Tarot & Kabbalah
Thoth Tarot
Thoth Tarot Atu 18 Der Mond
Thoth Tarot Atu 18 Der Mond
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XVIII - DER MOND
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![]() Im HINTERKOPF noch eine 7, ist gut, die ganze Welt zu lieben. |
Triebhaftigkeit, Illusion, Krise Farbe: Karmesin-Ultraviolett, Braungelb gefleckt mit Silberweiß, transparentes blaßrötliches Braun, Steinfarben Kurzbeschreibung: Der Mond als Prüfstein unserer emotionalen Integrität führt uns in die Nachtseite unseres Bewußtseins. Hier begegnen wir der Verwirrung, den Irrlichtern unreflektierter Gedanken und den unbearbeiteten Konditionierungen, die wir bisweilen gern beiseite drängen. Aus der Tiefsee unseres Charakters tauchen zuweilen grauenerregende Kraturen auf, gezeugt von den vernachlässigten Kindern unserer Seele, genährt am Busen des Selbstbetrugs und geführt von gewissenlosen Trägern des schwarzen Lichtes. Es ist unsere Aufgabe, diese Schatten, die der Mond hervorbringt, zu erkennen und zu besiegen, um uns selbst aus den Ketten der Triebhaftigkeit zu befreien und uns selbstbestimmt und frei dem wahren Licht der Erkenntnis zuzuwenden. Hieraus können wir für das weitere Leben eine enorme spirituelle Kraft gewinnen, die uns die Schrecken des möglichen Versagens nimmt. |
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Interpretation der Karte Atu XVIII - der Mond ist eine Karte, die zunächst einen sehr düsteren Eindruck vermittelt. In den oberen zwei Dritteln der Karte sehen wir eine angedeutete Felslandschaft, die von zwei dunklen Türmen gerahmt ist. Vor den Türmen sehen wir jeweils Anubis, der in einer Hand das Uaszepter, in der anderen ein Henkelkreuz hält, welches an das Planetensymbol des Merkur erinnert. Zu Füßen von Anubis steht jeweils ein Schakal. Zwischen den Hügeln ergießt sich ein Fluß in einen Teich oder Tümpel, der das untere Drittel der Karte einnimmt. Vom Mond, der über der Szenerie scheint, tropft unreines Blut herab. Die Tropfen haben die Form des hebräischen Buchstaben Iod und fallen in den Fluß. Aus dem Teich steigt ein Kephra-Käfer empor und hebt die Sonne zurück an das Firmament. In der Legung deutet Atu XVIII oft auf verwirrende, täuschende und ungünstige Umstände hin. Im Ego-Bezug ist der Mond eine Karte, die einen verschlagenen Charakter beschreibt, eine Person, die ziemlich inkonventionell und äußerst schwer zu durchschauen ist. Als Ereignis kommt es-schlecht aspektiert ( z.B. in der Umgebung von Atu XII)- zu Umständen und Situationen der Täuschung und Illusion. Jemand appelliert mit voller Berechnung an unsere verborgensten Wünsche und Triebe, um sich Vorteile zu verschaffen. Dies erinnert beisüelsweise an die Verkäufer auf sog. "Werbeverkaufsfahrten", wo das Publikum planmäßig weichgekocht, in Angst und Schrecken versetzt und stoisch mit Worthülsen bombardiert wird, nur um letztlich für 1000 Euro eine Heizdecke, die Krebs heilt, zu verhökern. Irgendjemand hat sich hier in unser Unterbewußtsein "eingeklinkt", um uns zu schaden. In Verbindung mit Karten wie Atu XIII oder XV kann der Mond unterstützend eine gewaltige Umwälzung im Bewußtsein einleiten, die -in Richtung spiritueller Erkenntnis- in einer zu bewältigenden Krise mündet. In der Partnerschaft haben wir hier einen Menschen mit tiefgehenden Emotionen, der jedoch schnell aus seinem Gleichgewicht gerät. Er benötigt einen stabilen Partner, der ihm emotionale Sicherheit und feste Rahmenbedingungen gewährt. Wichtig ist, daß der Partner in der Lage ist, emotionale Schieflagen des anderen aufzufangen und die Wogen gegebenenfalls zu glätten. Sexuell deutet der Mond auf eine submissive Ader hin, diese jedoch kann an ein zeitweise beschädigtes Selbstwertgefühl gekoppelt sein und sollte nur sehr vorsichtig und mit großem Einfühlungsvermögen bedient werden, um Borderline-Effekten entgegenzuwirken. Gesundheitlich deutet Atu XVIII auf die Gefahr der Gicht oder ähnlicher Erkrankungen hin. Allgemein ist eine schwache Gesundheit und eine gewisse Anfälligkeit für Ansteckung gegeben. Besonders temporäre Wasseransammlungen in den Beinen können durch den Mond begünstigt werden. Auch die seelische Gesundheit tangiert der Mond. Es kann unter dem Einfluß der Karte durchaus zu depressiven Schüben mit irrationalen Verhaltensmustern kommen. Auch schizoide Anwandlungen sind nicht ungewöhnlich. Das Aufwallen unterbewußter gedanklicher Inhalte mit unterschiedlichen Wellenlängen kann in bestimmten Situationen emotionale Freakwaves erzeugen, die die mentale Stabilität erheblich gefährden und den Fragenden mitunter regelrecht im Ozean der Gefühle kentern lassen. Finanzen: Pekuniär kann sich Atu XVIII recht desolat auswirken. Verrat und übles Hintergehen sorgen unter dem Einfluß dieser Karte für heftige Verluste, die für ungewöhnliche Schulden verantwortlich sein können. Unlautere Geschäfte oder unkollegiale Vorteilsnahme von Geschäftspartnern werden zur existenziellen Bedrohung und führen schwer zu behebende Krisen herbei. Der Fragende wird Opfer von Täuschung, Selbstüberschätzung und falscher Wahrnehmung. Alles in allem ist der Mond sicherlich der tiefste Punkt im Thoth Deck, vergleichbar mit der Talshole des Roller Coasters, bevor es den Wagen mit atemberaubender in die Höhe katapultiert. Atu XVIII repräsentiert das Düstere, die unerforschten Areale des Unbewußten, den Ursumpf menschlicher Beweggründe, und der Grat zwischen beherrschten und ausufernden Trieben ist schmal. Die Meisterung der Prüfungen, die der Mond für uns bereit hält, prädestiniert uns, den Weg fortzusetzen und Horus, das erobernde und siegreiche Kind des Atu XX in uns zu realisieren. Auf jede Dunkelheit folgt Licht, und so schafft Atu XVIII einen direkten Übergang zur Sonne in Atu XIX. "Durch die Mitternacht bist Du herabgefallen, Oh mein Kind, mein Eroberer, mein Schwertgegürteter Krieger, Oh Hoor! Und sie sollen Dich als schwarzen knorrigen glitzernden Stein finden, und sie sollen dich verehren."
Crowley schreibt im Buch Thoth (S.120/121) zu der Karte: "Der Mond, der am Höchsten und Niedrigsten teilhat und diesen Zwischenraum ausfüllt, ist der universalste aller Planeten. In seinem höheren Aspekt ist er das Verbindungsglied zwischen dem Menschlichen und Göttlichen, wie es in Atu II veranschaulicht wurde. In diesem Trumpf -ihrem niedrigsten Avatar- verbindet er die irdische Spähre von Netzach und Malkuth, dem Höhepunkt der Verstofflichung aller höheren Formen. Hier handelt es sich um den abnehmenden Mond, den Mond der Zauberei, Hexenkunst und abscheulichen untaten. Er ist die gifterfüllte Dunkelheit, die die Voraussetzung zur Wiedergeburt des Lichts. Dieser Pfad wird durch das Tabu geschützt. Er ist Unreinheit und Zauberei. [...] Unbesiegbarer Mut ist erforderlich, um diesem Pfad zu betreten. Hier ist ein fremdartiges, täuschendes, trugvolles Leben. Die feurige Sinnestätigkeit versagt. Der Ritter auf seiner Suche muß sich auf die drei niederen Sinne verlassen: Tast- Geschmacks- und Geruchssinn." |
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![]() Auf Deinem Wildbach des Blutes schwebe, Hexenmond, des Mitternacht-Käfers schimmernd prophetisch Boot. |
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Pfad: 29 v. NTzCH n. MLKVTh
Götterbilder: Anubis, Kephera, Poseidon, Hermes, Psycopompos, Vishnu (Matsya Avatar), Neptun Körperbezug: Beine und Füße |
Gematrisch korrespondente Begriffe: 100: Schilf, aufspringen, jauchzen, tanzen, schneiden, spalten, bauen, aushauen, töten, die Meere, Jahr, Zeit, Schönheit, Gefäße, die Handfläche, Fels, Schlund, Streit, Anstrengung, Bemühung, heraus, aus, Schicksal, Arglist, Pflanze, Medikament, Wohlgeruch, auf, Oberes, Höhe, auch, Knechtschaft, zurufen, Schiff 1006: das Gesetz Pfad des Sepher Yetzirah: "Körperliche Intelligenz" Herrschender Planet: Jupiter (neuerlich: Neptun), Venus erhöht; Fargh, der Führende; Herrscher der Gezeiten. Elpiphas Levi ordnete diesem Trumpf den Buchstaben Tzaddi zu. |
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Cockmah und Binah berühren die Anubis-Gestalten am Kopf, Geburah und Chesed liegen mittig auf den beiden, Netzach und Hod die beiden Hügel, auf denen sie stehen. Mitten in Netzach und Hod stehen die beiden Schakale, welche ein wenig an den Hund in den älteren Darstellungen des Narren erinnern. Tiphareth weist auf die Kluft zwischen den Hügeln in der Ferne, hier entspringt der Fluß, dies ist die Quelle des Unbewußten, des Sees, aus dem Kephra die Sonne emporhebt. In Tiphareth liegt das zehnte (das neunte sichtbare) Iod, was auf die materielle Bedeutung verweist, denn der Strom der Gedanken hat maßgeblichen Einfluß auf die Gestaltung unseres Lebens. Yesod dann markiert die Wasseroberfläche und den Punkt in der Kluft zwischen den Türmen, an welchem der Fluß sich in den See ergießt. Hier treffen Gedanken und Unterbewußtsein aufeinander. Auf dem Pfad 32 (Thau / Atu XXI-Universum) hebt Kephra das solare Bewußtsein, die strahlende Sonne aus den Tiefen des Unterbewußten empor. Über der Oberfläche des Wassers ist der Schein noch schwach und wird von den anderen Bildelementen überlagert. In Malkuth steht der Käfer, der hier ein Wasserinsekt ist, mit den Hinterbeinen fest auf dem Hügel am Grund des Sees. 2) Der Mond und die Hohepriesterin: Die Trümpfe II und XVIII sind thematisch verbunden. Sie repräsentieren gewissermaßen die helle und die dunkle Seite des Mondes. Während Atu II licht und erhöht ist, finden wir in Atu XVIII den dunklen Blutmond, erdgebunden und verfestigt. Dies ist der Mond, der den Hexensabbath beleuchtet, wenn schemenhafte Gestalten auf dem Blocksberg um die Bocksgestalt tanzen. Die Hohepriesterin ist der erleuchtende, aufsteigende magische Akt, die Vereinigung mit dem höheren Selbst, während in Atu XVIII die niederen Aspekte der Magie manifestiert werden. Hier werden Triebe und banale Emotionen verstärkt. Der Mond vergiftet den Brunnen der Seele, um ihn erlösungsfähig zu machen. Wie der Talmud sagt: "Und das Sinken geschieht allein um des Aufstiegs willen."
Crowley schreibt im Buch Thoth (S.121): "Dies ist die Schwelle des Lebens und dies ist die Schwelle des Todes. Alles ist zweifelhaft, allse ist geheimnisvoll, alles ist Gift und Betörung. Nicht die wohltätige, sonnenhafte Berauschung des Dionysos, sondern der schreckliche Wanhsinn von schädlichen Drogen; dies ist die Trunkernheit der Sinne, nachdem der Geist durch das Gift des Mondes vernichtet worden ist." 3) Neun, die Zahl des Mondes: Die Zahl Neun hat zum Mond eine besonders innige Beziehung. Sie steht im Lebensbaum als Sephira YESOD für Stabilität, Yesod ist dem Mond zugeordnet und wird auch Fundament genannt. 9 x 9 = 81 = 8 + 1 = 9. Yesod ist in der dritten kabbalistischen Welt (Yetzirah) die dritte Sephirah, ihr folgt unmittelbat die Materialisierung in Malkuth. Die charakteristische Zahl [3] des Mondsiegels von Eliphas Levi ist 369; 3 + 6 + 9 = 18 =1 + 8 = 9. Die Neun gehört zu den perfekten Zahlen, die stets zu sich selbst zurückkehren. Neun Iods sind auf der Karte als blutige Tropfen sichtbar, wie sie in den Fluß des Bewußtseins träufeln, der zehnte (Kether) ist noch im Schleier des Mondes verborgen. Diese Iods repräsentieren die Sephiroth des Lebensbaumes in einer verfälschten, vergifteten Form. Wir treffen hier verstärkt auf die sog. QLIPhVTh (deutsch: Kellipoth, Singular: Kellipah), die Huren oder Hüllen. Dies sind verfälschte Reflektionen der wahren Sephiroth, diese Kräfte leiten fehl, führen in die Irre, machen uns glauben, den Kern einer Sephira durchdrungen zu haben, während sie uns in Wahrheit blind und idiotisch an ihre äußere Hülle binden. Die Kellipoth verkehren oft die Kraft einer Sephira in das genaue Gegenteil, sie werden wie folgt klassifiziert:
Wir sehen also in den Kellipoth die quasi lasterhaften Charakteristika der Sephiroth und der Pfade am Baum des Lebens [5]. Am Beispiel von Kether sei dies erläutert. Kether ist die untrennbare Einheit aller Gegensätze, die Auflösung der Dualität, der höchste und heiligste Punkt am Baum des Lebens. Wird Kether verfehlt, so ergibt sich hieraus eine verzerrte, geteilte und dualistische Wahrnehmung, ein Auseinanderreissen der Einheit, Spaltung. Die Einheit des Kosmos wird verleugnet und abgelehnt. Dies ist die Natur des Giftes, welches Atu XVIII zu injizieren versteht. Die Neun (Zahl der sichtbaren Tropfen) zeigt an, daß der Hauptangriffspunkt für die Verführung zur Annahme der Kellipoth in Yesod (Sephira 9) liegt, dem Sitz der Triebe. Von hier aus greift das Gift der dunklen Nacht der Seele auf den gesamten Baum über. Die neun Tropfen auf der Karte zeigen uns auch, daß es dem Gift jedoch nicht gelungen ist, die erste Sephira zu erreichen, so daß in jedem Falle Hoffnung besteht, daß sich ein neuer Zyklus ergibt, der frei ist von kellipothischer Verseuchung. 4) Die Schakale/Hunde: Die Schakale -oder auch Hunde- auf der Karte korrespondieren mit Anubis, der in der ägyptischen Mythologie als der Hüter der Schwelle gilt. Dies schafft eine Verbindung zum Saturn, welcher ebenfalls den Titel Hüter der Schwelle" trägt. Anubis ist auf der Karte als Wächter des östlichen und westlichen Tores abgebildet, ihm zu Füßen die Schakale. Die Schakale stehen bereit, um die Seelen derer zu verschlingen, die Anubis nicht erkannt haben und in der Erde verhaftet sind. In älteren Darstellungen sehen wir an der Stelle zwei Hunde, die den Mond anheulen. Im Gesamtkontext der Karte symbolisieren die Hunde auch den Vorgang der Hetzjagd. Crowley erwähnt die Mond-Schakale im 27. Aethyr -ZAA [6], dessen Engel auch entfernt an Atu VIV-Kunst und Atu II-Hohepriesterin erinnert. Auch zu Atu IX-Der Eremit wird eine gedankliche Brücke geschlagen: "Da ist ein Engel mit Regenbogenflügeln, und sein Kleid ist grün mit Silber, ein grüner Schleier über einer silbernen Rüstung [a]. Flammen vielfarbigen Feuers strahlen von ihr aus in alle Richtungen. Es ist eine Frau um die Dreißig, und sie hat den Mond als Helmzier, und sie hat den Mond schmückend auf ihr Herz gemalt, und ihre Sandalen sind gebogenes Silber wie der Mond. Und sie verkündet:
Im Liber 333 Kap.18, welches sich auf den Atu XVIII - Mond bezieht, lesen wir: "Wahrlich, Liebe ist Tod und Tod ist kommendes Leben. Der Mensch kehrt nicht wieder zurück, der Strom fließt nicht aufwärts; das alte Leben ist nicht mehr: es gibt ein neues Leben, welches nicht seines ist. Jedoch ist jenes Leben von seiner wirklichen Essenz; es ist mehr Er, als alles, was er Er nennt. Im Schweigen eines Tautropfens ist jede Neigung seiner seele und seines Gemütes und seines Körpers; es ist die Quintessenz und das Elixier seines daseins. Darin sind die Kräfte, die ihn und seinen Vater schufen und seines Vaters Vater vor ihm. Dies ist der Tau der Unsterblichkeit. Laß dies frei fließen, so wie Es will; du bist nicht sein Herr, sondern sein Träger." [8] |
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Anmerkungen
[2] Auf dieses Kapitel wird im Buch Thoth (S.121) in der Fußnote 1 auch Bezug genommen, dort wird es jedoch fälschlicherweise als dem Buch des Gesetzes zugehörig deklariert. Das Kapitel 82 des Liber 333 bezieht sich auf ein Gedicht von Jane Cheron.
[4] Zu diesem Text merkt Crowley in den Cefalu-Kommentaren folgendes an: Zu den magischen Zahlenquadraten des Eliphas Levi siehe auch im Glossarium und einen entsprechenden Artikel in der Zeitschrift AHA Nr.6/1991 S.46 ff. (4.Jahrgang, erschienen im Verlag Peyn und Schulze Bergen). [5] Quelle: Liber 777 i.d. Ausg. d. Verlags Peyn & Schulze 1989, übersetzt und editiert von Michael D. Eschner. Hierzu sei angemerkt, daß die Pfade 11-14 nicht mit kellipothischen Zuordnungen versehen sind. In der Tafel I, Sp. VIII gibt es bei Ghagiel & Gha´Agsheblah Schreibfehler bzw. Auslassungen. Diese wurden in der hier aufgeführten Tabelle nach bestem Wissen und Gewissen korrigiert. [6] In den Cefalu-Kommentaren des Liber 418 lesen wir hierzu folgende Anmerkung: "ZAA= Löwe, Stier, Stier. Übertragen sind dies Teth, Vau, Vau = 21. Ein Mysterium des Tarottrumpfes XVIII - der Mond, den Fischen zugeordnet, in denen die Venus erhöht ist." Weiter kommentiert Crowley das hier wiedergegebene Textzitat: [7] Regardie schreibt dazu: [8] Im Kommentar dazu schreibt Crowley: "Der 18te schlüssel des Tarot bezieht sich auf den Mond, von dem angenommen wurde, daß er Tau vergießt. Die Angemessenheit des Kapiteltitels ist offensichtlich. Dieses Kapitel muß in Verbindung mit den Kapiteln 1 und 16 gelesen werden. Im Vorletzten Abschnitt wird dem Schüler eingeschärft, es seinen eigenen Weg gehen zu lassen. Es hat einen eigenen Willen, der mehr in Übereinstimmung mit dem kosmischen Willen ist, als der des Menschen, der ihr Wächter und Diener ist." |
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Der Mond - das Licht der Mitternacht- wird hier als dunkler und unheilvoller Aspekt beschrieben, die finsteren Triebe und Seelenteile kommen hier hervor. Der Mond ist damit quasi die "Schattenseite" von Atu II- die Hohepriesterin. Doch allein das Dunkel kann das Licht gebären, so daß diese Karte das kommende Licht (Atu XIX) bereits in sich ankündigt durch Kephra, der die Sonnenscheibe emporträgt. 
Zahl: 100, 1006
Buchstabe: Quoph (Q, QVPh)
1) Der Lebensbaum: An der Position von Kether sehen wir den Mitternachtsmond, gerahmt von den Zitadellen der Türme, deren Türen auf Chockmah und Binah weisen, wobei das Fallgitter in Chockmah geöffnet und in Binah geschlossen ist. Zu den Türen zeigen auch die Pfade Alef und Beth.Die Türme repräsentieren hier die beiden Säulen am Baum des Lebens, Jachin und Bohas.

5) Vorbilder: Viele der Motive, die Auf Atu XVIII zu sehen sind, hat Crowley aus den bestehenden Decks seiner Zeit übernommen, so das Symbol der Sonne mit dem Mond vereint, die Türme, den Fluß, der Teich, die Hunde, die Iod´s (Hier variiert lediglich die Anzahl). Die Elemente wurden in der neueren Darstellung lediglich in eine ägyptisch anmutende Form gebracht (so z.B. der Krebs, der zum Kephra-Käfer bzw. zu einem Wasserinsekt wurde, oder die Umwandlung der Hunde in Schakale). Von einer grundlegenden Neukonzeptionierung kann man hier also keionesfalls sprechen. Bemerkenswert ist Lady Frieda Harris´ grafische Umsetzung des dunklen Generalthemas der Karte, es ist anzunehmen, daß sie sehr tiefen Zugang zur Symbolik der Karte hatte. In der Abbildung rechts sehen wir die Motive von Waite und McGregor Mathers [7].
[1] Im Liber Cordis Cincti Serpente, Kap. IV, Vers 26 kommentiert Crowley die Mitternachtssonne: "Khephra, der Skarabäus-Käfer, ist die Sonne um Mitternacht. Er erscheint in Atu XVIII (der Mond, bezieht sich auf die Fische im Zodiak) unter der Hieroglyphe in einem Teich (das Firmament Nadirs). Darüber ist ein Pfad, der zwischen zwei von Türmen gekrönten Bergen hinführt: darunter der Mond, symbolisch für Trug und Täuschung, im Gegensatz zum Mond von dem Pfade Gimel, welcher Reinheit, Streben usw symbolisiert, und auf dem der heilige Schutzengel wandelt. Dieser Pfad wird von zwei Hunden oder Schakalen bewacht, symbolisch für Anubis, den Hüter der Schwelle."
Bortsch
[3] Zählt man die Zahlen einer Zeile bzw. Spalte auf einem magischen Zahlenquadrat (oder: Planetensiegel) zusammen, so ergibt dies die sog. charakteristische Zahl. Im Falle des Mondsiegels ist dies 369.
