Tarot & Kabbalah
Thoth Tarot
Thoth Tarot Atu 19 Die Sonne
Thoth Tarot Atu 19 Die Sonne
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XIX - DIE SONNE
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![]() Zweihundert KÖPFE liegen in der Sonne rum, Der eine schlau, der andere dumm. |
Thelema, das Gold der Seele, RA Farbe: Orange, Goldgelb, prächtiges Bernstein, Bernstein gestreift mit Rot. Kurzbeschreibung: Die Sonne ist eine Karte des Aufbruchs, des Zugewinns und der Verbesserung. Buchstäblich geht in unserem Leben die Sonne auf, wenn diese Karte fällt. Strahlendes Licht der Erkenntnis wird hier vermittelt, finanzieller und persönlicher Erfolg, der Durchbruch zu lang verfolgten Zielen. "Was lange währt, wird endlich gut"... Scheinbare Gegensätze sind vereinigt, und der Mensch als bewußte Einheit von Geist und Materie geht nun seinen eigenen Weg, er ist nicht mehr der Spielball des Schicksals, sondern er macht sich auf, seine eigene Gottwerdung zu manifestieren. Der große Gott RA hat sich ihm zugewandt und erfüllt ihn mit Licht, Liebe, Leben und Liberalität. |
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Interpretation der Karte Crowley beschrieb diese Karte im Buch Thoth (S.122) treffend als "die Sonne, eine Rose enthaltend, über einem grünen Berg". Dies ist in der Tat das Leitmotiv des Atu XIX, welcher als solarer Impuls an der Schwelle zum neuen Äon auftritt. Umhüllt von einem Regenbogen, welcher mit dem von Atu XIV identisch ist, scheint die Sonne hier in zwölf mächtigen Hauptstrahlen (Die Tierkreiszeichen) und sechsunddreißig Unterstrahlen (die Dekaden) auf die Welt. Dies verbindet das zentrale Motiv mit dem Zodiak, der ebenso unterteilt ist. 12 ist auch die Zahl des hebräischen Götternamens HVA ("Er"). Die Multiplikation von 3 ("geistige Zahl") mit der 4 ("materielle Zahl") führt zur 12 als Manifestation der Interaktion von Geist und Materie. Die Begrenzungen werden hier aufgehoben, und das Licht der Erkenntnis durchflutet den gesamten Kosmos. Der Grüne Berg, dessen Gipfel von einer ringförmigen Mauer umgürtet ist, stellt den sexuellen Akt dar, die Vereinigung des Männlichen mit dem Weiblichen. Dieselbe Symbolik finden wir auch darüber im Zentrum der Sonne, in der die Rose erstrahlt. Unterstützt wird dies noch durch das hell leuchtende Oval, das etwas an die Vagina, das Tor zum heiligen Gral, erinnert. Ferner symbolisiert der grüne Berg lt. Crowley (Buch Thoth, S. 122) "die fruchtbare Erde, seine Form strebt sozusagen himmelwärts. Um die Spitze des Hügels jedoch zieht sich eine Mauer, die darauf hinweist, daß das Streben und die Sehnsucht des Neuen Zeitalters nicht die Abwesenheit von Kontrolle bedeutet." Die beiden Kinder vor dem Hügel sind die Gegensätze, welche hier frohlockend umeinandertanzen im Bewußtsein, auf ewig ungeteilt im Licht der Sonne baden zu können. Ihre Metamorphose, angedeutet durch die Schmetterlingsflügel, ist nun abgeschlossen. Männlich und weiblich, hell und dunkel, schamlos und ungezwungen, zwischen Himmel und Erde. Zu ihren Füßen wieder die Attribute von Kreuz und Rose. In der Legung ist der neunzehnte Schlüssel eine durchweg positive Karte. Im Ego-Bezug ist Atu XIX ein Mensch voller Tatendrang, wie geboren für Ruhm und Berühmtheit. Als Ereignis finden wir hier zum einen etwas, das wie ein gewaltiger spiritueller "Quantensprung" wirkt, eine umwälzende Erkenntnis. Plötzliches Verstehen großer und komplexer emotionaler Sachverhalte und der innere Triumph, das Richtige getan zu haben gehen einher mit einem neuen Selbstbewußtsein, das nun unerschütterlich den eigenen Weg geht. Die Sonne kündigt eine Offenbarung an. In der Partnerschaft treffen wir hier auf einen Menschen, der sehr auf sein Äußeres bedacht ist und auf seine Umwelt eher einen arroganten und hochnäsigen Eindruck macht. Nichztsdestotrotz ist diese Person zu großen Gefühlen fähig, die jedoch meist zurückgehalten werden. Die Eitelkeit dieses Menschen steht ihm jedoch oftmals im Wege. Sexuell ist die Sonne völlig schamlos, es gibt keine Tabus, wobei es sich hier eher um einen dominanten Charakter handelt. Gesundheitlich deutet die Sonne gesamtaspektlich auf Heilung hin. Schwere Störungen werden überwunden, man wird "rund und gesund". Jedoch ist auch hier Maß zu halten, da die Sonne Fettleibigkeit in Folge von Völlerei begünstigt. In diesem Zusammenhang sollte auf Herz- Kreislauferkrankungen geachtet werden. In bestimmten Situationen kann Atu XIX einen plötzlichen Tod aufzeigen, der jedoch für den Fragenden eine eher befreiende Komponente hat. Finanzen: Hier zeigt Atu XIX auf enormen Zuwachs und ertragreiche Konstellationen. Zufluß von Geld und Gut, materieller Gewinn, günstige Gelegenheiten. Berühmtheit und triumphale Erfolge stellen sich ein. So bildet der neunzehnte Schlüssel des Thoth Tarot also einen sehr kräftigen Impuls, dies macht die Sonne zu einer der klarsten Karten dieses Decks. Atu XIX gibt Gewißheit, nicht Hoffnung. Das GROSSE WERK gelingt, Erfolg ist der Beweis. Durch Verständnis der Ziele der Umwelt gelangen wir zu einem weitreichenderen Überblick, der uns befähigt, zur richtigen Zeit die richtige Kraft am richtigen Ort einzusetzen. Der Mensch wird fähig, die in ihm ruhenden göttlichen Attribute zu aktivieren und somit seinem Willen eine Form zu geben. Die Erkenntnis: ICH BIN! fegt alte Glaubenssätze hinweg und ersetzt im entstandenen Vakuum die vagen Annahmen der Vergangenheit durch klare Erkenntnis des eigenen Standortes im kosmischen Gefüge. Der erwachte Mensch ist nun in der Lage, die Gesetze Thelemas anzunehmen und zu realisieren. |
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![]() Die Sonne, unser Vater! Die Seele von Leben und Licht, befreite Liebe und gelöstes Spiel, geheiligt vor Deinem Angesicht. |
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Pfad: 30 v. HVD n. YSVD
Götterbilder: Ra, Helios, Apollo, Surya, Körperbezug: Rechtes Auge, Kreislauf |
Gematrisch korrespondente Begriffe: 200: ausschütten, erwachen, ein Zweig, Ast voller Zweige, stark, mächtig, Gebein von Menschen und Tieren, zahlreich, Knochen, Stärke, Körper, verschließen, Wesen, zerbrechen, verschwínden, östlich, den Sommer zubringen, aus dem Schlaf / Tod aufwachen, Ernüchterung, Sommer, Sommerfrüchte, schleudern, Schleuder, Schleuderer, einschneiden, Vorhang, Divination, Wahrsagung, die mantischen Künste, Wahrsagerlohn, Entscheidung. 510: vertreiben, beerben, in Besitz nehmen, Eigentümer werden, arm machen, aus dem Besitz vertreiben, empfangen, einfach, gerade, wohlgefällig, klares Wasser, zerstören, sich verschlingen, Armut, Lied, Felsspitze, Draco, Drache, Schlange. Pfad des Sepher Yetzirah: "Zusammenfassende Intelligenz" |
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Auf Atu XIX sehen wir die Vollendung des menschlichen Bewußtseins zu einer solaren Entität (Heru-Ra-Ha). Ein "Stern unter Sternen". Die Formel des Kreuzes und der Rose ist in dieser Karte durch die Feuer-Wandlung der Sonne vervollständigt. Die Symbolik weist auf Fortschritte in der Transformation der menschlichen Rasse im neuen Zeitalter hin, auf die kreative Schöpfung des "homo thelemicus" - des Menschen der Erde. Vergl. dazu die Symbolik in E. Kurtzahns "Tarot Daïtyanus" [1] Durch Atu XIX wird der Mensch gemahnt, die Probleme der Zukunft zeitgemäß und unter Weglassung jedeweder Vorurteile zu bewältigen. Crowley schreibt dazu zukunftsweisend im Buch Thoth (S. 123): "Der Mensch hat sich so weit aus dem sozialen System -obwohl es kein System war- des Höhlenmenschen und von der primitiven Vorstellung des Besitzes am menschlichen Körper fortentwickelt. Der Mensch hat sich so weit von der großen anatomischen Einteilung der Seele irgendeines menschlichen Wesens entfernt, demgemäß führte er sich selbst in den furchtbaren Schlamm der Psychopathologie und der Psychoanalyse. Die Vorurteile jener Menschen, die moralisch auf der Stufe des Steinzeitmenschen (25.000 v.Chr.) stehen, sind ermüdend und zäh. Größtenteils aufgrund ihrer Unversöhnlichkeit wurden diese Menschen unter einem anderen spirituellen Gesetz geboren; sie finden sich nicht nur durch ihre Ahnen verfolgt, sondern sind durch ihren eigenen unsicheren Halt und Standpunkt verwirrt. Es muß die Aufgabe der Pioniere des Neuen Zeitalters sein, dies in Ordnung zu bringen und richtigzustellen."
Ein interessanter Punkt ist hier Tiphareth. Der Ausschnitt, welchen die Ränder Tiphareths umranden, sieht ein wenig aus wie eine Eichel, die Ejakulat verströmt. In diesem Blickwinkel sollte diese Korrespondenz auch betrachtet werden, denn an diesem Punkt vollzieht sich die Vollendung der Formel von Kreuz und Rose. Der Berg erstreckt sich von Tiphareth über Netzach und Hod bis hinunter nach Malkuth und bildet so die Form eines Brillianten (diese Form begegnete uns zuerst in Atu VIII-Ausgleichung). Yesod liegt zwischen den beiden Kindern, die die u.a. beiden Sonnen repräsentieren [s.u. Punkt 3) Die Zwillingskinder], so steht hier der Mond quasi zwischen den Sonnen. Im oberen Zentrum der Karte liegt auf dem Pfad Gimel (Mond) die männliche Sonne mit der weiblichen Rose im Zentrum. Dies ist ein weiterer wichtiger Hinweis auf eine geistige Befruchtung mit starken spirituellen Erneuerungen. Aus dem Mittelpunkt der Sonne entströmt diese Erneuerung und durchdringt den gesamten Zodiak. Durch den Regenbogen, welcher mit dem in Atu XIV identisch ist, sehen wir das ultraviolette Licht angedeutet, das unseren Planeten belebt. Auf den Pfaden 29 (Quoph/Atu XVIII-Mond) und 31 (Shin/Atu XX-Aeon) liegen zwei Siegel, die ebenfalls 'Kreuz und Rose' darstellen. Dies zeigt darauf, daß sowohl im alten Äon (symobilisiert durch Atu XVIII) als auch im neuen Äon (XX) diese Formel ihre Wirksamkeit und Gültigkeit besitzt. Auf Pfad 25 (Samech/Atu XIV-Kunst) treffen sich die Arme der Zwillingskinder, deren Hände den Pfad 27 (Phe/Atu XVI-Turm) stützen.
Die Sonne ist zentraler Lebensgeber in unserem Planetensystem, ihre wahrhaft bestialische Schönheit ist die Kraft, die aus diesem Planeten ein Paradies machen, ihn aber auch zu kosmischer Asche verbrennen kann [2]. In Griechischen wird die Sonne als TO MEGA THERION bezeichnet "das große Tier" [3]. Der Geist der Sonne wird im Hebräischen auch als Nakiel (NKIAL = 111) und Sorath (SVRTh = 666) bezeichnet, dieser Geist taucht auch in den henochischen Aethyren auf [4]. Zu der Verbindung Sonne/Horusäon findet der interessierte Leser im Anhang dieser Publikation weitere Informationen, darunter einen bemerkenswert recherchierten Artikel von Gwenda Heradge (www.heradge.de) über die ägyptischen solaren Gottheiten.
Regardie schreibt über die Kinder:
Die Karte XIX-Die Sonne repräsentiert den kraftvollen doppelten Aspekt des "Herrn des neuen Zeitalters" HERU RA HA, in seiner -wie Crowley schreibt- "Manifestation für die menschliche Rasse als Sonne in ihrem spirituellen, moralischen und physischen Aspekt. Er ist der Herr des Lichtes, des Lebens, der Freiheit und der Liebe [6]. Das Ziel dieses Zeitalters ist die vollständige Befreiung dieser Rasse." (Buch Thoth, S. 122). Diese Sonne ist Das Gesetz von Thelema, welches besagt: ES GIBT KEIN GESETZ; jenseit von: Tu was du willst! Nach dem Durchschreiten der dunkeln Zeit, in der das fahle, reflektierte Licht des Mondes (Atu XVIII) den Weg der Menschheit nur dürftig zu erhellen vermochte, geht nun buchtäblich für uns die Sonne auf am Horizont. In den Mittagsstunden des 08., 09. und 10. Aprils anno 1904 dämmerte das Äon des Horus, als Aiwass, der Gesandte des Thoth, dem jungen Aleister Crowley die 220 Verse des Liber Legis diktierte. Mit dem gleißenden Licht, das diese Sonne brachte, wird das Bewußtsein der Spezies Mensch verändert werden. Die nächsten ca. 2000 Jahre wird THELEMA, der vom Zweck befreite Wille des erwachten Menschen die äußere Grenze seines Handelns mehr und mehr bestimmen. Diese feurig aufgehende Sonne kündigt das Kommen des erobernden, siegreichen Kindes in Atu XX an. Horus, der Herr des neuen Äons, erscheint uns im Liber Legis in verschiedenen Aspekten, deren exaktem Verhältnis wir uns in dem diesbezüglichen Anhang von Gwenda Heragde widmen werden. "Die Hälfte des Wortes von Heru-ra-ha, genannt Hoor-pa-kraat und Ra-Hoor-Khut." Der Sonne in ihren Funktionen werden in der ägyptischen Mythologier mehrere HORUS-Gottheiten zugeordnet, die eng miteinander verwoben sind. RA-HOOR-KHUIT (ägyptisch RE-HARACHTE oder RA-HERU-KHUTI) wird in Menschengestalt oder falkenköpfig mit Sonnenscheibe und Stab dargestellt, Sonderform des HORUS (HOOR): Ägyptischer Ortsgott, der später auch Gott des Landes und Schutzgott des Königs wurde. Sein Name bedeutet "das Antlitz". HORUS ist Sohn, in einer späteren Mythologie Gatte der HATHOR. Als falkenköpfiger Welt- und Himmelsgott überspannt er mit seinen Flügeln den Himmel und wird als Lichtgott HERACHTE ("der oben Befindliche der Ferne"), dessen Augen Sonne und Mond bilden, mit RE zu RE-HARACHTE verschmolzen. In der Kosmologie von Heliopolis (On) wird HORUS zum Sohn von ISIS und OSIRIS, der als Jüngling seinen von SETH ermordeten Vater rächt. Im Liber Legis erscheint HORUS auch in zwei anderen aus der ägyptischen Mythologie entlehnten Gestalten, die andere Funktionen von ihm bezeichnen:
2. Als HRUMACHIS / Harumachis: "Aber dein heiliger Ort soll unangetastet bleiben über die Jahrhunderte: obschon mit Feuer und Schwert niedergebrannt + zerschmettert steht dort ein unsichtbares Haus, und es wird stehen bis zum Eintreffen des Großen Äquinox; wenn Hrumachis sich erhebt und der mit dem Doppelstab meinen Thron und Platz einnimmt. Ein weiterer Prophet wird sich erheben, und frisches Fieber von den Himmeln bringen; eine andere Frau wird die Lust + Verehrung der Schlange erwecken; eine andere Seele von Gott und Tier in dem weltlichen Priester vermischen; ein anderes Opfer wird Das Grab beflecken; ein anderer König wird herrschen und der Segen wird nicht länger fließen Zu dem Falken-köpfigen mystischen Herrn! " HRUMACHIS; griech. HARMACHIS, ägypt. HAR-MACHET, ist der "Horus im Horizont"; was urprünglich ein Titel der Großen Sphinx auf dem Totenfeld von Gizeh war, die einst den König Chephren darstellte und seit dem Neuen Reich als Abbild des Horus als Herr der Morgensonne angesehen wurde. Harmachis bezeichnet auch die Verbindung von Horus und Re als Sinnbild der den Tod überwindenden Kräfte der Sonne [7]. Der Leopard und das Wild |
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Anmerkungen
[2] Eine etwas poetischere Beschreibung der Sonne als Entität finden wir in einem Songtext der Gruppe "Einstürzende Neubauten" -Zitat aus: König Feurio:
[3] Dazu gibt es die amüsante Anekdote, nach der Crowley auf einer Gerichtsverhandlung gefragt wurde, was denn sein magischer Titel To Mega Therion zu bedeuten habe. Crowley soll dem Richter erläutert haben, daß es sich bei 666 (griechischer gematrischer Wert von To Mega Therion) um die Sonne handele. "Sie dürfen mich kleiner Sonnenschein nennen" meinte er zum Richter gefällig. Laut Crowleys Biographie soll sich der Dialog wie folgt abgespielt haben: [4] Im Liber 418 taucht Atu XIX verhältnismäßig selten auf. Zu Beginn des 28. Aethyrs -BAG schreibt Crowley (in den untenstehenden Kommentaren vertieft er das Bild von Atu XIX, wobei ihm jedoch anfänglich ein Fehler unterlief.) [a]: "Da kommt ein Engel in den Stein mit opalisierend [b] leuchtenden Gewändern gleich einem Rad [c] aus Feuer, auf jeder Seite von ihm und in seiner Hand befindet sich ein langer Dreschflegel aus scharlachroten Blitzen [d]. Sein Gesicht ist schwarz [e] und seine Augen weiß oder jegliche Pupille oder Iris [f]. Das Gesicht ist wahrhaft schrecklich anzuschauen. Nun befindet sich vor ihm ein Rad [g] mit vielen Speichen und vielen Wandungen; wie ein Zaun [h] steht es vor ihm. Und er verkündet: O Mensch, wer bist du, daß du es wagst, in dieses Mysterium [i] einzudringen? Denn es ist verborgen bis zum Ende der Zeit [j]."
[6] vergl. hierzu die 4 maurerischen Prinzipien:
Auf der Stele des Montuher ist er mit dem Pyramiden abgebildet. Die Inschriften sind wie folgt zu lesen: Hr-m-Ax.t nTr aA nb xAs.t jr n sS jqr mntw-hr jr n sS kA-mw.t-nxt.w mAa-xrw Quelle: Selim Hassan, The Sphinx. Its History in the Light of Recent Excavations, Cairo, 1949. [8] Kommentar hierzu von Crowley (1921): 19 ist der letzte Trumpf, 'Die Sonne', welche der Vertreter Gottes im Makrokosmos ist, wie der Phallus es im Mikrokosmos ist. Es gibt eine gewisse Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit unter ihren geheimen Kräften. Dieses Kapitel wurde aus Rudyard Kipling´s 'Just So Stories' genommen. Der Meister drängt seine Schüler zu einer gewissen heiligen Heimlichkeit, einem Verbergen des wahren Zweckes ihrer Leben; auf diese Weise das Beste aus beiden Welten zu machen. Dies legt eine Handlungskette nahe, die kaum von Heuchelei zu unterscheiden ist; aber der Unterschied ist für jeden klaren Denker offensichtlich, obschon nicht gänzlich für Frater P. |
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Zahl: 200, 510
Buchstabe: Resh (R, RISh)
1) Der Lebensbaum: Die äußeren Sephiroth berühren den Zodiak, wobei Binah ("Verstehen") genau im Übergang von Fischen zu Wassermann steht. Exakt an diesem Punkt befinden wir uns jetzt auch auf der Äonenzeitschiene. Die Sephiroth 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8 & 10 bilden das kosmische Ei, in welchem wir symbolisch angedeutet die Zeugung des Kindes aus Atu XX -Harpokrates- sehen (Grüner Berg und Mauer).
2) Der Zodiak und die Sonne: Wegen der astronomischen Präzession der Erdachse sind der siderische Tierkreis (tatsächlichen Sternbilder entlang der Ekliptik) und der tropische Tierkreis (gleichbleibende Tierkreiszeichen des Kalenderjahres) nicht identisch. Innerhalb eines sogenannten platonischen Monats (ca. 2150 Jahre) verschieben sie sich gegeneinander um jeweils ein Zeichen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegt der Frühlingspunkt (Äquinox) im Sternzeichen Wassermann, das Durchwandern dieses Zeichens nennen wir das "Äon des Horus". Das vorige "Äon des Osiris", dauerte ebenso 2150 Jahre und war das Äon der großen monotheistischen Volksreligionen. Am Ende des Horus-Äons wird für alle Menschen das Gesetz von Thelema realisiert sein, und die Menschheit ist bereit, sich der Verantwortung des darauf folgenden Äons -das der Ma´at- zu stellen. Das platonische Jahr dauert also 12 Äonen oder ca. 25.800 Jahre. Dann beginnt das Rad der Äonen, sich von neuem zu drehen.
3) Die Zwillinge: [5] Auf einer höheren Ebene finden wir in den beiden Kindern eine Fortführung der Symbolik aus Atu VI-Die Liebenden. Sie streben hier, durch das Gesetz von Thelema erlöst, gemeinsam dem Licht der Sonne entgegen. Sie sind fast unterschiedlos gleich geworden, unterscheiden sich lediglich durch die Farbe ihrer Flügel und Haare sowie den Glanz ihrer Haut (einer golden, einer rot). Atu XIX ist die einzige Karte, die diese Nähe so deutlich zeigt. Die vereinten Gegensätze bilden hier ein gewaltiges Kraftpotential, das zu großer schöpferischer aber auch destruktiver Leistung fähig ist. Animus und Anima haben sich hier vereinigt, sind ein Paar, das nun bereit ist, aus dem Menschen ein Wesen zu kreieren, welches selbstbestimmt und frei seine eigene Existenz in sich selbst begründet. Crowley schreibt dazu im Buch Thoth (S.123): "Doch außerhalb dieser Mauer befinden sich jene Zwillingskinder, die (in der einen oder anderen Form) in der gesamten Symbolik so häufig wiederkehrten. Sie repräsentieren das Männliche und das Weibliche, ewig jung, ohne Scham und unschuldig. Sie tanzen im Licht und dennoch leben sie auf der Erde. Sie stellen die nächste für die Menschheit zu erreichende Stufe dar, auf der die vollständige Freiheit der Ursache und dem Ergebnis des neuen Zugangs der solaren Energie auf die Erde gleicht." [Leider ist der Satz in dieser Übersetzung nicht logisch.] "Die Einschränkung solcher Vorstellungen in ihrer alten Bedeutung als Sünde oder Tod ist aufgehoben worden."
1. Als HOOR-PAAR-KRAAT / Heru-pa-kraath / Hoor-pa-kraat (griech. HARPOKRATES; ägypt. HOR-PE-CHROD), "Horus das Kind". Dargestellt wird der kindliche HORUS als Sonnenkind, das in der Lotusblüte sitzt. Seine typische Haltung ist, an einem Daumen lutschend, während er mit der anderen Hand an seiner Kinderlocke spielt. Diese Haltung wird auch oft als Geste des Schweigens (verschlossener Mund) interpretiert. HARPOKRATES ist ein Fruchtbarkeitsgott, besonders als Spender der Hülsenfrüchte. Als kindlicher HORUS ist er der unmündige Sohn der Muttergöttin ISIS, im Gegensatz zum erwachsenen HORUS HAROERIS ("Horus der Alte"). Darstellungen von ISIS mit HARPOKRATES nehmen die christlichen Madonnenbilder mit dem Jesuskind um Jahrtausende vorweg. Im Liber Legis sind RA-HOOR-KHUIT und HAAR-PA-KRAAT zwei Teile des Großen HORUS, HERU-RA-HA (siehe Liber Legis III/35)
[1] ERNST KURTZAHN (Daïtyanus - DER TAROT: Die kabbalistische Methode der Zukunftserforschung als Schlüssel zum Okkultismus - Leipzig 1920) beschreibt die Sonne vollkommen anders, er ordnet sie übrigens dem Buchstaben Quoph zu. Die hier erwähnten "Goldtropfen" korrespondieren mit den dunklen Blut in Atu XVIII.
[5] Ein in esoterischen Kreisen weit verbreiteter Gedanke ist der einer Zwillingssonne. Es wird dabei angenommen, daß dem hellen, strahlenden Licht der Sonne ein dunkles Dependant gegenübersteht, die sog. schwarze Sonne. dies wird auch angedeutet durch die beiden Kinder im unteren Bereich der Karte. Die schwarze Sonne, auch Herz des Saturn genannt, wird im Planeten Saturn lokalisiert, von dem man annimmt, daß er quasi ein System im System ist. Mit seinen zahlreichen Trabanten stellt der Gasriese ein Miniatur-Sonnensystem dar. Doch sein Licht ist kalt, lebensfeindlich, schwarz. Es ist auch aus magischer Sicht sinnvoll, dem Zentralgestirn ein energetisches Dependant gegenüberzustellen.
[7] Auf der Traumstele Thutmosis' IV ist Harmachis als der Sphinx benannt. Der Sphinx spricht "Ich bin Dein Vater Horus-im-Horizont-Re-Atum...". Horus-im-Horizont ist Hor-m-achet = Harmachis.
