; der Stab der Kraft von Coph Nia - jedoch meine linke Hand ist leer, denn ich habe ein Universum vernichtet + nichts blieb zurück." [9] |
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Anmerkungen [1] Crowley schreibt dazu im Buch Thoth (S.109): "Das Prinzip des Gleichgewichts und der Umkehrung ist vollständig in der Figur selbst ausgeführt; die weiße Frau hat nun ein schwarzes Haupt und der schwarze König ein weißes. [Wobei "Haupt" sich hier wohl auf das Gesicht bezieht] Sie trägt die goldene Krone mit einem Silberband und er die silberne Krone mit einem Goldband; doch das weiße Haupt zur Rechten konzentriert sich auf die Tätigkeit des weißen Armes auf der linken Seite, der einen mit weißem Gluten gefüllten Kelch hält; während das schwarze Haupt zur Linken seine Aufmerksamkeit auf den schwarzen Arm auf der rechten Seite richtet, die einer Lanze hält, die sich in eine Fackel verwandelt und ihr brennendes Blut ausgießt." Die Benennung der Seiten zeigt hier deutlich, daß die Schilderung aus der Perspektive der Figur erfolgt, nicht aus der des Betrachters. [2] Das V.I.T.R.I.O.L in Atu XIV ist NICHT! identisch mit Vitriolum Romanum (Kupfersulfat, Pecton), gemeinem Grünspan oder kristallinem Eisenvitriol. Die Alchemisten verfügen über 2 Stufen des Vitriol, das erste und zweite Vitriol der Weisen. In der FCA ist seit 2005 eine Versuchsanordnung zum magischen V.I.T.R.I.O.L. im Test zur Erzeugung homöopathischer Essenzen: [3] Im Buch Thoth (S.109) lesen wir: "Die letzten drei Pfade des Lebensbaums bilden das Wort Quesheth -ein Regenbogen- und der Schütze trägt den Pfeil, der den Regenbogen durchdringt; denn sein Pfad führt vom Mond von Yesod zur Sonne von Tiphareth". Hierzu sei angemerkt, daß diese Formulierung etwas irreführend ist. In der Tat sind es die drei Pfade, welche von Netzach (29/Quoph), Hod (31/Shin) und Yesod (32/Thau) nach Malkuth führen. Dies sind jedoch nicht die letzten drei, allenfalls die untersten drei Pfade. Quesheth (QShTh=800) bedeutet: "ein Bogen, Bogenschütze". Der Zahlwert 800 (RShSh "zerstören") zeigt auch auf den Buchstaben Phe in seiner Endform; Phe ist der dem Atu XVI-Turm zugeordnete Buchstabe. [4] Auf diese Textstelle wird auch im Buch Thoth verwiesen (S.111): "Es ist angemessen, diese Tatsache durch ein Zitat vom Vierten Aethyr, LIT, in the Vision and the Voice zu betonen" Dieser Verweis ist falsch, da es sich bei LIT um den 5. Aethyr handelt. Im Appendix (S. 146) ist der Aethyr dann wieder mit der korrekten Nummer in der Fußnote angegeben. [5] Dieser Widerhaken korrespondiert mit Aleph, der Swastika als Pentagramm des neuen Äons. Crowley selbst scheint die Verbindung nicht vollständig realisiert zu haben, er schreibt in den Cefalu-Kommentaren: "Aleph = das Pentagramm (Man vergegenwärtige sich den früheren Symbolismus, wo Aleph der Swastika zugeordnet Wurde, die aus aus einem Marsquadrat zu konstruieren war, 5 x 5. Der Bezug zur 5 ist der Schlüssel zu der obigen Zuordnung.)" Tatsächlich wurde Crowley dieser "frühere Symbolismus" bereits im Jahre 1900 in Mexiko bei der Bereisung des 30. und 29. Aethyrs eröffnet. Die in den Cefalu-Kommentaren abgebildete Swastika zeigt die elementare Korrespondenz Aleph/Swastika/Pentagramm ziemlich deutlich. Es ist unklar, aus welchem Grund Crowley hier nicht auf diese offensichtliche Tatsache eingeht. [6] Dieser Satz erinnert stark an Hadit´s Spruch: "Ich bin allein; da ist kein Gott, wo ich bin" Liber Legis II/23 - das Herz von Hadit, der Kern allen Seins, das Zentrum des Universums, der Würfel im Kreis. [7] Yesod (Sephira 9) = Iod Tetragrammaton zeigt auf Atu IX-Der Eremit; Iod= eine Hand zeigt auf den hebräischen Buchstaben IVD(Hand, auch zum Eremiten gehörig); höchster Punkt des Iod ist Kether, denn das Iod von Chockmah beginnt in Kether (hier liegt eine Korrespondenz zu Atu VI-Die Liebenden, bei denen von Kether aus der abwärts gerichtete Pfeil abgeschossen wird. [8] Crowley verweist im Kommentar dazu vergleichend auf Vers II/6 des Liber Legis: "Ich bin die Flamme, die im Herzen jedes Menschen brennt, und im Kern jedes Sterns. Ich bin das Leben, und der Lebensgeber; gleichwohl ist dieses Wissen von mir das Wissen vom Tod." Dies unterstreicht die Bedeutungsschwere des Iod Tetragrammaton als Initialzündung. [9] "Crowley meint, daß der Doppelstab der Macht die Kräfte des Aktiven und des Passiven gleichermaßen bedeute. Ich denke, daß die Bedeutung allgemeiner in Schöpfung/Zerstörung bzw. Sein/Nicht-Sein zu sehen ist. Weil .... NIA = 61 = AIN = Nichts. Die Umkehrung von Nichts = AIN ist NIA, was so als "Alles" zu verstehen wäre. Coph oder Koph bedeutet Tochter (lt. Crowley) und ist ein Name der Proserpine oder Persephone, einer Göttin sowohl der Zerstörung als auch der Fruchtbarkeit, welche als "universale Tochter" u.a. im Tarot gesehen wird. Daraus lese ich: Coph Nia = Die universale Tochter von SEIN und NICHT-SEIN. Das ergibt dann auch Sinn, weil die Kraft von Coph Nia ja eine doppelte ist Schöpfung/Vernichtung oder Sein/Nicht-Sein und der Stab der Doppelstab dieser Macht von Cop Nia ist."Kommentar 30.01.2001 - Michael D. Eschner, Quelle: www.liber-al-vel-legis.de |



Ihre sichtbaren Körperteile sind verschieden eingefärbt, da sie eine Vermischung des Königspaares aus Atu VI darstellt. Über den Häuptern sehen wir zwei Mondsicheln, die einen Bogen bilden, der zugehörige Pfeil steigt im Dampf aus dem Kessel auf. Der Kopf (Gesicht) des schwarzen Königs, in Atu VI links mit goldener Krone gezeigt, ist hier rechts in Blau mit silberner Krone gezeigt; die weiße Königin entsprechend seitenverkehrt mit goldener Krone [1]. Das Grün der Kleidung zeigt auf (pflanzliches) Wachstum, ähnlich wie bei Atu 0-Der Narr. 
Zahl: 60, 600
Buchstabe: Samech, (S, SMK)
An der Position Kethers sehen wir die Mitte des Bogens. Dies ist der Punkt der größten Kraftübertragung, hier wird der Pfeil abgeschossen. Von Kether aus startet die Initialzündung, welche das gesamte Universum hervorbrachte. Der Bogenschütze ist der Logos Aionos, das Wort des Äons, der pure und unverfälschte Schöpfungsgedanke.
2) V.I.T.R.I.O.L.: Die Formel universeller Erkenntnis und des Großen Werkes. In ihr liegt der Schlüssel zum Inhalt des orphischen Eies (Atu VI, IX) verborgen. Im äußeren Regenbogen sehen wir hier eine der bedeutungsschwersten magisch-alchemistischen Formeln: VISTIA INTERIORA TERRAE RECTIF(I)CANDO INVENIES OCCULTUM LAPIDEM ("Suche den Schoß der Erde auf. Durch diese Läuterung findest Du den verborgenen Stein"), allerdings fehlt hier in der Kartendarstellung das zweite "i" in Rectificando. Dieser "Stein" muß nicht zwangsläufig mineralischer Natur sein, vielmehr handelt es sich dabei um eine Tinktur, welche mittels Putrefaktion und Rektifikation gewonnen werden kann. Angedeutet wird dies durch den Totenkopf und den Raben auf dem Kessel. [2] 
