Tarot & Kabbalah
Thoth Tarot
Thoth Tarot Atu 00 Der Narr
Thoth Tarot Atu 00 Der Narr
|
0 - DER NARR | |
![]() Am Anfang war der OCHSE eins, GLEICH DREImal, und doch keins. |
Das Kind, der Tor, hl. Geist, LAShTAL, Dionysos, Pan, Harpokrates Farbe: helles blasses Gelb, Himmelblau, Blau-Smaragdgrün, Smaragdgrün-Goldgefleckt Kurzbeschreibung: Der Beginn der Reise ins Ich ist der Narr. Der unbescholtene, freimütige und von seinem Schicksal nichtsahnende Tor. In dieser Karte liegt bereits das gesamte Deck verborgen, der Ent-wicklung harrend. Er ist ungehobelt, ungestüm und ungebildet, ein rauher Stein, der durch die Kunst des Lebens in seine Form gebracht werden soll. Seine Leichtmütigkeit läßt ihn viele Gefahren meistern, wenn er fällt, verletzt er sich meist nicht lebensgefährlich. Seine fast schon infantile Naivität läßt ihn immer wieder mit einem "blauen Auge" davon kommen. Und doch verbirgt sich in dieser Karte bereits das Neue Äon, das der Narr für sich selbst auf seiner spirituellen Reise erschafft. Steht der Narr noch für Beliebigkeit, so wandelt er sich im Laufe der Reise zu einem willensbestimmten Wesen, das Eins mit dem Kosmos ist. Seine Hingezogenheit wandelt sich in Liebe, sein ungestümes Wesen in Reife. |
|
Interpretation der Karte Der Narr, der gehörnte Tor, in seinem grünen Kleid umarmt die Welt, er ist offen, neugierig und wird von neuen Eindrücken umringt. um ihn herum die Attribute der Magie und des Wissens, welche er noch nicht verinnerlicht hat. Gleichwohl sie zum Greifen nahe sind, kann er sie doch nicht alle fassen. Die Attribute von Fruchtbarkeit und Wachstum umgeben ihn. Alle Potentiale stehen ihm offen, er muß nur zugreifen, um sich ihrer zu bemächtigen. Durch die ringförmigen Strukturen ist das "Ei des Harpokrates" angedeutet, daß uns voll ausgereift in Atu XX wiederbegegnet. Ihm zu Füßen liegt Sobek Ra, der Krokodilgott des Fortbestandes und des Wachstums, flankiert von einem Tiger, der CHI -die Lebenskraft- repräsentiert (der Tiger erinnert an den kleinen Hund in alten Darstellungen des Narren). Die Taube als Symbol der göttlichen Liebe, der Schmetterling als Zeichen der Metamorphose und der Caduceus als Ikone des geheimen Wissens unterstreichen die Vielfalt, in der der Narr sich bewegt. Die Sonne (deren heilige Zahl 666 ist; die des Narren ist 111) in seinem Schoß zeigt seinen männlichen Charakter. Darunter, zwischen seinen Schenkeln ist die "mystische Rose" in drei Varianten angebracht über zwei in inniger Liebe verschlungenen Gestalten, dies deutet zusätzlich auf den dinoysisch-lüsternen Einfluß der Karte hin. Die sexuelle Kraft des Narren macht ihn auch geistig rege und leistungsfähig.
Der kraftstrotzende junge Narr macht sich in dieser Karte auf den Weg, den ihm die großen Arcana durch das Leben zeichnen. Er ist das Kind, das sich auf den Weg macht, erwachsen zu werden. Er ist das erste Kapitel im alten Buch vom Werden, Sein und Vergehen, der Beginn. In ihm liegen alle Möglichkeiten als Potential verankert. Gelingt es dem Narren, die ihn umgebenden Kräfte mit sich in Einklang zu bringen und den Wirbel der Ereignisse zu beherrschen, so führt ihn seine jugendliche Kraft bis an sein höchstes Ziel. Eigentlich könnte diese Karte auch die Nummer XXII tragen, denn das Durchschreiten der 22 großen Arkana läßt uns im "nächst höheren Level" erneut als Narr an den Start gehen. Dies endet erst, wenn wir uns aus eigener Kraft vom Rad des Karma befreit haben. In der Legung weist der Narr üblicherweise auf unbeständigen Beginn mit ungewissem Ausgang hin. Im Ego-Bezug zeigt der Narr z.T. unwirsche, luftige Charakterzüge. der Narr führt sich oft auf, wie ein Kindskopf und schadet sich damit i.d.R. selbst. Er neigt bisweilen dazu, cholerisch zu reagieren bzw. den Kopf zu verlieren. Unbeherrschheit, resultierend aus innerer Unsicherheit und unnütze Selbstaufopferung können damit einhergehen. Diese Zustände können sich abwechseln mit ausgelassener Heiterkeit und unbekümmerter Fröhlichkeit. Der Narr nimmt die Dinge scheinbar leicht und locker. Der Narr weist auf unentwickelte Eigenschaften hin, auf eine gewisse Unreife und auf Potentiale, die noch zu erschließen sind. Der Narr ist eine "Karte der Möglichkeiten". In der Partnerschaft macht der Narr seinem Namen alle Ehre. Ein Luftikus durch und durch. Er ist wechselhaft, neigt bisweilen zur Promiskuität und hat u.U. Schwierigkeiten, seine Liebe zu festigen. Der Narr will geliebt werden und will Liebe geben, aber es mangelt ihm oft an der nötigen Erfahrung, diesen Akt des Gebens und Nehmens entsprechend zu transformieren. Sexuell ist er ein echter Heißsporn, der nur ungern etwas "anbrennen" läßt. So ist der Narr oft in Konstellationen zu finden, die Beziehungsprobleme behandeln. Erst die Erlösung in Atu VI ermöglicht es ihm, sich selbst zu festigen und seine volle innere Kraft zu entfalten. Gesundheitlich kann der Narr auf Probleme im Atmungsbereich hinweisen (in bestimmtem Kontext). Üblicherweise jedoch ist der Narr eine Karte, die auf Vitalität und Wohlbefinden hindeutet. Er symbolisiert sexuelle Leistungsfähigkeit und Interesse an geschlechtlichem Umgang. Der Narr ermuntert uns, den Genuß nicht hinter geheuchelter Askese zu verstecken, sondern ihm den gebührenden Platz im Leben einzuräumen. Wunden heilen bei ihm schnell, Infekte strecken ihn nicht lange nieder. Seine jugendliche Ausstrahlung läßt ihn nie kränklich aussehen. Finanzen: Der Narr wirft sich oft Hals über Kopf in Projekte, die zum Scheitern verurteilt sind. Er setzt alles und verliert hoch. Dies jedoch ficht ihn nicht, er versucht es stets aufs Neue wieder. Der Narr lebt immer hart am Limit, und doch landet er eigenartigerweise immer wieder auf den Füßen. seine unkonventionellen Ideen bringen oft unverhofften Zugewinn. Unverhoffter Zugewinn wechselt sich ab mit plötzlichen und unerklärlichen Verlusten. Alles in allem signalisiert uns der Narr, daß wir unseren Weg mit Weltoffenheit, natürlichem Vertrauen in unsere eigenen Kräfte und mit einer gesunden Portion Optimismus beginnen müssen, um nicht irgendwann in den drohenden Verbleiungen auf dem Weg zu verhaften. Er ist der innere Aufbruch, das "Ich will gehen!" in uns. Seine Urkraft treibt uns an, läßt uns weitergehen, auch wenn es schwerfällt, der Narr gibt uns auch den nötigen Sarkasmus, den Rückschlägen lächelnd ins Gesicht zu sehen. Der Narr ist auch das "Jetzt erst recht!", die Trotzigkeit, die uns bisweilen gegen alle Meinungen zum Erfolg führt. Er ist keine Karte der Schwäche, wenn er in uns erkannt und integeriert wird. Wird er verdrängt, unterdrückt und verleugnet, so kann er sich zu einem sehr dunklen Kind wandeln und uns den Weg gehörig erschweren. Im weiteren Verlauf seines Weges durch die innere Welt trifft der Narr nun im Magier seine Zukunft, sein Endergebnis, sein Spiegelbild in der Zeit. In der Hohepriesterin, der Herrscherin, dem Herrscher und dem Hierophanten begegnet er seinen Eltern und Über-Eltern, um sich davon in Karte Nr.6 zu erlösen. Dann beginnt seine spirituelle Reise und er wird fähig, die Zügel in der Hand zu halten. Des Narren Schicksal ist Ruin Crowley schreibt im Liber Cordis Cincti Serpente vel LXV im Kommentar zum Kapitel V: "Der Student wird auf die vollständige Darstellung der Bedeutung des Buchstaben Aleph verwiesen, besonders auf den teil, inwelchem erklärt wird, daß der 'Säugling in dem blauen Ei', Harpokrates, indem alle Kraft verborgen ist, insofern er Harpokrates ist, Bacchus Diphues, Zeus, Baphomet, Parzifal als 'reiner Narr', der große Narr keltischer Sagen, das mutwillige Kind Hermes usw., im ersten Zustande allumfassender Unschuld, bei der Pubertät sich zu Parzifal, dem fahrenden Ritter, entwickelnd, der die Krone durch das Gewinnen der Königstochter erlangt (ein Mysterium, auf dem die tatsächlichen Gebräuche vieler primitiver Rassen gegründet waren. Siehe J.G. Frazer, der goldene Zweig.) Der phallische Hermes, der Baphomet von Atu XV, Zeus, der die Gestalt eines Tieres annimmt, um verschiedene Frauen zu schwängern (die Scarlet Woman) wie in Atu XI. Siehe auch die Legenden von der Schönheit und dem Tier, vom Teufel des Sabbaths, vom Minotaurus, Herkules (am Anfang waffenlos und als doppelgeschlechtlich verkleidet), viele asiatische Legenden." Diese Assoziationen zeigen deutlich die leicht satyrischen Züge des Narren. | |
|
Kabbalistische Korrespondenzen Wahrheit, Lachen, Lust: Der heilige Narr des Weins! Zerrissen der Schleier, lüsterner Wahnsinn ist sublime Erleuchtung. | |
|
Pfad: Aleph, der erste (11.) Pfad am Baum des Lebens; KThR nach ChKMH
Göttername: AIN, AIN SOPH, AIN SOPH AUR Eigenschaften: Milde Körperbezug: Haar |
Gematrisch korrespondente Begriffe: 1: Die mystische Zahl von KThR ("Kether"), der ersten Sephira am Baum des Lebens. 111: LVIATHN - mystischer Name des siebenfachen Meeresungeheuers; ein Ochse, Geschlecht, drängen, rauben, nötigen, AVM, OM (heilige Silbe), tiefe Dunkelheit, dunkel, Hinterhalt, Unglück, Finsternis, Kokain, täglich, Decke, Schleier, Tuch, N´kial (Intelligenz von SOL), Ungerechtigkeit, Brandopfer, wunderbar, ungewöhnlich sein, rätselhaft A, der erste Buchstabe und die "erste Mutter", hat den Zahlwert 1; Alef = "Ochse" 111= AChD HVA ALHIM |
|
Der Narr ist ALPHA UND OMEGA des Thoth Tarot Decks, weshalb in ihm auch die tiefsten Geheimnisse verborgen liegen. Die hier aufgeführten Punkte können nur ansatzweise das Tor in die Welt des Narren aufstoßen. Crowley schreibt im Liber Aleph: "Und wer ist dieser reine Narr? Siehe, in den Sagen der alten Zeit, der Legende der Skalden, Barden und Druiden, kommt er da nicht wie der Frühling in Grün? O Du Großer Narr, Du Wasser, der Du Luft bist, in dem jede Verwirklichung aufgelöst ist! Ja, Du in zerlumpten Kleidern mit dem Stab des Priapus und dem Weinschlauch! Du stehst auf dem Krokodil wie Hoor-Pa-Kraat und die Große Katze springt Dich an! Ja, und mehr noch, ich habe Dich gekannt, der Du Bacchus Diphues bist, Keins und Zwei, in Deinem Namen IAO! [...]"
Die 3 Ringe, korrespondierend mit Ain, Ain Soph und Ain Soph Aur [1] berühren Kether, Chockmah, Binah, Netzach, Hod und Malkuth. Kether, die Krone, liegt auf dem Haupt des Narren. Chockmah berührt die Trauben, auf Binah sehen wir die Taube. Der Zodiak im Beutel des Narren ist auf der Position von Chesed, und Geburah trägt den Admiralsfalter. etwas versteckt auf dem Pfad Cheth sieht man einen Ma´at-Geier. Die Sonne in Tiphareth zeigt auf die Geschlechtsorgane des Narren. Netzach berührt den Tiger, nur Hod hat keine direkte grafische Zuordnung. In Yesod finden wir eine Abbildung der oberen Triade in Form der dreifältigen Rose. Malkuth schließlich ist der Kopf des Krokodils des Harpokrates.
Laß ihn durch die erste Prüfung kommen + es wird ihm wie Silber sein. Die erste Prüfung wird symbolisiert durch die 3 Rosen zwischen den Beinen des Narren (weiblich/Yesod), die zweite durch die Sonne in seinem Schoß (männlich/Tiphareth), die dritte Prüfung hält der in der rechten Hand (der Edelstein reinsten Wassers/Binah), und die vierte Prüfung hält er in der Linken (das Feuer/Chockmah). 2) Korrespondenzen der 111: Der Buchstabe Aleph, der dem Narren zugeordnet ist, besitzt im hebräischen Alphabeth mehrere Zahlwerte. Als Zahlzeichen ist er 1 und 1000. Als Buchstabe ausgeschrieben (A-L-Ph) zählt er 111, und mit dem End-Ph geschrieben zählt er 831. Am gebräuchlichsten ist die 111 als Zahlwert des ALPh. Im folgenden nun einige korrespondierende Begriffe aus dem Sepher Sephiroth des Liber 777 von A.Crowley:
"Jene sind Narren, die die Menschen anbeten; beide, ihre Götter und ihre Menschen sind Narren." Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Beziehung Alef-Leviathan (LVIATHN), welche sich in der 111 ausdrückt. Der Name LVIATHN ist ein Notariqon von 7 Namen, welche die 7 Köpfe des apokalyptischen Drachen benennen und im menschlichen Bewußtsein die sog. 7 Todsünden [3] regieren. Die Namen sind Temurah-Ergebnisse (Permutationen des Namens LVIATHN) und zählen gematrisch jeweils 111. Die Zahl 111 steht auch symbolisch für die obere Triade am Baum des Lebens, also Kether-Chockmah-Binah, die Entstehung der Polarität aus der Einheit. Die Trinität wird auch in den 3 Rosen in ihren verschiedenen Entfaltungszuständen zwischen den Schenkeln des Narren angedeutet.
3) Aleph und die Swastika: Crowley schreibt im Liber Cordis Cincti Serpente vel LXV im Vers 14: "All diese Zeit durchbohrte Adonai mein Wesen mit seinem Schwert, das vier Klingen hat; die Klinge des Donnerkeils, die Klinge des Pylons, die Klinge der Schlange, die Klinge des Phallus." Und im Kommentar dazu: "Adonai:ADNI. Aleph ist durch seine Form die Swastika oder der Donnerkeil; Daleth bedeutet Tor oder Pylon; Nun bezieht sich auf Scorpio oder die Schlange; Yod ist der Phallus (Yod des IHVH), aufgefaßt als die innerste und einfachste Idee."
Alef (Swastika, Quadrat) und Heptagramm (Siebenstern) repräsentieren so den "durch das Alef befruchteten Siebenstern" und erzeugen aus der 4 und der 7 die 11, die Zahl der Magick. [4] Der weitergehend interessierte Leser sei hier auf das Dokument "Liber 270: L.L.L.L." im Appendix verwiesen, in welchen die Verbindung ALePh-111-LVIATHN näher erläutert wird. | |||||||||||||||||||||||||||||
|
| |||||||||||||||||||||||||||||
|
Anmerkungen [1] Als die 3 Ringe oder "Schleier der negativen Existenz" bezeichnet man in der Kabbalah die drei Vorerscheinungen des Universums: Das grenzenlose Nichts (000), das Nichts (00), und das sich verdichtende Nichts (0) umgeben wie Zwiebelschalen das sich materialisierende Universum, sie sind mit dem Inhaltslosen, der Basis der Materialisierung und dem Potential zur Materialisierung vergleichbar, welche als Quantenmeer den Willen zur Emanation (Erscheinung, Ausströmung) -Kether- hervorbringen. Die drei Schleier sind die Matritze des Kosmos. Hier erfüllen die 3 Ringe für das Thoth Deck dieselbe Funktion, sie sind der Urozean des Wissens, aus dem sich der Narr mit den folgenden Atu erhebt. [2] Diese Schreibweise entspricht nicht derjenigen der Codices der Bibel und sollte nicht verwechselt werden. Dort wird der Name des großen Ungeheuers des Urozeans z.B. im Buch IVB,40/41 als LVIThN (mit End-Nun) buchstabiert, was sich zu 1146 addiert. Die kabbalistische Anwendung dieses Namens hat nichts mit den historischen Quelltexten gemein. [3] Die 7 "Todsünden" sind negative Charaktereigenschaften, welche den Menschen daran hindern, zu seiner vollen geistigen Größe hinaufzureichen und sich selbst zu verwirklichen. Es sind Hindernisse auf dem Weg zum wahren Willen, Thelema. [4] Der Leser mag hier ermessen, welch magische Kraft durch die Swastika entfesselt werden kann. 1909 in den Anrufungen der henochischen Aethyre von Crowley beschworen und erweckt, begann diese Kraft unverzüglich, sich zu manifestieren, was in der Gewalt des dritten Reiches gipfelte, wo Hitler dieses magische Symbol zum Reichszeichen erhob. Seit diesen Tagen wurde der Prozeß dieser magischen Erweckung nicht gestoppt. Die magischen Kräfte der Swastika werden das Osiris Äon förmlich in ihrer Rotation zerschmettern, und die Swastika wird erst wieder ruhen, wenn eine ausgleichende Kraft ihr entgegengestellt wird. | |||||||||||||||||||||||||||||



In dem Beutel, den der wandernde Narr trägt (rechts unter den Trauben) steckt der gesamte Zodiak, er trägt quasi den Weg, den er zu gehen hat, bereits mit sich. (vergl. hierzu: 10 der Scheiben) Die Rebe zeigt wieder seine Verbundenheit zu Dionysos und Bacchus, die Hörner verdeutlichen die Nähe zu PAN, dem Gott der Fruchtbarkeit und der Lust. Die Karte bildet das genießerische Gemüt des Narren ab.
Zahl: 0, 1, 111, 1000
Buchstabe: A, ALPh (Alef, "ein Ochse") Das ALPh bildet das Ochsenjoch ab bzw. eine Pflugschar mit phallischer Bedeutung
1) Der Baum des Lebens: Eine auffällige Besonderheit der Karten, welche Lady Frieda Harris nach Crowleys Vorgaben schuf, ist die kabbalistische Konvergenz zum Baum des Lebens. Viele Bildelemente der 22 Atu der großen Arkana sind an dieser universellen Glyphe ausgerichtet, ein Umstand, den man bei einer Kapazität wie Aleister Crowley letztlich auch erwarten kann. Dieser Kartenaufbau zeigt, daß Crowley sein gesamtes Wissen in diesem Werk niedergelegt hat. Als erstes Beispiel betrachten wir den Narren, dessen Korrespondenzen noch relativ unterenwickelt und bruchstückhaft wirken.
Im Verlaufe der Kartenfolge des Decks werden die Korrespondenzen immer genauer und exakter, so daß ein genaues Studium der Bildelemente im Bezug zu ihrer Anordnung sich als äußerst lohnend erweisen kann. Wir werden im weiteren auf interessante Aspekte der Anordnung der Bildelemente der 22 Atu des Thoth Decks genauer eingehen. In der Karte deutet Crowley u.a. die "Vier großen Prüfungen" des Liber Legis an (Liber Legis III/64-67), welche er im Verlaufe der Durchschreitung der Atu zu bewältigen haben wird.
Das uralte magische Symbol der Swastika (das Wort stammt aus dem Sanskrit, bedeutet i.e.: "heilbringendes Zeichen") korrespondiert allein schon formal mit dem Buchstaben Alef der hebräischen Quadratschrift. Die Swastika mit ihren elementaren Zuordnungen ersetzt im Äon des Horus das alte grafische Symbol -das Pentagramm-, welches der Narr in Atu 0 mit seiner Körperhaltung andeutet. Während im Äon des Osiris, welches 1904 mit der Übermittlung des Liber Legis endete, die Elemente kreisförmig angeordnet waren und durch das Pentagramm verbunden wurden, steht im "Petagramm des Horus Äons" das Element Geist in der Mitte, und die 4 materiellen Elemente des Tetragrammaton emanieren aus diesem Zentrum.
