Thelema
Thelema 4 Newbies
Die Kunst, Thelemit zu werden
Die Kunst, Thelemit zu werden
Wie man Thelemit wird
Der Leser mag sich fragen, wie man zum Thelemiten wird.
- Durch Bekehrung, Weihe, Initiation?
- Durch den Beitritt zu einer thelemitischen Gruppe?
- Durch das Lesen von Büchern, den Besuch von Seminaren?
Wenn Du Dich in Deiner Umgebung aufmerksam umschaust, wirst Du Dich vielleicht fragen:
„In was für einer Welt lebe ich eigentlich?“
Es ist eine Welt, deren Grenzen durch Vorschriften, Regeln und Gesetze abgesteckt sind, deren Sinn die meisten Menschen schon lange nicht mehr verstehen. Beispiele?
Arkansas: Flirten in der Öffentlichkeit in Little Rock: 30 Tage Gefängnis
Massachusetts: In Salem dürfen selbst verheiratete Paare nicht nackt in Mietwohnungen schlafen.
Nebraska: In Hastings müssen Ehepartner beim Sex Nachthemden tragen.
Der Kauf der Encyclopedia Britannica in Texas verboten ist, weil darin ein Bierbraurezept wiedergegeben wird
Ein Gesetz verbietet es dem Arkansas River, höher als bis zur Brücke der Hauptstraße in Little Rock, Arkansas, zu steigen.
In den Straßen von Ashville, North Carolina, ist das Niesen verboten worden.
Monstern ist es in Urbana, Illinois verboten, das Stadtgebiet zu betreten.
Per Gesetz wird in Florida den Ratten verboten, Schiffe zu verlassen.
§1300 des deutschen BGB (Beiwohnung) gestattet es Frauen, welche von ihren Verlobten verlassen werden, für den geleisteten Sex Schadensersatz zu verlangen, sofern sie in einer gemeinsamen Wohnung zusammengelebt haben.
Dein Leben wird geregelt, gelenkt und gesteuert von Menschen, die Gesetze erlassen, welche für alle gleichermaßen Gültigkeit besitzen sollen. Das Dumme ist eben nur: Nicht alle Menschen sind gleich, und nicht für alle Menschen sind diese Gesetze optimal. Im Grunde genommen sind die wenigsten Menschen mit den derzeitigen Gesetzen und Normen zufrieden. Jeder macht Kompromisse, weil es eben scheinbar einfacher ist. Du gehst zur Wahl, machst Dein Kreuz und gibst den Menschen auf der Liste Vollmacht, in Deinem Namen diese Gesetze zu erlassen. Ein kleines Kreuzchen – und schon ist die Verantwortung für wirtschaftliches Wachstum, Wohlstand und Vollbeschäftigung abgegeben. Der Grad der Versklavung in diesem anonymen Wertesystem ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass es Menschen in unserer Gesellschaft nur sehr schwer fällt, es trotzdem freiwillig zu verlassen und sich selbst neu zu erschaffen als einen Stern unter Sternen. Das System in dem wir existieren, basiert auf Ängsten, nicht auf Hoffnungen. Und genau da liegt der Fehler im System, wenn wir nicht einmal mehr feststellen können, ob wir das System beherrschen, oder das System es ist, das uns beherrscht.
„Junger Freund, es ist ein Schweinesystem. Und das sollte man nie vergessen. Nicht nur aus moralischen, sondern auch aus taktischen Gründen. Als Marxist weiß man, dass die sieben Achtel, die schlechter dran sind, einem irgendwann mal den Schädel einschlagen und womöglich damit recht haben. Was ich sagen will: Meine Altersgenossen und ich, wir sind eine besondere Sorte von Kleinanlegern. Wir halten das System für verrottet und müssen ihm trotzdem die Daumen drücken, dass es gewinnt, damit es die Kohle wieder rausrückt, die wir ihm anvertraut haben, um uns mit einem möglichst sonnigen Lebensabend zu versorgen.“
Zitat aus „Matthias Mattusek: Ziemlich vergeigt“ in DER SPIEGEL 01/2003 S.73
Aber: Ist das der richtige Weg? Wir Thelemiten sagen: NEIN!
Der Autor dieser Schrift sieht einen Weg, der es jedem Menschen ermöglicht, frei von äußeren Zwängen sich selbst zu bestimmen in der Art wie, wo und wie lange er lebt. Wir, die Thelemiten, sind angetreten, ähnlich wie einst Martin Luther, als er seine 93 Thesen erstmals vorstellte, die Menschen vom ewigen Zwang und vom Muff der Jahrtausende zu befreien. Es ist unsere Absicht, Dir in dieser Schrift aufzuzeigen, dass es eine Lüge ist; eine Lüge gegen sich selbst, dem Mythos vom niederen Geschöpf Gottes zu folgen. Du selbst wirst erkennen, wo der Gott aller Religionen wirklich wohnt, nämlich tief in Dir selbst. Und nur Du allein hast die Kraft, diesen Gott in Dir zu erkennen und ihn zum Schöpfer Deiner Welt zu erheben.
Möglicherweise denkst Du: „Ich würde ja gern mich selbst zu dem machen, was ich eigentlich bin. Aber ich habe einen Partner, Familie, Freunde und Bekannte, Vorgesetzte und Arbeitskollegen, die auf mein Funktionieren angewiesen sind.“
Denkst Du so? Und? Macht es Dich glücklich, immer nur für andere da zu sein, Dich aufzuopfern für etwas, das nicht Deiner Entwicklung dient? Ja? Immer? Natürlich ist es wundervoll, den Partner zu lieben, in Liebe Kinder großzuziehen, in einem guten Team erfolgreich zu arbeiten. Doch wie viele Menschen leben in Gewohnheits- und Zweckbündnissen, ordnen sich Vorgesetzten unter, welche über ungeeignete Qualifikationen verfügen oder ihre Machtposition ausnutzen? Wieviele Menschen kommen abends völlig gestresst oder übermüdet von der Arbeit heim in ein Zuhause, wo sie ein ungeliebter Partner erwartet, neben dem man es z.B. „der Kinder wegen“ aushält? Aber: Ist das der richtige Weg? Wir Thelemiten sagen: NEIN!
Möglicherweise denkst Du: „Ich bin kein religiöser Mensch, der „den göttlichen Funken“ sucht oder den es zu Höherem zieht. Ich bin ein sehr realistisch denkender Mensch und gedenke nicht, das zu ändern.“
Denkst Du so? Und? Ist es wichtig, welche Religion Du hast? Sind nicht alle Religionen unvollkommen, da sie Dich, den Menschen, in Verhaltensmuster pressen, die größtenteils auf moralischen Thesen basieren, welche z.T. über tausend Jahre alt sind? Macht es Dich glücklich, Götter anzubeten, die Du nie siehst? Den Gottes-Dienst zu verrichten, obschon Du weißt, dass die Würdenträger Deiner Religion diese oft mit Füßen treten? Ist es Recht, im Namen unsichtbarer Götter Kriege zu führen, Völker zu unterjochen, Andersdenkende zu verfolgen? Man versucht allerorts, dich das Glauben zu machen. Aber: Ist das der richtige Weg? Wir Thelemiten sagen: NEIN!
Die Umstände, in denen Du lebst, sind lediglich das Ergebnis und das Maß Deines Erduldens. Du machst faule Kompromisse, nur um den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, und hinterher holt Dich Dein Gewissen ein, und Du weißt tief im Innern, dass es falsch war, z.B. der Kinder wegen zu heiraten, den Job des Geldes wegen anzunehmen, die Partei X der Versprechen wegen zu wählen, und nicht zuletzt vielleicht in ein Gotteshaus zu laufen, um für all Dein Versagen vor Dir selbst Absolution zu erlangen (gegen klingende Münze versteht sich).
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Du versuchst, Dich anzupassen, um Reibung zu vermeiden, und letztlich reibst Du Dich doch nur an Dir selbst.
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Du versuchst, nicht aufzufallen, und letztlich gehst Du in einer homogenen Masse von Konsumenten unter.
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Du versuchst voranzukommen, und letztlich bezahlst Du den Erfolg mit Jahren Deines Lebens und/oder dem Zerbrechen Deiner Familie.
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Du versuchst, dem Leben einen spirituellen Sinn abzugewinnen, und letztlich endet dieser Versuch in einem mittelmäßigen Drama aus Glauben und Hoffnung.
Siehst Du den Schlammassel, in dem Du steckst? Denkst Du, es sei aussichtslos, sich daraus zu befreien, nur weil alle anderen, die in Deiner Situation sind, Dir das ständig vorhalten? Warum musst Du angepasst, eingegliedert, normiert sein? Ist das wirklich notwendig, damit unsere Gesellschaft funktioniert? Wir Thelemiten sagen: NEIN!
Der Mensch ist ein Individuum. Es gibt keine zwei, die absolut gleich sind. Und jeder dieser Menschen auf unserem Planeten hat eine andere Erfahrungswelt, in der er lebt. Es ist vermessen, zu glauben, dass einige Meter Aktenwerk voller Gesetze und Regeln ausreichen, um das Leben dieser wunderbaren Individuen zu gestalten. Aber: geht es auch ohne?
Ein Gedankenspiel: Stell Dir vor, es gibt kein Gesetz, außer: TU WAS DU WILLST.
Was bedeutet dies? Das Du tun und lassen kannst, was Dir beliebt? Ja? Bist Du sicher, dass das möglich ist? Diese Regel (die eigentlich keine ist) würde es ja theoretisch jedem Menschen erlauben, so zu handeln.
Was wäre das Ergebnis? Chaos, Gewalt, Anarchie? Möglicherweise.
Aber wenn Du genau hinsiehst, wirst Du feststellen, dass da steht: „Tu was Du willst“, und nicht: „Tu was Du möchtest.“ Da ist kein Unterschied? Nun, da ist sehr wohl ein Unterschied. Und eben dieser Unterschied ist es, der es uns Menschen als Individuen ermöglichen wird, in absehbarer Zeit ohne geschriebene Gesetze unser Leben in räumlicher und zeitlicher Ausdehnung vollkommen selbst zu bestimmen.
Das geht nicht? Aber sicher geht das!
Wir, die Thelemiten, sind der Überzeugung, einen Weg gefunden zu haben, wie Menschen – und zwar alle Menschen - ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen können, indem jeder Mensch für sich und sein eigenes Leben die volle Verantwortung übernimmt, ohne jemandem anderes für die Umstände seines Daseins die Schuld zu geben. Das gilt für das Positive gleichermaßen wie für das Negative im Leben. Diese totale Eigenverantwortlichkeit für das Leben in vollem Bewusstsein der eigenen Existenz ist unseres Erachtens nach das höchste Ziel, das der Mensch als Individuum erreichen kann. Dies ist es, was wir meinen, wenn wir den Begriff FREIHEIT verwenden.
Wodurch und wie nun kannst Du ein solch hohes Ziel erreichen? Vielleicht denkst Du: „Ich in meiner Beschränkung werde dies nicht leisten können. Ich kann mich überhaupt nicht freimachen von all den Sachzwängen, die mich umgeben. Und eigentlich bin ich auch ganz zufrieden mit dem, was ich habe, auch wenn ich mich dafür an andere anpassen muß.“
Denkst Du so? Warum? Du bist ein STERN, Du musst Dich nicht kleiner machen als Du bist, nur um den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Du bist einzigartig und wundervoll. Sei Dir dessen bewusst! Du hast etwas in Dir, tief im Innern verborgen, das eine gewaltige Kraftquelle für Dich sein kann, wenn Du es Dir selbst erlaubst, diese Quelle auch zu nutzen. Wir nennen diese Kraftquelle:
THELEMA
„Thelema“ – das griechische Wort für „Wille“ - ist unser Leitmotiv und der Name ebendieser Kraft, die uns befähigt, aus den Mustern der Unterwerfung und Fremdbestimmung auszubrechen und unser Leben selbst zu bestimmen. Thelema ist das Leitmotiv eines neuen Zeitalters, das vor nunmehr einhundert Jahren begonnen hat und dabei ist, die alten Regeln und Leitlinien abzulösen. Darum nennen wir uns „Thelemiten“. Über die genaue Ableitung dieses Wortes und die historische Entwicklung des thelemischen Gedankens informiert Dich diese Schrift an anderer Stelle.
Dieses Thelema, den freien Willen, trägt ausnahmslos jeder Mensch in sich, auch Du.
Und nur Du selbst entscheidest, ob Du diesen freien Willen nutzt, oder ob Du ihn missachtest und Dich fremdsteuern lässt. Kein Mensch hat das Recht, Deinen Willen zu unterdrücken. Dieser Wille, die Grundlage Deiner geistigen Existenz, gehört allein Dir und allein Du entscheidest, wie du mit dieser enormen Kraft in Dir verfährst.
Doch was genau ist das: „Freier Wille“?
Da gibt es zwei Zustände des Geistes, die sich auf den ersten Blick sehr ähneln: Das MÖCHTEN und das WOLLEN. Ersteres wird Dir gut bekannt sein, denn es ist das, was diese Gesellschaft permanent von Dir verlangt: Das Möchten. In Dir werden Gelüste erzeugt (z.B. durch Werbung), die nicht im Mindesten Deinen wahren Bedürfnissen entsprechen. Um sie zu befriedigen tust Du Dinge, die Du an sich nicht tun möchtest (z.B. Überstunden bei der Arbeit). Dies erzeugt eine Dissonanz in Dir. Und diese Dissonanz ist es, die Dich letztlich und endgültig in den Tod treibt.
Das MÖCHTEN ist Ausdruck eines Teils der Persönlichkeit, den wir DAS GEMÜT nennen. Dieser Teil der Persönlichkeit ist es, der Neid, Missgunst und Hass zu wecken in der Lage ist, und der dem freien Willen direkt entgegensteht. Dieses Gemüt, den Hort der Befindlichkeiten, der Launen und der emotionalen Unbeständigkeit gilt es zu erkennen und zu kontrollieren. Dies ist Dein erster Schritt auf dem Weg zum TU WAS DU WILLST.
Dein Gemüt ist es, das Deinen wahren und freien Willen einkerkert, zurückdrängt, ja sogar vernichten kann. Deine Aufgabe ist es zunächst, herauszufinden, welche Deiner Bedürfnisse diesem Gemüt entspringen. Frage Dich stets nach dem Grund Deines Handelns. Erkenne, ob Dein Handeln wirklich Deinem innersten Willen entspringt oder ob es lediglich eine simple Reaktion auf Stimulationen Deiner Sinne ist. Beispiele:
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Du verspürst ein Hungergefühl. Dein Körper signalisiert Dir einen Mangel an Nährstoffen. Während der wahre Wille Dich eher veranlassen würde, in die Küche zu gehen, ein Brot z.B. mit Käse zu belegen und zu verspeisen, geht Dein Gemüt locker ein paar Schritte weiter. Es drängt Dich, die Geldbörse einzustecken, ein schickes Restaurant aufzusuchen, in welchem man natürlich auch gesehen wird, und dort opulent zu speisen.
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Du empfindest tief in Dir das Bedürfnis nach Information zu einer Sache. Während das Gemüt Dich veranlasst, einige leicht verdauliche, polarisierte und vorgefertigte Informationen zu konsumieren (z.B. im TV oder in minderwertigen Magazinen), drängt Dich der wahre Wille, Dich umfassend zu informieren, konträre Meinungen zu betrachten und zum Zwecke der umfassenden Information sogar verschiedene Standpunkte einzunehmen unter steter Bezweiflung der Absolutheit einer Meinung.
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Du empfindest Lust, mit Deinem Partner/Deiner Partnerin Sex zu haben. Während das Gemüt Dich veranlasst, Deinen eigenen Trieb zu befriedigen, wird der wahre Wille Dich anhalten, ein intimes Erlebnis zu gestalten, das beide Partner in ihrer Lust vollauf befriedigt.
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Du hast das Verlangen, Dich zu verwirklichen und Deine Kreativität in Deine Umgebung zu tragen. Dein Gemüt nun wird Dich verführen, diesen Schritt ohne Rücksicht auf Deine Umgebung durchzusetzen, um dem „ICH“ eine Form zu verleihen. Der wahre Wille jedoch wird Dich leiten, zunächst Deine Umwelt zu erkennen, und darin den Platz zu lokalisieren, an welchem Deine Kreativität ohne Beschränkung Deiner selbst und anderer sich entfalten kann.
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Du hast vor, Deinen Lebensunterhalt sicherzustellen. Dein Gemüt jagt Dich in die Fabrik, ins Büro, ins Lager, wo Du Deine Stunden abreißt mit Leuten, dir zuwider sind. Du trägst Deine Kohle heim und versuchst zu vergessen, woher sie kommt. Der Wille hingegen ermöglicht es Dir, einen Beruf zu ergreifen, der Deiner „Berufung“ entspricht; eine Beschäftigung, mit der Du Dich identifizierst, die Teil Deiner Persönlichkeit ist und die Du mit Freude sinnvoll ausübst.
Diese Beispiele sind willkürlich gewählt und natürlich unvollkommene Modelle, denn jede Situation, in der wir uns bewegen, ist individuell und anders. Doch sie sollen Dir einen Eindruck verschaffen darüber, was den Unterschied ausmacht zwischen den Teilen Deines Geistes, die in einem Zwist miteinander liegen. Und niemand außer Dir kann diesen Zwist beenden.
Es gilt also zunächst, das MÖCHTEN vom WOLLEN zu trennen. Dieses Erkennen, Verstehen des wahren Willens ist ein Prozeß, der einige Zeit in Anspruch nimmt und intensiver Beschäftigung mit den eigenen inneren Werten bedarf. Du solltest darangehen, Deine Allgemeinbildung zu vergrößern, um stets einen Überblick zu haben über unterschiedliche Theorien, Ansichten und Realitäten. Nur, wer sich umfassend bildet und stets über Vergleiche in ausreichender Menge verfügt, ist in der Lage, seinen Willen korrekt zu definieren.
Der nächste Schritt ist dann die Übernahme der vollen Verantwortung für das eigene Handeln. Nur, wer eigenverantwortlich handelt, ist in der Lage, seinen wahren Willen auch zu leben. Ein Gedankenanstoß dazu:
Bin ich verantwortlich für meine Entscheidungen? Was bedeutet "Verantwortung"? Ist ein Programm schuld an dem, was es aus eingegebenen Daten macht? Kann ich mein Programm nach Belieben ändern? Bin ich vielleicht erst ohne Programm ein lebendiger Mensch? Bin ich mit einem solchen ein lebendiger Mensch? Ist "Mensch" nicht nur der Name für eine große Gruppe ähnlicher Verarbeitungsprogramme und ein persönlicher Name (wie etwa "Hans Huber") die Bezeichnung der jeweiligen adaptierten Version? Wenn wir nur Computer sind, die miteinander spielen, arbeiten, kämpfen usw., wer sitzt dann vor dem Bildschirm? Sitzt jemand vor der Maschine? Woher kam das erste Programm? Sitzt vor jeder Maschine ein anderer (vielleicht eine "Seele")? Oder ist der Programmierer längst nach Hause gegangen und hat sein Werk sich selbst überlassen? Welchen Sinn hat das?
Quelle: http://members.blackbox.net/subhash.robin/_sei_still_/sei_still/wille.html
Im letzten Schritt dann beginnst Du, Deinen definierten Willen zu leben und das wird Dein Leben unter Umständen komplett verändern. Es ist oft der Fall, dass die Entscheidung, von nun an dem freien und wahren Willen zu folgen, eine eruptive Veränderung der Lebensumstände zur Folge hat, da diese ja lediglich Ausdruck der inneren Einstellung sind. Darum: Wähle gut! Die Entscheidung, die Du triffst, wird – so oder so - Dein Leben verändern.
Wer sich für die eigene Selbsterschaffung nach den Gesetzen Thelemas entscheidet, der tut damit einen sehr bewussten und in den Folgen weitreichenden Schritt: Er entzieht sich dem Dogma des Schicksals. Dieser Begriff bezeichnet meist Um- und Zustände, denen der Mensch als Individuum meist hoffnungslos erlegen ist, und die er hinzunehmen hat. Der Mensch hat sein Schicksal zu ertragen, wird uns gelehrt.
Was aber, wenn das nicht wahr ist? Was, wenn Du, der Leser dieser Schrift, belogen wurdest, was das Schicksal angeht? Was, wenn das Schicksal in Wahrheit komplett in Deiner Hand liegt?
Heißt es doch: „Ein jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!“
Wer sich für Thelema entscheidet, der akzeptiert das „Schicksal“ als das, was es ist: Ein Ausdruck des eigenen freien Willens. Du selbst bestimmst dein Schicksal durch das, was Dein Wille Dir zuführt. Wenn Du dich für Thelema entschieden hast, ist die Zeit der Ent-Schuldigungen vorbei. Dann sind nicht mehr die anderen schuld.
Ärger in der Familie? Im Beruf? Im Bekanntenkreis? Das liegt nicht mehr an den lauten Kindern, der nörgeligen Frau, dem miesen Chef oder den spießigen Kollegen. Das liegt daran, dass Du nicht bereit und willens bist, die Kommunikation zu ändern oder Deinem Gegenüber Verständnis entgegenzubringen. Oder daran, dass Du nicht realisieren willst, dass Kommunikation sinnlos ist, und Du nur zu feige oder zu faul bist, zu gehen.
Die Entscheidung für ein Leben nach dem eigenen Gesetz ist irreversibel. Wenn Du dich entschieden hast, Dich selbst zu leben, wirst du nicht mehr zurück können in das „alte Leben“. Diese Krücke hast du dann zerbrochen. Darum wähle gut, was Du sein willst:
SKLAVE oder KÖNIG ?
Man sollte meinen, die Entscheidung fällt ja nicht schwer, denn wer ist schon gern ein Sklave der ihn bestimmenden äußeren Umstände? Und doch leben große Teile der Bevölkerung weltweit wie Sklaven. Nicht nur in der sog. „dritten Welt“, sondern auch in den Nationen, welche für sich in Anspruch nehmen, eine „Herrschaft des Volkes“ – sprich: Demokratie - installiert zu haben, leben viele Menschen, die ihr Leben nicht selbst bestimmen. Sie werden geschickt, angewiesen, ihnen wird befohlen, und materieller Druck, ausgeübt durch die Konsumgesellschaft, ersetzt die eisernen Halsbänder der Vergangenheit. In was für einem System lebst Du eigentlich?
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Menschen töten sich selbst, weil die moralische Last einer Steuerschuld sie derart verzweifeln lässt, dass sie keinen anderen Ausweg sehen. Deine Probleme sind andere, doch Du bist einer von ihnen.
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Andere Menschen, die nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt selbst zu erbringen, müssen sich wie Bittsteller in öffentlichen Dienststellen unserer Kommunalverwaltung erniedrigen lassen. Du sagst, das geschehe ihnen recht, doch Du könntest auch eines Tages dort stehen.
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Unsere „Entwicklungshilfe“ zahlt sich mit dem Faktor 1,15 in Exportzuwächsen in ebendiese Länder aus. Du bist froh, dass die Importartikel aus den Kolonien so billig sind, weil sie Dein Dasein erleichtern.
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Jemand, der einen Konzern in den Sand setzt und dabei tausende von Familien in Gefahr bringt, erhält einige Millionen und kommt ungeschoren davon. Du bist froh, wenn es nicht Dein Arbeitsplatz ist, der durch andere gefährdet wird. Das diszipliniert Dich. Dabei wird die Maschine, die Dich ersetzen wird, schon gebaut.
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Durch die Abgabe einiger Kreuzchen in Intervallen schiebt eine ganze Gesellschaft ihre Verantwortung kollektiv auf einige Delegierte ab, deren Qualifikation zweifelhaft erscheint. Du erliegst dem Werben und bist froh, dass du jemanden hast, dem Du die Schuld geben kannst, wenn es schief geht.
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Nicht der Moment höchster Kreativität bestimmt den Arbeitsablauf des Menschen, sondern Programme und Maschinen sagen Dir, wann Du was zu tun hast. Du folgst den bunten Lampen und den weißen Strichen.
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Es werden blutige Kriege angezettelt und Länder verwüstet, nur um danach mit gutem Gewinn einen geplanten Wiederaufbau durchzuführen. Du zuckst mit den Schultern und fühlst dich ohnmächtig, das zu ändern.
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Die Wertbemessung eines Menschen wird in den sog. „Industrienationen“ an seiner Produktivität und Funktionalität festgemacht, er wird auf Produktionseinheiten und Humankapital reduziert. Du freust Dich, wenn Dein Wert so hoch angesetzt wird, dass Du Dir einen goldenen Käfig bauen kannst.
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Menschen werden durch gesetzliche Vorschriften in ihrer Bewegungsfreiheit eingeengt, die niemand vollständig versteht, und deren Interpretation einen ganzen Wirtschaftszweig nährt. Du hinterfragst nicht den Sinn der Paragraphen, Du folgst ihnen blind.
Diese Liste willkürlich ausgewählter Beispiele ließe sich beliebig verlängern… Die Essenz dieser Aufzählung ist: Da gibt es eine Welt voller Sklaven, die von wenigen Königen regiert wird. Wenn Du in dieser Welt lebst, mag es Dir ein Trost sein, zu wissen, dass diese Könige auch lediglich Sklaven sind…aber:
Befriedigt Dich das WIRKLICH?
Wäre es nicht Deinem Dasein als MENSCH entsprechender, wenn Du selbst ein König wärst? Einer, der sein eigenes Gesetz macht, und auch die Kraft hat, danach zu leben? Fürchte nicht, dass irgendein Gott Dich darum verleugnet! Tu es und keiner soll dazu „Nein!“ sagen.
„Die Sklaven sollen dienen“ heißt es. Doch ist der Mensch nicht von Natur aus in die Sklaverei geboren, er begibt sich höchstens in solche. Das ist keine Schande, nur, wer das wider besseren Wissens tut, der vergeht sich an sich selbst. Dieser „Sklavenweg“ ist natürlich auf den ersten Blick verlockend:
- Ablegen der Eigenverantwortung und Übertragung derselben auf Andere
- Versorgung durch eine erzwungene Solidargemeinschaft
- Sicherung der materiellen Freiheit äquivalent zum eigenen Produktionswert
- Stillung der Grundbedürfnisse aus dem Kollektiv heraus
Doch, was zahlst Du im Endeffekt dafür?
- Festgeschriebener Ausbildungsweg mit vorgegebener Zielrichtung
- Moralische Bindung an ein System, dass nicht sämtliche Bedürfnisse befriedigt.
- Ableistung von Arbeit (Beruf), die nur in Ausnahmefällen der Berufung entspricht.
- Leben nach Vorschriften, die nur ertragen, jedoch nicht getragen werden.
Und? Ist der goldene Käfig diesen Preis wert?
Liegt es in Deiner Natur, unterwürfig zu sein gegenüber „Vor-gesetzten“, Kollegen, Bekannten, Vereinskameraden, dem Lebenspartner? Ist es Dein innerster Wunsch, vor Amtspersonen zurückzuschrecken, nur weil ihre Uniform oder ihr Schreibtisch es von Dir fordern? Ist es Deine wahre Art der Selbst-Entfaltung, wenn Du ich in dem bisschen Freizeit, dass Dir neben Arbeit und Familie bleibt, in sinnlosen Statusspielchen ergehen musst, um Deine soziale Stellung zu erhalten? Wenn das so ist, dann bist Du ein Sklave und musst dienen. Ist es aber nicht so, dann bist Du möglicherweise ein Mensch von der Sorte, die wir Könige nennen.
Könige werden nicht „geschickt“, sie regieren sich selbst. Könige arbeiten, wenn sie Freude an der Arbeit haben und sie spielen, wenn es ihnen gefällt. Könige gründen Familien, wenn sie es wollen und sie lieben wie und wo und wen sie wollen. Könige handeln, sie fragen nicht nach „Warum“ und suchen nicht nach dem „Weil“. Könige leben nicht nur wie und wo sie wollen, sondern auch solange sie wollen. Die Könige unter den Menschen folgen einzig ihrem freien Willen als höchste gesetzgebende Instanz im Kosmos. Die Könige sind frei.
Und wir Thelemiten sind Könige.
Der Mensch, so auch Du, wird geboren als freies Wesen unter den Sternen. Sein Innerstes, das wahre Wesen seiner Existenz, steht in direkter Verbindung zu der neuen Form des Fleisches; Wollen bestimmt das Handeln, pures Wollen. Dies ist der Zustand, den wir durch THELEMA wieder herbeiführen wollen.
Dann erfolgt eine i.d.R. erbarmungslose Konditionierung – wir nennen sie üblicherweise „Kindheit“ -, in welcher eine vehemente Trennung des Menschlichen Bewusstseins vom innersten Kern, dem wahren Willen, stattfindet. „Kinder mit ´nem Willen, kriegen was auf die Brillen…“
Durch die Gleichschaltung der schulischen Bildung und durch die Normierung der Arbeit wird der Mensch zu einem berechenbaren Produktions- bzw. Konsumfaktor von unterschiedlichem Wert herabgewürdigt. Der Teil des Bewusstseins, welcher von uns als wahrer Wille bezeichnet wird, dieser Teil wird quasi „eingeschläfert“ und durch Konsum, Gemütsduselei und Banalität in einer Stasis gehalten, die es ihm nicht ermöglicht, auf die Körperfunktionen Zugriff zu nehmen. Der Geist wird zum SCHLÄFER. Streben wird ersetzt durch Bequemlichkeit, Wollen wird ersetzt durch Möchten, Handeln wird ersetzt durch Dienen und Gehorchen, Denken wird ersetzt durch Selbstbetrug, Liebe wird ersetzt durch Herrschsucht, und die Lust wird ersetzt durch Gier.
Der Schläfer sendet dem Menschen oft Träume, in denen er ihm von der Freiheit des Wollens erzählt, doch der Mensch hat gelernt, dass diese Träume Unsinn sind. Er schenkt ihnen keine Beachtung und schaltet das TV-Gerät an, wenn die innere Stimme zu laut wird.
Manchmal nun geschieht es, dass einer der Schläfer zum Menschen durchdringt. Der Mensch beginnt, die Inhalte der Botschaften seines Un-Bewussten zu dechiffrieren. Er beginnt zu zweifeln. Er zweifelt an der Richtigkeit der Welt, in der er lebt. Er beginnt zu erkennen, dass er fremdbestimmt und „ferngesteuert“ ist. Der Mensch realisiert, wie viel seiner Zeit von anderen Menschen verplant wird. Er bemerkt, dass da welche sind, die ihn „schicken“, die über ihn verfügen können nach Belieben. Und er stellt fest, dass da etwas in seinem Innersten ist, dass er u.U. jahrzehntelang mit Füßen getreten hat, und das nun darauf wartet, hervorbrechen zu können. Der Schläfer erwacht.
Der ERWACHENDE beginnt nun, seine Umgebung besonders aufmerksam wahrzunehmen. Er will genau wissen, wer ihn wann und wo und in welchem Umfange beherrscht. Und er beginnt, sich zu wehren gegen diese Fremdherrschaft. Vorsichtig beginnt der Erwachende, mit dem Menschen in Kontakt zu treten und macht diesem allmählich klar, wozu er eigentlich fähig wäre, wenn er sein Innerstes nicht zum Schlaf verdammt hätte. Nach und nach verbindet sich der Erwachende mit dem Menschen und teilt mit ihm die Freuden des Erwachens.
Nach einer Zeit wird der Mensch erkennen, dass dieses Innerste, das, was er in der Kindheit zum Schlaf verdammte, sein wahres Selbst, sein tatsächliches Wesen ist, und dass die Rolle, welcher er bislang spielte, andere geschrieben haben. Er sieht, dass er nicht Er selbst war. Der Mensch, so er eben kein Sklave ist, sondern König, wird sich nun unlöslich mit diesem wahren Willen in ihm, THELEMA, verbinden und in dieser Einheit sich und sein Leben erkennen und neu nach dem Bild seines Willens erschaffen. Wenn er darin kunstfertig geworden ist, wenn die Ergebnisse seines Handelns mit seinem Willen übereinstimmen, dann ist er ein ERWACHTER. Der neue Mensch, der „thelemitische Mensch“, ist sich selbst gerecht, er ist ein ethisch fundiertes Wesen, das in Respekt und mit Verständnis für die anderen Wesen seiner Welt seinen eigenen Weg geht. Dieser erwachte, thelemitische Mensch ist ein König. Er sieht sich selbst als einen der vielen Sterne, die am Firmament dahinziehen und ist in der Lage, eigenverantwortlich zu entscheiden und zu handeln. Und er ist bereit, die Konsequenz seines Handelns/Nichthandelns bedingungslos zu tragen.
If he be a King, thou canst not hurt him.
(Liber Al Vel Legis II/59)
Diesen König kann nichts verletzen, da er in sich selbst ruht und sich seiner Lage zu jedem Zeitpunkt vollkommen bewusst ist. Er kennt die ihn umgebenden Gesetzmäßigkeiten und weiß Ursache und Wirkung präzise einzuschätzen. Er verdrängt nicht Schuld und Fehler, er lernt aus Verfehlungen und trachtet danach, in seiner eigenen Wahrnehmungswelt die Herrschaft zu erringen. Dieser erwachte thelemitische Mensch nimmt in seinem eigenen Universum die Position eines Gottes ein, da er ursächlich für alle Vorkommnisse verantwortlich ist. Du hast es nicht nötig, anderen Göttern devot zu huldigen, denn Du kannst Dein eigener Gott sein. Du allein bestimmst, wie Dein Universum aufgebaut ist, und Du musst nicht fürchten, dass ein Gott Dich dafür strafen würde. Und so erkennt der Erwachte am Ende seines Schlafes:
I am alone: there is no God where I am.
(Liber Al Vel Legis II/23)
Anmaßung? Blasphemie? Vielleicht…
So vielfältig, wie die Menschen sind, so vielfältig ist Thelema in seinen Erscheinungsformen. Und nur Du allein bestimmst, in welcher Weise der „Schläfer“ in Dir mit dem Menschen, der ihn trägt, kommuniziert. Um den Schläfer endgültig zu wecken, musst Du ihm jedoch entgegenkommen. Du musst ihm die Bereitschaft zeigen, mit Dir selbst in absolut ehrlicher und offener Weise zu kommunizieren. Du musst – und das ist so ziemlich das Einzige, was Du tatsächlich musst - Dir selbst zuhören! Welche Sprache Du auch immer verwendest, um Dein Innerstes zu befragen, es wird Dir in Deiner Sprache antworten, wenn Du ihm zuzuhören bereit bist.
Es wäre also falsch, Thelema hier durch die Ablehnung von Religion in seiner Wirkung zu begrenzen. Genauso falsch wäre es allerdings, Thelema im Sinne eines Religionsersatzes zu verstehen. Im Liber Al Vel Legis sprechen nicht nur vereinzelte Götter zu uns, sondern das gesamte Universum vom unerkannten Mittelpunkt bis hin zur unerfassbaren Grenzenlosigkeit seiner Ausdehnung spricht mit der Summe all seiner Möglichkeiten zu uns und fordert die Menschen auf, den nächsten Schritt der Religion zu gehen, nämlich sich zu den Göttern hinauf zu erheben.
Die Menschheit, die unter den gütigen Augen der Götter, die durch das Liber Al Vel Legis aus uns zu uns selbst sprechen, gedeiht, ist nunmehr erwachsen geworden. Sie hat das Recht, ihren Platz unter den Göttern einzufordern als Gleiche unter Gleichen. Die Götter des Liber Al Vel Legis sind Ausgangspunkt, Endpunkt und das Dazwischen. Doch DU bist derjenige, der durch seine Wahrnehmung dieser Linie eine Form gibt. In alle Richtungen, durch Zeit und Raum. Diese Götter, die durch das Liber Al Vel Legis zu den Menschen sprechen, wollen nicht über Dich herrschen, sie wollen Dich sanft in Versuchung führen, nicht nur nach ihrem Bilde geschaffen zu sein, sondern Dich selbst nach Deinem eigenen Bilde zu erschaffen; ganz so, wie es eines Gottes würdig ist.
Und so kannst Du sein unter den Menschen ein König, und unter den Göttern ein Gott.
Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern.
Tu was Du willst soll das Ganze von dem Gesetz sein.
Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen
Nun, da du möglicherweise erkannt hast, wer und was Du bist, solltest Du beginnen, Deine Möglichkeiten zu entdecken. Du lernst, wie Du Dich entwickeln kannst, Du erkennst andere „Sterne“ in Deiner Wahrnehmungsumgebung und tauschst Dich vielleicht mit ihnen aus, Du veränderst Deine Lebensumstände dergestalt, dass Du Deine Freiheit auch leben kannst, und Du tust nur noch Dinge, die Dich auf Deinem Weg, der nun erst richtig begonnen hat, weiterbringen, anstatt Dich mit Umständen zu beschäftigen, die Dich aufhalten. Du beginnst, Dir Raum zu verschaffen, kappst Abhängigkeiten und fängst behutsam an, gemeinsam mit anderen die Welt, in der wir leben zu verändern… das ist das Recht der Könige.



