Thelema
The Great Beast 666
About: Aleister Crowley
About: Aleister Crowley
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Mr Crowley, what went on in your head Edward Alexander "Aleister" Crowley war wohl einer der aufsehenerregendsten Zeitgenossen des beginnenden 20. Jahrhunderts. Er war Magier, Bergsteiger, Poet, Maler, Mystiker, Schalk, Therion, Morphinist, Propagandist, Schriftsteller, Reisender, Schnorrer, Sexualtherapeut, Despot, Liebender, Vater, Sozialkritiker und sogar einmal Weltenheiland (zumindest hatte man ihn im OTO dazu ausgerufen). Die vielfältigen Facetten seiner Persönlichkeit waren Ausdruck eines unbändigen Lebenswillens (immerhin lag Crowley mit 72, als er starb, weit über dem Durchschnittsalter heutiger Junkies) und brachten ihn Zeit seines Lebens immer wieder in Bedrängnis. Zu seinen herausragenden Werken gehören Überarbeitungen vieler historisch-kabbalistischer Grundlagenwerke und deren Vereinigung im Liber 777, sowie die Edition des Liber Legis und die Schaffung des Thoth Tarot Decks. Für viele der gesellschaftlichen Errungenschaften (Freiheit der Liebe, der Meinung und der Gesinnung), die wir heute als selbstverständlich erachten, hat Crowley Wege bereitet. Aleister Crowley wird am 12. Oktober 1875 in Leamington Spa, England, als Kind einer religiös-fundamentalistischen Brauerfamilie geboren (Die Gebutrszeitangaben variieren von 22.50h bis 23.16h). Seine Eltern gehören einer puritanischen Plymouth-Brethren-Gemeinde an, wobei seine Mutter Emily Bertha (geb. Bishop) in ihren christlichen Hysterien sogar soweit geht, Crowley in frühester Jugend in Anlehnung an die Johannis-Apokalypse als das "Great Beast" zu betiteln. von 1884 - 1895 besucht Crowley verschiedene Schulen, in denen er streng evangelisch erzogen wird.
Der religiöse Fundamentalismus seiner Mutter in Einheit mit der Bigotterie seines Vaters sind nicht eben geeignet, aus dem Zögling Alexander einen guten Christen zu machen. Sein Vater Edward ist nämlich extrem pragmatisch: in der Woche verkauft der fässerweise Brauereierzeugnisse, und am Sonntag profiliert er sich dann als Laienprediger gegen den Teufel Alkohol in der Gemeinde. Als er am 05. März 1887 stirbt, hinterläßt er seinem Sohn ein kleines Vermögen, von dem dieser eine ganze Weile seinen aufwändigen Lebensstil bestreitet. Er lebt lange Zeit in England, bereist jedoch Zeit seines Lebens die ganze Welt. Er ist leidenschaftlicher Bergsteiger, Okkultist und Morphinist, zu seiner Zeit in der Upperclass nicht unüblich.
1888 wird in England von Samuel McGregor Mathers [1] gemeinsam mit anderen der "Esoterische Orden der Goldenen Dämmerung" (Golden Dawn) gegründet, ein quasi-freimaurerisch organisierter Kreis von Okkultisten, Spiritisten und Magiern im Dunstkreis der "Theosophischen Gesellschaft" der Madame Blavatsky [3]. Im Golden Dawn wird Aleister Crowley ab 1898/99 initiiert und ausgebildet, nachdem George Cecil Jones den jungen Crowley dort eingeführt hat. Einer seiner Ordensbrüder ist Arthur Waite [4], der Schöpfer des Rider Waite-Tarotdecks. Bereits nach wenigen Monaten im Orden steckt der junge, intelligente Heißsporn seine Lehrer und Mentoren in die Tasche und arbeitet sich binnen kürzester Zeit in der Ordenshierarchie nach oben. Letztlich ist Crowley jedoch für den G.°.D.°. ein derart destruktiver Faktor, daß der Orden letztlich an ihm zerbricht. Es kommt zu mehreren internen Zerwürfnissen mit z.T. erheblichen persönlichen Diskreditierungen. Solche Shismen überleben Orden nur selten unbeschadet. Selbst der Ordo Templi Orientis, dem Crowley vorsteht, gerät ab 1910 in dieses morphische Feld und zersplittert später an der Nachfolgefrage, es finden regelrechte magische Diadochenkriege statt. Eine aufschlußreiche Materialsammlung dazu hat Peter Robert König in seiner Publikation "Das OTO-Phänomen" zusammengetragen (im Internet erreichbar unter http://user.cyberlink.ch/~koenig/).
Ein Teil seines Erbes legt er in Grundbesitz an und übersiedelt aufs Land, ihn zieht es in schottische Gefilde. Im Jahr 1900 erwirbt Crowley das Haus Boleskine am Loch Ness. Hier gibt er sich als schottischer Laird und kleidet sich entsprechend. Das Haus soll sich heute im Besitz von Jimmy Page (Gitarrist der Gruppe Led Zeppelin) befinden. In der Zeit von 1901 bis Frühjahr 1904 hat Crowley nach eigenen Angaben keine ernstzunehmenden magischen Operationen vollzogen. Im Jahr 1903 heiratet Crowley die Schwester seines Freundes Gerald Kelly, Rose, wobei es sich dabei möglicherweise um ein Arrangement handelt. Die ausgedehnte Hochzeitsreise führt das Paar über Schottland, Paris, Marseilles und Neapel schließlich nach Kairo/Ägypten. Dort beziehen die Crowleys im März 1904 Quartier.
"All diese alten Buchstaben meines Buches sind richtig, jedoch Tzaddi ist nicht der Stern." Das inspiriert Crowley, die bis dahin gebräuchlichen Zuordnungen des Tarot einer genauen Überprüfung zu unterziehen und er beginnt, neue Anordnungen der Karten auf den Pfaden des Lebensbaumes zu erarbeiten, neue Korrespondenzen und neue Symbolkonstellationen.
Rechts: Cover der Erstausgabe des Thoth Tarot Decks Nicht zuletzt ist dies eines der großen Verdienste des "verderbtesten Mannes der Welt" [6], denn er hat in dieses Deck seine gesamten Kenntnisse und Fähigkeiten einfließen lassen und bietet sie uns in der Fülle der 78 Karten an [7]. Man mag über die Person des Aleister Crowley denken, wie man will, aber sein literarisches Werk ist beispielhaft und beeinflußt den westlichen Okkultismus bis zum heutigen Tage und sicherlich noch weit darüber hinaus. |
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Da sind vier Tore zu einem Palast; der Boden des Palastes ist von Silber und Gold; Lapislazuli + Jaspis sind dort; und alle seltenen Parfüms; Jasmin + Rose, und die Sinnbilder des Todes. Laß ihn nacheinander oder in einem durch die vier Tore eintreten; laß ihn auf dem Boden des Palastes stehen. Wird er nicht niedersinken? Amn. Ho! Eines dieser "Vier Tore" ist der Thoth Tarot. Ein anderes, eng mit dem Deck verbundenes Tor ist das LIBER LEGIS. Es wurde von THOTH, dem Herrn des Tarot und Gott der Weisheit, in der Form des AIWASS an Crowley übergeben, um es zu veröffentlichen. Diese Offenbarungsschrift ist eine der maßgeblichen textlichen Grundlagen der Tarotzuordnungen, wie Crowley sie vornahm.
Das LIBER (AL VEL) LEGIS, welches in 220 Versen niedergeschrieben wurde, verkündet ein neues Zeitalter, das AEON DES HORUS. Ein Zeitalter, in dem Fremdbestimmung abgeschafft und der Mensch von seinem eigenen freien Willen gelenkt wird. Die freiwillige Liebe ist ethische Grundlage allen Handelns. Den Menschen, denen es gelingt, diese Liebe unter Willen zu leben, wird dann bewußt werden, daß die Ausübung des freien Willens tatsächlich kein Gesetz ist, sondern lediglich eine Selbstverständlichkeit. Das Liber Legis schafft es, die Handlungsmaxime für die gesamte Menschheit in ein einziges Wort zu fassen [8]:
Das Liber Legis, das seine Kernaussage selbst mit dem griechischen Wort "THELEMA" ("Wille") bezeichnet, ist eine psychoaktive Zeichenkette, welche subtil das Bewußtsein des Rezipienten manipuliert und es ihm ermöglicht, seinen freien Willen zu entdecken und zu leben [9]. LIBER (AL VEL) LEGIS - Das "Buch des Gesetzes". Das Lexikon definiert Gesetz als "Rechtsquelle, die das äußere Verhalten der Mitglieder einer staatlichen Gemeinschaft regelt"; ein Gesetz ist demnach eine Rechtsnorm. Das Gesetz vom "freien Willen" -auch als "Thelema" bezeichnet- ist sicher alles andere als eine Rechtsnorm; es tendiert in seiner Wirkung eher in Richtung Naturgesetze, welche per Definition als "allgemeine, durch Beobachtung auf dem Wege der Induktion erfaßte und formulierte Gesetze" (also: erfahrene Wahrscheinlichkeiten) gehandhabt werden. "Do what thou wilt shall be the whole of the law." TU WAS DU WILLST - ein Naturgesetz? Ein Gesetz (indizierte Norm), welches kein Gesetz (Rechtsnorm) ist? Es ist davon auszugehen, daß vor dem Durchbrechen einer bestimmten geistigen Barriere, dem Wechsel der Priorität vom "Ich" zum "Selbst" ein Gesetz ("Rechtsnorm") Tu was du willst! nötig ist, um als Orientierungshilfe und Zielideogramm zu fungieren. Nach Bewältigung der großen Veränderung, dem Hintersichlassen des Abgrundes der primären Ego (fremd-) Steuerung, wandelt sich das "Gesetz" in eine innerliche Erkenntnis, eine Selbst - Erfahrung. Hier kann von einem Gesetz nicht mehr gesprochen werden. Jenseits der Erkenntnis des freien Willens existieren Gesetze nicht. "There is no law, beyond: Do what thou wilt." Die Essenz dieser beiden Zustände (Gesetz/Nicht-Gesetz) deriviert in der universellen Aussage: LIEBE IST DAS GESETZ, LIEBE UNTER WILLEN, welche beiderseits des Abyssos Gültigkeit besitzt. Durch "Liebe unter Willen" wird das Gesetz in eine Selbstverständlichkeit transformiert. Um den Thoth Tarot zur Gänze zu verstehen bzw. um seine Informationsfülle und die Gewichtigkeit seiner Botschaft auch nur im Ansatz zu erfassen, ist es unabdingbar, sich mit dem Liber Legis und dem Gedanken des Äonenwechsels auseinanderzusetzen. Ebenso gilt dies im umgekehrten Fall. Liber Legis und Thoth Tarot und der Baum des Lebens sind miteinander verbunden und können nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Das Liber Legis wird hier in einer Übersetzung der FCA zitiert, welche sich sehr nah am Originaltext bewegt. Hierdurch kann es z.T. zu ungewöhnlichen Formulierungen in den Zitaten kommen. Anregung: Eine interessante Variante ist es, die Verse des Liber Legis dem Lebensbaum zuzuordnen. Eine komplette Ausarbeitung würde den Rahmen dieser Publikation deutlich sprengen, doch sei dem interessierten hier vorgeschlagen, wie folgt vorzugehen. Zunächst werden auf einem Blatt Papier drei Spalten und 10 Zeilen angelegt. Eine Spalte je für Nuit, Hadit, Ra-Hoor-Khuit und eine Zeile für jede Sephira. In die Spalten werden nun untereinander die jeweils ersten 10 Verse der entsprechenden Kapitel des Liber Legis geschrieben und mit den Eigenschaften der Sephiroth verglichen. Hierbei wird der Leser interessante Korrespondenzen entdecken. Man kann hierbei das Kapitel Nuit als "Die Botschaft, das Äußere, das Wozu" interpretieren, Hadit als "Der Wandel, das Innere, das Ziel" und Ra-Hoor-Khuit als "Der Krieg, die Methode, die Wirkungen". Das ergäbe in dieser Tabelle beispielsweise für 5-Geburah ("Strenge"):
Mit etwas Mühe und einiger konzentrierter Arbeit läßt sich der gesamte Text des Liber Legis nach den Regeln des AaTz Ha Chiim (Baum des Lebens) interpretieren und ausdeuten und die Pfadkorrespondenzen der Verse bieten gute Impulse, die Karten des Tarot aus einer anderen Sichtweise heraus zu verinnerlichen (z.B.: Liber Legis; I/11: "Jene sind Narren, die die Menschen anbeten; beide, ihre Götter und ihre Menschen sind Narren." im Bezug zu 0-Der Narr oder auch Liber Legis; II/27: "Da ist große Gefahr in mir; für den, der nicht versteht, werden diese Runen einen großen Fehlgriff bereiten. Er wird in eine Grube fallen, die "weil" genannt wird, und dort wird er mit den Hunden der Vernunft zugrundegehen." in Bezug zu XVI-Der Turm). Das Liber Legis bietet auf der Reise durch das Ich so manche interessante Haltestelle, an der man verweilen sollte, um sich etwas umzusehen. Keine Angst vor Umwegen, die erhöhen die Ortskenntnis! Der Kreativität zum Zwecke der Erkenntnisgewinnung sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. [10] |
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Anmerkungen: [1] William Butler Yeats (1865-1939), Schriftsteller und ebenso wie Crowley Mitglied des G.°.D.°., wurde 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgeichnet. Crowley und seine Zeitgenossen waren Kinder ihrer Zeit, und der Zuspruch zu berauschenden Mittelchen wie Absynth, Kokain, Heroin, THC war in den illustren Kreisen der Esoteriker durchaus nicht unüblich. Crowley jedoch schoß wohl allem Anschein nach einmal mehr den Vogel ab. Mit einer Heroindosis im Blut, die einen Ochsen erlegt hätte, durchwanderte er die Tiefen der menschlichen Seele, seiner menschlichen Seele. Daß das nicht immer reibungslos läuft, zeigt ein Fragment aus John Symonds Biographie "The Great Beast": "Er notierte seinen Zorn über die "langweiligen Abende" und das Gefühl von erdrückender Lähmung, das so lange anhielt, bis seine unruhig zitternden Haende mit den langen, nikotinbefleckten Fingern wieder zur Spritze griffen und er sich das einzige Mittel in die Armbeuge jagen konnte, das ihm noch Erleichterung verschaffte. Sein Tagesbedarf stieg von zwei oder drei Gran auf elf Gran - eine Menge, mit der man eine ganze Handvoll Menschen umbringen könnte (als größte gewöhnliche Dosis gilt 1/8 Gran)." [Anmerkung: 1 Gran = ca. 70mg, wohlgemerkt: Heroin bester Qualität, welches mit der 'shore' die heutzutage illegal vertrieben wird, nicht vergleichbar ist. Crowley wird die üblicherweise lethale Dosis des öfteren überschritten haben] [2] Samuel Liddell alias "McGregor" Mathers (1854-1918), Mitbegründer des G.D. und Crowleys Mentor, später erbitterter Kontrahent. Mathers hat viele kabbalistische Schriften überarbeitet und herausgegeben. [3] Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891), Gründerin der Theosophischen Gesellschaft, nahm maßgeblich Einfluß auf die spiritistischen Kreise des späten 19. Jahrhunderts. [4] Arthur Edward Waite (1857 bis 1942), veröffentlichte 1909 in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Pamela Coleman Smith (1878 bis 1951) das nach dem Namen des Verlegers Rider/Waite-Tarot benannte Deck, das sich noch heute großer Beliebtheit erfreut. Mit Waite und Mathers geriet Crowley in heftigen Streit, weil ihm vorgeworfen wurde, geheime Tarot - Zuordnungen des G.°.D.°. preisgegeben zu haben.
[7] Das Thoth Tarot Deck verfügt in einer AGM-Edition aus den 80igern über insgesamt 80 Karten, da die Karte "Der Magier / Magus" dreimal in jeweils unterschiedlicher Ausführung vorhanden ist. [8] Die griechischen Worte "THELEMA" (Wille) und "AGAPE" (Liebe) zählen nach der griechischen Gematria (Zahlwertlehre) jeweils 93. Diese Zahl wird von "Thelemiten" oft als Kürzel oder Erkennungszeichen genutzt, z.B. steht 93/93! für: "Liebe unter Willen" [9] Das Lesen der z.T. schwer verständlichen Zeilen des Liber Legis öffnet den Geist für die Konfrontation mit dem eigenen "Überbewußtsein" und kann u.U. schwere innere Konflikte auslösen. Menschen, die sich selbst als "labil" einstufen, ist zu raten, erst nach Festigung der eigenen Persönlichkeit mit dieser Schrift in Kontakt zu treten. Die Selbsterschaffung des Individuums im Sinne von Thelema ist faktisch gleichzusetzen mit einer psychologischen Autokonditionierung. Vom unqualifizierten Einsatz solcher Techniken ist grundsätzlich abzuraten. Weitere umfangreiche Materialien können im Internet unter www.liber-al-vel-legis.de eingesehen werden. [10] In diesem Zusammenhang sei der inspirierte Leser auf die Publikation eines bemerkenswert kreativen Forschers und Künstlers hingewiesen, welcher sich mit der Geometrie der Karten des Tarot in Verbindung mit den Versen des Liber Legis aus der Sicht des thelemitischen Kunstschaffenden intensiv befasst hat, und daraus ein höchst interessantes Werk kreierte. Claas Hoffmann: Es handelt sich dabei um ein zutiefst inspiriertes wie auch inspirierendes Werk, an dem Claas Hoffmann lange Jahre gearbeitet hat. Im Zusammenhang mit der hier vorliegenden Publikation sei aus dem Buch Nuit folgender Artikel dringend zu Verinnerlichung empfohlen: "Projektive synthetische Geometrie in Lady Frieda Harris Tarotgemälden und in Crowleys Buch des Gesetzes" (C. Hoffmann: Nuit; S.157 ff). In diesem Artikel geht der Künstler, welcher am Emerson College diese Kunstrichtung ausgiebig studierte und in Gesprächen mit Olive Whicher, einer Zeitgenossin von Lady Harris, aufschlußreiche Gespräche hierüber führte, detailliert auf die Entstehung des Tarot ein und fördert einige interessante Anekdoten und Fakten zu Tage. Abschließend hier eine Übersicht der Publikationen Aleister Crowleys, sortiert nach Nummern. Weitere Werke von Crowley:The Confessions of Aleister Crowley |
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Pix of the Beast... (click on thumbnails for original size) Aleister Crowley... |
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...the Lover...
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...the Hermit... |
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...the Man of Earth...
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Er teilt seine Neigungen mit Größen wie William Butler Yeats [1] und vielen anderen geistig Schaffenden. Als Asthmatiker ist Crowley in seiner Zeit auf die durchaus übliche Behandlung mit Herion und Kokain angewiesen. Die Einnahme von hohen Dosen dieser Drogen macht ihn zu einem nur schwer erträglichen Zeitgenossen, der sich so manch unpopuläre Possen erlaubt, die ihn immer wieder in Bedrängnis bringen.
Diese Nemyss der Zerstörung begleitet Crowley sein Leben lang. Große Geschäfte bleiben ihm stets verwehrt, allein seine List und Schläue lassen ihn einigermaßen über die Runden kommen, später ist er bisweilen völlig auf die Zuwendungen von Mäzenen und Gönnern angewiesen. Geld und Magick gehen wohl scheinbar nur in den seltensten Fällen zusammen.
Im April 1904 empfängt er in Kairo von Aiwass, einer Emanation des Gottes Thoth, das sog. LIBER LEGIS, eine basale Offenbarungsschrift, die das Anbrechen eines neuen Zeitalters verkündet. In einem Vers des Liber Legis beruft Aiwass sich auf eine "Unregelmäßigkeit" in den Zuordnungen der hebräischen Buchstaben zu den Trümpfen des Tarot:
Er entschließt sich, ein Tarotdeck herauszugeben, und nimmt 1937 Kontakt auf zu einer Malerin, die mit einer Engelsgeduld Crowleys ständig wechselnde, von cholerischen Ausbrüchen begleiteten Arbeitsanweisungen in faszinierende Bilder umsetzt: Lady Frieda Harris [5]. Die Arbeiten beginnen am 11.Mai 1938. Sie nehmen fünf Jahre in Anspruch, 1943 werden sie erstmals ausgestellt und 1944 erscheint eine erste Auflage von 200 Exemplaren. Das Thoth Tarot Deck hat sich seitdem zu einem der meistgenutzten in der Welt entwickelt. Crowley stirbt 1947 in Hasting, Südengland. 
Als Aleister Crowley 1904 mit seiner Frau Rose in Kairo weilte, wurde ihm (wahrscheinlich am 16. März) durch die Götter mitgeteilt, daß er auserkoren sei, das Gesetz des Neuen Äons niederzuschreiben. Als Medium fungierte Rose, die ihn (ca. am 23. März) auch in ein Museum im Stadtteil Boulak führte, wo er auf einer altertümlichen Stele Horus erkannte. An drei Tagen (08.-10.April) empfing Crowley in Channeling-Sitzungen zu den Mittagsstunden jeweils ein Kapitel der Offenbarungsschrift des Horus Äons. Er ließ jedoch das Manuskript für mehr als 5 Jahre unveröffentlicht, möglicherweise aus ordenspolitischen Gründen. Die offizielle Version besagt, das Liber Legis sei damals verlegt worden. Es wurde erstmals 1909 im Rahmen der Equinox Publikationen als Liber Al Vel Legis herausgegeben.
[5] Frieda Harris (1877 bis 1962), setzte Crowleys Ideen und Skizzen zum Thoth Tarot in Ölgemälde um. Mitte der dreißiger Jahre nahm sie Unterricht in projektiver Geometrie (nach der Steiner-Schule) und Crowley erkannte in ihr die Person, die fähig war, seine Gedanken umzusetzen. Ihr wird nachgesagt, sie habe darauf bestanden, daß Crowley nicht bei der Arbeit an den Bildern zugegen sein durfte und er mußte sich verpflichten, in der Zeit der Entstehung keinerlei "schwarzmagischer Beschäftigung" nachzugehen. Andererseits gibt es Hinweise, daß Frieda Harris Crowley fast schon hörig war, zumindest bis zu einem gewissen Zeitpunkt.
[6] Diesen fragwürdigen Titel bekam Crowley in England von der Yellowpress völlig zu Unrecht verliehen, zumal er die meiste Zeit seines Lebens in irgendwelchen unzugänglichen Wüsten und Gebirgen verbrachte. Er war an sich ein sehr einfühlsamer, sensibler Charakter, den seine Umwelt zu dem gemacht hatte, was man an ih hasste. Als er 1947 völlig verarmt und einsam starb, wollte von ihm niemand mehr etwas wissen. Frieda Harris war eine der letzten, die Crowley gesehen haben.















